Arrivederci Italien! Ganz große Oper & bunte Party zum Olympia-Abschluss

Arrivederci Italien, au revoir 2030 in Frankreich.

So lief die Olympia-Abschlussfeier.
Image: Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind feierlich zu Ende gegangen.  © DPA pa

Nach dem Spektakel auf Schnee und Eis haben sich die Athletinnen und Athleten bei der Schlussfeier in der fast 2000 Jahre alten Arena in Verona von den Olympischen Winterspielen verabschiedet.

IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hat die Olympischen Winterspielen in Italien für beendet erklärt. Es seien "wahrhaft, wahrhaft magische" Spiele gewesen, sagte die Chefin des Internationalen Olympischen Komitees bei der Zeremonie in der historischen Arena von Verona. Die Schwimm-Olympiasiegerin lobte die italienischen Gastgeber: "Ihr habt Winterspiele der neuen Art veranstaltet und einen neuen Standard für die Zukunft gesetzt."

Coventry richtete ein Versprechen an die Sportlerinnen und Sportler: "Die Olympischen Spiele werden weiterhin ein Ort sein, an dem die Athleten die Welt durch den Sport inspirieren können: frei, sicher und stolz."

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  1. Die Olympischen Winterspielen wurden offiziell beendet.
    Image: Die Olympischen Winterspiele sind offiziell beendet worden. © DPA pa
  2. Die Abschlussfeiern hat in der historischen Arena von Verona begonnen.
    Image: Die Abschlussfeier fand in der historischen Arena von Verona statt. © DPA pa
  3. Die Bilder sind spektakulär.
    Image: Die Zeremonie begann mit einer Ode an die italienische Oper. © DPA pa
  4. Tobias Wendl und Tobias Arlt sind die Fahnenträger von Deutschland.
    Image: Tobias Wendl und Tobias Arlt waren die Fahnenträger für Deutschland. © DPA pa
  5. Feuerwerk hat es ebenfalls gegeben.
    Image: Feuerwerk hat es ebenfalls gegeben. © DPA pa
  6. Eine große Feier zum Abschluss.
    Image: Viele Athletinnen und Athleten nahmen an der großen Feier teil. © DPA pa
  7. Team D gewann insgesamt 26 Medaillen - acht Mal Gold, zehnmal Silber, achtmal Bronze.
    Image: Team D hat insgesamt 26 Medaillen gewonnen - achtmal Gold, zehnmal Silber und achtmal Bronze. © DPA pa
  8. Olympia
    Image: Am erfolgreichsten: Norwegen mit 41 Medaillen - 18 davon Gold! © DPA pa
  9. Der Präsident des Organisationskomitees Giovanni Malago und IOC-Präsidentin Kirsty Coventry äußern sich zum Ende der Winterspiele.
    Image: Der Präsident des Organisationskomitees, Giovanni Malago, und IOC-Präsidentin Kirsty Coventry äußern sich zum Ende der Winterspiele - und beenden diese. © DPA pa
  10. Die nächsten Olympischen Winterspiele finden 2030 in Frankreich statt.
    Image: Die nächsten Olympischen Winterspiele finden 2030 in Frankreich statt. © DPA pa

Bei der Parade der Nationen liefen die Rennrodler und Goldmedaillen-Gewinner Tobias Wendl und Tobias Arlt als deutsche Fahnenträger in das Amphitheater ein. Die Doppelsitzer-Athleten hielten die Stange der Fahne gemeinsam und harmonierten auch bei dieser Aufgabe als Duo prächtig.

Die nächsten Winterspiele sind in vier Jahren in den französischen Alpen. Zuvor finden 2028 die Sommerspiele in Los Angeles statt.

Arena von Verona ist fast 2000 Jahre alt

Erstmals ging die Schlussfeier an einem Ort über die Bühne, wo es überhaupt keine Wettbewerbe gegeben hatte: weder bei den offiziellen Gastgebern in Mailand und Cortina d'Ampezzo noch in einem anderen der Austragungsorte, sondern in der Arena von Verona. Das fast 2000 Jahre alte Amphitheater ist durch große Opern-Aufführungen im Sommer bekannt.

Entsprechend begann die Schlussfeier auch mit einer Ode an die italienische Oper. Ein Einspielfilm mit dem Titel "A Night at the Opera" ("Eine Nacht in der Oper") zeigte berühmte Figuren aus Opern wie Giuseppe Verdis "Aida" und "Rigoletto", die dann plötzlich auf der Bühne standen. Die Show vor mehr als 8000 Zuschauern wurde in viele Länder live übertragen.

