LIQUI MOLY HBL: Rhein-Neckar Löwen treffen auf GWD Minden
Krallen sind ausgefahren - Löwen reisen zum Lieblingsgegner
30.11.2019 | 22:25 Uhr
Kein Gegner sorgte in den letzten Jahren in der LIQUI MOLY HBL wohl für mehr Freude bei den Rhein Neckar-Löwen als GWD Minden. Die letzten 20 Duelle gegen GWD gewannen die Löwen - einsamer Vereinsrekord. Sky zeigt das Spiel live und exklusiv.
Am Samstag können die Mannheimer die Serie auf 21 HBL-Siege in Folge gegen dasselbe Team ausbauen. Auf der Gegenseite sind 20 Niederlagen in Folge bereits die längste Pleitereihe in der langen Mindener Bundesliga-Geschichte. Es gibt nicht viele Gründe zur Annahme, dass diese beiden Serien am Samstag (live ab 20:15 Uhr live auf Sky Sport 2 HD) enden werden.
Löwen wollen mal wieder deutlichen Sieg
Mit sechs Spielen mit maximal einem Tor Unterschied - egal ob Sieg, Remis oder Niederlage - stellten die Mannheimer einen weiteren Rekord ein. Nur zwei weiteren Teams ist das in der HBL-Historie gelungen, unter anderem Minden 1978.
Wenn es nach Kreisläufer Jannik Kohlbacher geht, muss man nicht alleiniger Rekordhalter werden: "Wir brauchen es nicht immer so spannend zu machen." Gleichzeitig sieht der Nationalspieler darin aber auch eine Stärke: "Es zeigt auch unsere Qualität im Kader, wenn wir enge Spiele zum Ende hin für uns entscheiden können."
GWD ist auch Kohlbachers Lieblingsgegner
Der 24-Jährige sorgte bei den Mindenern in den beiden vorigen Jahren für Angst und Schrecken. Im ersten Jahr noch für die HSG Wetzlar, vorige Saison für die Löwen, erzielte Kohlbacher satte 26 Tore gegen die Ostwestfalen. Kein anderes Team bekam die Qualität des bulligen Kreisläufers öfter zu spüren als Minden. GWD-Trainer Frank Carstens sagt mit Blick auf sein Zusammenspiel mit Mittelmann Andy Schmid: "Das ist die beste Spielmacher-Kreis-Achse der Welt oder zumindest der Liga."
Trotzdem sieht Kohlbacher das Spiel nicht als Selbstläufer: "Minden ist eine kampfstarke Mannschaft und wird uns sicher alles abverlangen. Wir müssen von Beginn an dagegenhalten und unsere Qualität auf die Platte bringen."
Mindener Mini-Krise
Nach drei Niederlagen in Folge ist GWD auf den 14. Rang abgestürzt - vier Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. "Das finden wir nicht gut, aber es ist eine Phase, durch die wir durchmüssen", sagt Trainer Carstens. Die Leistungen der Stars Marian Michalczik und Christopher Rambo sind zu wechselhaft. Der verletzte Abwehrchef Miljan Pusica fehlt an allen Ecken und Enden.
Trotzdem wollen sich die Grün-Weißen vor den Mannheimern und dem anschließenden Duell mit dem THW Kiel nicht verstecken. "Es ist nicht gesagt, dass wir in diesen Spielen keine Punkte machen", gibt sich Carstens selbstbewusst. Selbstbewusstsein allein wird am Samstag nicht reichen. Aber sollten die Dankerser eine Leistung wie beim 29:25-Sieg gegen die Füchse Berlin zeigen, könnte das Spiel zu einem heißen Tanz werden. Auch die längsten Serien enden Mal, die Frage ist: Enden diese beiden auch schon morgen?