Der neue MotoGP Stadtkurs ab 2027 sorgt für Diskussionen
Begleitet von Nebengeräuschen steht die MotoGP vor einer Premiere.
19.02.2026 | 16:53 Uhr
Ab 2027 nimmt die Königsklasse des Motorradrennsports erstmals einen Stadtkurs in den Rennkalender auf.
Dazu wechselt die Serie den Standort in Australien: Statt der beliebten Strecke auf Phillip Island soll im Herzen der Metropole Adelaide gefahren werden. Das verkündete die MotoGP am Donnerstag - und sorgte damit für Diskussionen.
Etwa aufgrund von Sicherheitsbedenken: Anders als in der Formel 1 sitzen die Piloten nicht in einer Sicherheitszelle. Strecken benötigen daher größere Auslaufzonen. Die Rennstrecke soll 4,195 km lang sein und 18 Kurven haben. Geschwindigkeiten von mehr als 340 km/h können erreicht werden, gibt die MotoGP an. Um die Sicherheit zu gewährleisten, soll der Kurs, auf dem einst auch die Formel 1 zu Gast war, angepasst und entschärft werden.
"Sicherheit nicht beeinträchtigen"
"Von Anfang an haben wir gemeinsam mit der FIM (Motorradweltverband) dafür gesorgt, dass die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird - jeder Teil des Adelaide Street Circuit wurde so konstruiert, dass er den höchsten Standards der modernen MotoGP entspricht, damit die Fahrer mit voller Intensität und absoluter Zuversicht fahren können", wird Carlos Ezpeleta, Chief Sporting Officer der MotoGP, zitiert. Er sprach von einem Meilenstein.
Davon sind auch die Fahrer überzeugt. "Die MotoGP weiß, dass wir Fahrer nicht auf die Strecke gehen, wenn es keine ordentlichen Auslaufzonen wie auf einer normalen Rennstrecke gibt", schrieb Aleix Espargaró (Honda) bei X: "Bei einer so turbulenten Veranstaltung wie einem Stadtkurs werden wir alles genauestens unter die Lupe nehmen". Jack Miller (Yamaha) sagte, der Begriff Straßenkurs werde "ein bisschen falsch verstanden. Da wird keine Betonmauer mit einem Airfence zu nahe stehen".
"Beste Strecke aus dem Kalender streichen?"
Legende Casey Stoner, der sechs Mal auf Phillip Island gewann, trauert vor allem dem Saisonhighlight hinterher. Seit 1997 war die MotoGP dort. "Warum sollte die MotoGP ihre möglicherweise beste Strecke aus dem Kalender streichen? Ich überlasse es jedem selbst, darüber zu urteilen", schrieb Stoner bei Instagram.
Der Wechsel soll Medienberichten zufolge auf Drängen von Liberty Media vollzogen worden sein. 2024 erwarb der amerikanische Medienkonzern, dem auch die Formel 1 gehört, Dorna Sports, SL (mittlerweile MotoGP Sports Entertainment Group) und alle dazugehörigen Rechte für 4,2 Milliarden Euro. Eine größere globale Reichweite der MotoGP ist das Ziel.
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