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Chiefs holen Justin Tucker: NFL-Rückkehr sorgt für heftige Kritik

Die Kansas City Chiefs haben den wegen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens gesperrten Justin Tucker verpflichtet. Die Rückkehr des langjährigen Ravens-Kickers sorgt in den sozialen Netzwerken für massive Kritik.

Die Verpflichtung der Kansas City Chief von Justin Tucker sorgt für viel Kritik.
Image: Die Verpflichtung der Kansas City Chief von Justin Tucker sorgt für viel Kritik.  © Imago

Tucker saß zuletzt eine Zehn-Spiele-Sperre der NFL ab. Nun nimmt ihn Kansas City in den Trainingskader auf, obwohl die Vorwürfe gegen den 36-Jährigen weiterhin für Diskussionen sorgen.

Die Kansas City Chiefs haben den langjährigen NFL-Star Justin Tucker in ihren Trainingskader aufgenommen. Der ehemalige Kicker der Baltimore Ravens war zuletzt vereinslos, nachdem die NFL ihn wegen eines Verstoßes gegen die Personal-Conduct-Policy für zehn Spiele gesperrt hatte.

Gegen Tucker hatten 16 Massagetherapeutinnen schwere Vorwürfe erhoben. Die mutmaßlichen Vorfälle sollen sich zwischen 2012 und 2016 ereignet haben. Tucker weist sämtliche Anschuldigungen entschieden zurück. Strafrechtliche Anklagen oder Zivilklagen gibt es bislang nicht.

Nach 13 Jahren trennten sich die Baltimore Ravens im Mai 2025 von ihrem langjährigen Leistungsträger. Die Sperre verbüßte Tucker anschließend als Free Agent.

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Andy Reid verteidigt die Entscheidung

Chiefs-Headcoach Andy Reid machte deutlich, dass sich die Franchise intensiv mit dem Fall beschäftigt habe. "Er hat seine Sperre abgesessen und sich um diese Angelegenheit gekümmert, dabei werde ich es belassen." Reid erklärte zudem, man habe vor der Verpflichtung umfassende Nachforschungen angestellt.

Sportlich dürfte Tucker zunächst als Absicherung für Harrison Butker dienen. Der Chiefs-Kicker leistete sich in dieser Saison bereits mehrere Fehlversuche und steht unter Druck. Reid betonte allerdings, dass Butker vorerst die Nummer eins bleibe.

Heftiger Gegenwind in den sozialen Netzwerken

Die Verpflichtung stößt bei vielen NFL-Fans auf großes Unverständnis. In sozialen Netzwerken kritisierten zahlreiche Nutzer die Entscheidung der Chiefs scharf.

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Viele Kommentare richteten sich weniger gegen die rechtliche Bewertung des Falls als gegen das Signal, das die Franchise mit der Verpflichtung sende. Nutzer warfen den Chiefs vor, sportliche Interessen über moralische Aspekte zu stellen. Andere hinterfragten, warum einem Spieler mit einer derart kontroversen Vorgeschichte erneut eine Chance gegeben werde.

"Respektlos gegenüber den Betroffenen"

Insbesondere die Tatsache, dass die Vorwürfe von insgesamt 16 Frauen stammen, wurde in zahlreichen Beiträgen hervorgehoben. Kritiker bezeichneten die Verpflichtung als "enttäuschend", "respektlos gegenüber Betroffenen" und als vermeidbaren Imageschaden für die Organisation.

Unabhängig von den Kontroversen gehört Tucker zu den erfolgreichsten Kickern der NFL-Historie. Der mehrfache All-Pro gewann mit den Ravens den Super Bowl und galt über Jahre als Maßstab auf seiner Position. Nach seinem Karriereknick 2024 und der anschließenden Sperre erhält der 36-Jährige nun die Chance auf ein NFL-Comeback bei einem der erfolgreichsten Teams der vergangenen Jahre.

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