Wembanyama dominiert: Spurs gleichen gegen Thunder aus – defensive Machtdemonstration in Game 4
Die San Antonio Spurs melden sich eindrucksvoll im Western-Conference-Finale zurück: Angeführt von Superstar Victor Wembanyama erzwingen die Texaner mit einem klaren Sieg gegen die Oklahoma City Thunder den 2:2-Ausgleich. Vor allem defensiv liefert San Antonio ein Statement.
25.05.2026 | 07:17 Uhr
Die San Antonio Spurs haben im Western-Conference-Finale ein Ausrufezeichen gesetzt und die Serie gegen die Oklahoma City Thunder mit einem überzeugenden 103:82-Erfolg in Spiel 4 ausgeglichen.
Matchwinner war einmal mehr Victor Wembanyama, der mit 33 Punkten, acht Rebounds, fünf Assists und drei Blocks eine dominante Performance aufs Parkett brachte.
Nach der deutlichen Niederlage in Spiel 3 zeigte sich der französische Ausnahmespieler wie ausgewechselt und übernahm von Beginn an Verantwortung. "Ich musste besser sein, um mein Team besser zu machen", hatte Wembanyama im Vorfeld gefordert - und lieferte eindrucksvoll ab.
Die Spurs setzten früh den Ton: Mit einem 16:0-Lauf im ersten Viertel erspielten sie sich eine komfortable Führung (23:8), die sie im weiteren Spielverlauf nicht mehr hergaben. Besonders auffällig: San Antonio glänzte mit starkem Teamplay und verbuchte im ersten Viertel bei allen zehn Feldkörben einen Assist.
Spurs bleiben hinten stabil
Der Schlüssel zum Erfolg lag jedoch in der Defensive. Die Spurs hielten Oklahoma City bei lediglich 33 Prozent Trefferquote aus dem Feld und zwangen die Thunder zu schwachen 6 von 33 Dreipunktewürfen (18 Prozent). "Wir haben defensiv große Anpassungen gemacht", erklärte Devin Vassell, der selbst 13 Punkte beisteuerte.
Auch die Unterstützung aus der zweiten Reihe stimmte: Nachdem die Bank der Spurs in Spiel 3 noch klar unterlegen war, steuerte sie diesmal 30 Punkte bei und hielt OKC nahezu auf Augenhöhe. Neben Wembanyama überzeugten außerdem De'Aaron Fox (12 Punkte, 10 Rebounds, 5 Assists), Stephon Castle (13 Punkte) und Vassell selbst.
Auf Seiten der Thunder blieb Shai Gilgeous-Alexander mit 19 Punkten der beste Werfer, konnte dem Spiel aber nie seinen Stempel aufdrücken. "Sie haben uns früh den Rhythmus genommen", gestand der Guard nach der Partie.
Wembanyama liefert Rückenwind
Bereits zur Halbzeit hatte San Antonio die Gäste bei nur 38 Punkten gehalten - ein selten schwacher Wert für Oklahoma City. Die Statistiken sprechen klar gegen die Thunder: In den letzten Jahren gewannen sie nur zwei von elf Spielen, wenn sie in einer Halbzeit unter 40 Punkte bleiben.
Mit dem Erfolg vermeiden die Spurs einen 1:3-Rückstand und reisen nun mit neuem Selbstvertrauen zu Spiel 5 nach Oklahoma City. Spiel 6 findet anschließend wieder in San Antonio statt.
Die Serie ist damit wieder völlig offen - und Wembanyama hat eindrucksvoll gezeigt, dass er bereit ist, sie zu prägen.
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