Falcons-Logo sorgt für Nazi-Vergleiche: NFL-Team nach Social-Media-Post in der Kritik
Die Atlanta Falcons haben mit einem neuen Social-Media-Logo unbeabsichtigt eine Kontroverse ausgelöst. Zahlreiche Nutzer verglichen das Design wegen seiner Farbgestaltung und Symbolik mit Darstellungen aus der NS-Zeit.
23.10.2026 | 11:05 Uhr
Das NFL-Team wollte eigentlich für ein Spiel in Retrotrikots werben. Stattdessen entwickelte sich das neue Profilbild in den sozialen Netzwerken zum Diskussionsthema.
Eigentlich sollte das neue Profilbild der Atlanta Falcons die Vorfreude auf das anstehende NFL-Spiel gegen die San Francisco 49ers steigern. Stattdessen sorgte die Grafik für massive Kritik in den sozialen Netzwerken.
Grund dafür war die Gestaltung des Logos. Das Motiv zeigte einen schwarzen Falken im Zentrum vor einem länglichen schwarzen Balken. Flankiert wurde dieser von weißen, goldenen und roten Farbstreifen. Viele Nutzer fühlten sich dadurch an historische Darstellungen aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnert. In den Kommentaren kursierten zahlreiche Vergleiche mit NS-Symbolik. Besonders häufig fiel der Spitzname "Bird Reich".
Social Media reagiert mit Spott und Kritik
Die Debatte verbreitete sich rasant. Nutzer veröffentlichten zahlreiche Memes und bearbeitete Bilder rund um das neue Design. Einige Kommentare spielten auf militärische Begriffe wie "Blitzkrieg" an. Andere Nutzer posteten KI-generierte Bilder oder Fotomontagen mit Bezug zur deutschen NS-Vergangenheit.
Der ursprüngliche Beitrag entwickelte sich dadurch zu einem viralen Thema. Bis Freitagmorgen wurde der Post mehr als 36 Millionen Mal aufgerufen. Die Falcons äußerten sich auf Anfrage von NBC nicht öffentlich zu den Vorwürfen.
Sportlogo-Historiker Chris Creamer hält eine bewusste Anlehnung an nationalsozialistische Symbolik für äußerst unwahrscheinlich. "Es war absolut keine böse Absicht, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Atlanta Falcons so etwas tun würden", sagte der Experte.
Unabhängig davon reagierte das Team auf die Kritik. Das umstrittene Profilbild wurde inzwischen wieder ausgetauscht.
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