Euroleague lehnt Angebot der NBA ab und setzt auf ihre eigenen Zukunftspläne
Die Pläne der NBA für eine neue Europa-Liga haben einen Dämpfer erhalten. Medienberichten zufolge lehnten die Euroleague-Clubs ein Angebot für eine gemeinsame Wettbewerbsstruktur ab. Eine endgültige Absage an weitere Gespräche soll es aber noch nicht sein.
06.10.2026 | 19:52 Uhr
Die Zukunft des europäischen Basketballs bleibt offen. Während die NBA gemeinsam mit der Fiba ab 2027 eine neue Liga aufbauen möchte, setzt die Euroleague zunächst auf ihren eigenen Weg. Sollte keine Einigung gefunden werden, droht dem europäischen Klub-Basketball eine weitere Aufsplitterung.
Die Euroleague hat Medienberichten zufolge ein Angebot der NBA für eine gemeinsame europäische Basketball-Liga abgelehnt. Von den Inhaber-Clubs der Euroleague seien die Bedingungen der amerikanischen Liga für eine Eingliederung rundweg abgelehnt worden, berichteten unter anderem La Gazzetta dello Sport und das Portal The Athletic.
Die Entscheidung beim Treffen der Clubs um den FC Bayern München im italienischen Cernobbio ist aber demnach noch keine endgültige Absage an eine Zusammenarbeit mit der NBA. Es könnte weiter verhandelt werden. Die NBA Europe soll in Kooperation mit dem Weltverband Fiba und Standorten in großen Metropolen wie Paris, London und Berlin im Oktober 2027 an den Start gehen. Bleibt die Euroleague - bislang die Spitzenliga in Europa - außen vor, würde der europäische Club-Basketball noch weiter zersplittern.
Bayern-Chef: Euroleague hat "eine blendende Zukunft vor sich"
Die Euroleague ging in ihrem Statement zu dem Treffen nicht auf die NBA Europe ein, machte aber deutlich, ihre eigenen Pläne zu verfolgen. Die anwesenden Vereinsinhaber kamen demnach überein, den Prozess zur Umwandlung der derzeitigen 10-Jahres-Lizenzen in Franchises für die 13 ECA-Gesellschaftervereine voranzutreiben. Eine Erweiterung der Liga soll weiter ausgelotet werden, wurde aber nicht fix beschlossen. Ein Verzicht darauf soll den Berichten zufolge eine Bedingung der NBA gewesen sein.
Bayerns Vereinspräsident Herbert Hainer, der mit Adrian Sarmiento, dem kaufmännischen Geschäftsführer der Bayern-Basketballer, teilnahm, sprach von einem sehr konstruktiven Treffen. "Auf der Grundlage unseres Austauschs wird nun in den kommenden Wochen und Monaten weiter an den Chancen der EuroLeague und ihrer Weiterentwicklung gearbeitet werden. Sie hat aus unserer Sicht eine blendende Zukunft vor sich", sagte Hainer.
dpa / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.