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Viel Applaus für Gastgeber Italien

Obwohl die Wettbewerbe auf so viele Orte verteilt waren wie noch nie, gab es für Italien international viel Applaus. Auch die neue Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Kirsty Coventry, fand für den Gastgeber bereits kurz vor der Schlussfeier lobende Worte.

"Ich glaube nicht, dass man diese Spiele verlassen kann, ohne von dem, was wir bei den Wettkämpfen gesehen haben, inspiriert zu sein", sagte Coventry. "Ich habe die vergangenen Tage oben in den Bergen im Schnee verbracht und es hat sich wie echte Olympische Winterspiele angefühlt." Nach Angaben der Veranstalter wurden insgesamt 1,3 Millionen Eintrittskarten verkauft, etwa 150.000 seien ungenutzt geblieben.

In Italien selbst ist die Zufriedenheit auch deshalb groß, weil das "Team Italia" 30 Medaillen gewann, so viele wie bei Winterspielen noch nie - darunter zehnmal Gold. Für Deutschland gab es 26 Medaillen und damit eine weniger als noch vor vier Jahren in Peking. Golden waren acht davon. Ohne die Erfolge im Eiskanal (Rodel, Bob, Skeleton) hätte es schlecht ausgesehen.

Nur noch kleines deutsches Team bei Schlussfeier

So waren die beiden Rodler Arlt und Wendl bei der Schlussfeier in Verona auch besonders als Fahnenträger geeignet. Das Duo holte bei seinen letzten Olympischen Spielen Bronze im Doppelsitzer sowie Gold in der Team-Staffel. Damit sind die beiden 38-Jährigen die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken. Insgesamt kommen sie auf sieben Gold- und eine Bronzemedaille.

ZUM DURCHKLICKEN: Alle deutschen Medaillen bei Olympia 2026

  1. Daniela Maier gewinnt eine Medaille im Skicross.
    Image: GOLD: Daniela Maier (Skicross) © Imago
  2. Johannes Lochner gewinnt in seinem letzten Karriererennen Gold im Viererbob.
    Image: GOLD: Johannes Lochner, Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer (Bob, Viererbob).  © Imago
  3. Der Rodel-Weltmeister Max Langenhan holt den ersten deutschen Olympiasieg bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo.
    Image: GOLD: Max Langenhan (Rodeln, Einsitzer) © DPA pa
  4. Raimund
    Image: GOLD: Philipp Raimund (Skispringen, Normalschanze) © Imago
  5. Julia Taubitz holt Gold im Rodeln.
    Image: GOLD: Julia Taubitz (Rodeln, Einsitzer) © Imago
  6. Julia Taubitz, Tobias Wendl, Tobias Arlt, Max Langenhan, Dajana Eitberger & Magdalena Matschina (l. nach r.) bejubeln Gold in der Staffel.
    Image: GOLD: Julia Taubitz, Tobias Wendl, Tobias Arlt, Max Langenhan, Dajana Eitberger & Magdalena Matschina (v.l.n.r.) (Rodeln, Teamstaffel) © DPA pa
  7. Johannes Lochner und Georg Fleischhauer gewinnen Golf im Zweierbob.
    Image: GOLD: Johannes Lochner und Georg Fleischhauer (Bob, Zweierbob) © Imago
  8. Gold: Laura Nolte, Deborah Levi (Zweierbob).
    Image: GOLD: Laura Nolte, Deborah Levi (Bob, Zweierbob). © Imago
  9. Die Deutsche Emma Aicher jubelt im Zielraum.
    Image: SILBER: Emma Aicher (Ski Alpin, Abfahrt) © DPA pa
  10. Silber: Francesco Friedrich. Alexander Schüller, Matthias Sommer und Felix Straub (Viererbob)
    Image: SILBER: Francesco Friedrich. Alexander Schüller, Matthias Sommer und Felix Straub (Bob, Viererbob) © Imago
  11. Emma Aicher (l.) und Kira Weidle-Winkelmann holen Silber in der Kombination.
    Image: SILBER: Emma Aicher (l.) und Kira Weidle-Winkelmann (Ski Alpin, Team-Kombination) © Imago
  12. Dajana Eitberger (l.) und Magdalena Matschina präsentieren stolz ihre Silbermedaillen.
    Image: SILBER: Dajana Eitberger (l.) und Magdalena Matschina (Rodeln, Doppelsitzer) © Imago
  13. Axel Jungk holt im Skeleton die nächste Medaille für Deutschland.
    Image: SILBER: Axel Jungk (Skeleton, Einzel)  © Imago
  14. Skeleton-Pilotin Susanne Kreher sicherte sich die x-Medaille
    Image: SILBER: Susanne Kreher (Skeleton, Einzel) © DPA pa
  15. Die Skeletonis Susanne Kreher (l.) und Axel Jungk (r.) gewinnen im Mixed-Team-Wettbewerb die Silbermedaille.
    Image: SILBER: Susanne Kreher (l.) und Axel Jungk (r.) (Skeleton, Team-Mixed-Staffel) © DPA pa
  16. Laura Nolte
    Image: SILBER: Laura Nolte (Bob, Monobob) © DPA pa
  17. Francesco Friedrich könnten alle Wettkampfergebnisse gestrichen werden.
    Image: SILBER: Francesco Friedrich (im Bild) & Anschieber Alexander Schüller (Bob, Zweierbob) © Imago
  18. Silber: Lisa Buckwitz, Neele Schuten.
    Image: SILBER: Lisa Buckwitz, Neele Schuten (Bob, Zweierbob) © Imago
  19. Justus Strelow gelingt in der Staffel ein fehlerfreies Schießen.
    Image: BRONZE: Justus Strelow (im Bild), Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß (Biathlon, 4x6km-Mixed-Staffel). © Imago
  20. Tobias Wendl (l.) und Tobias Arlt jubeln bei der Siegerehrung mit der Bronzemedaille.
    Image: BRONZE: Tobias Wendl (l.) und Tobias Arlt (Rodeln, Doppelsitzer) © DPA pa
  21. Christopher Grotheer holt im Skeleton die nächste Medaille für Deutschland.
    Image: BRONZE: Christopher Grotheer (Skeleton, Einzel) © DPA pa
  22. Laura Gimmler (r.) und Coletta Rydzek holen Bronze.
    Image: BRONZE: Laura Gimmler (r.) und Coletta Rydzek (Skilanglauf, Teamsprint Freistil) © DPA pa
  23. Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin
    Image: BRONZE: Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin (Eiskunstlauf, Paarlauf) © DPA pa
  24. BRONZE: Adam Ammour und Anschieber Alexander Schaller (Bob, Zweierbob)
    Image: BRONZE: Adam Ammour und Anschieber Alexander Schaller (Bob, Zweierbob) © DPA pa
  25. BRONZE: Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer (Skeleton, Team-Staffel)
    Image: BRONZE: Christopher Grotheer und Jacqueline Pfeifer (Skeleton, Team-Staffel) © DPA pa
  26. BRONZE: Jacqueline Pfeifer (Skeleton, Einzel)
    Image: BRONZE: Jacqueline Pfeifer (Skeleton, Einzel) © DPA pa

Neben dem Duo waren aus dem deutschen Team, das mit dem Rekordaufgebot von 185 Athletinnen und Athleten bei Olympia angetreten war, nur noch knapp 20 dabei, die allermeisten sind längst schon abgereist. Die verbliebenen Athleten zeigten aber vollen Einsatz: Das Eiskunstlauf-Duo Annika Hocke und Robert Kunkel führte gar eine Hebefigur auf.

Neuer Schwung durch deutsche Olympia-Bewerbung?

Manche hoffen nun darauf, dass eine mögliche deutsche Bewerbung für die Sommerspiele 2036 oder 2040 neuen Schwung bringt. Dabei könnte es passieren, dass Deutschland in Konkurrenz zum jetzt so zufriedenen Gastgeber Italien gerät: Dort wird intensiv erwogen, mit der Hauptstadt Rom ins Rennen zu gehen, die 1960 schon einmal Austragungsort war.

Mit dem Ende der Winterspiele erlischt dann auch die olympische Flamme. Für die Spiele hatte es nicht nur Applaus gegeben. Am Sonntag demonstrierten mehrere Hundert Menschen in Verona gegen die Spiele. Kritik richtet sich unter anderem dagegen, dass trotz anderslautender Pläne Sportstätten wie der Eiskanal in Cortina völlig neu gebaut oder enorm ausgebaut wurden wie das Biathlon-Stadion in Antholz in Südtirol. Die Veranstalter hatten ursprünglich versprochen, für die "nachhaltigsten Spiele aller Zeiten" zu sorgen. Ob dies gelang, wird man erst später wissen.

dpa

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