Florian Lipowitz muss nach Sturz bei der Tour de France aufgeben
Der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz hat bei der Tour de France nach einem heftigen Sturz aufgegeben.
21.07.2026 | 21:34 Uhr
Der Vorjahresdritte kam während des Einzelzeitfahrens der 16. Etappe in Thonon-les-Bains zu Fall und rauschte bei hoher Geschwindigkeit in eine Absperrung.
Lipowitz hatte vor der Etappe auf Gesamtrang fünf gelegen. Er hat sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Das bestätigte das Radsport-Team Red Bull. Neben der Verletzung an der rechten Schulter erlitt der 25-Jährige mehrere Schürfwunden. Lipowitz wurde im Anschluss an die 16. Etappe ins Krankenhaus gebracht.
"Super schade, dass er nicht weitermachen kann. Wir werden ihn nicht nur im Kampf um das Podium vermissen, wir werden ihn als Menschen vermissen", sagte Teamchef Ralph Denk vor dem Teamhotel.
Das Einzelzeitfahren gewann der belgische Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel gewonnen. Der Zeitfahr-Weltmeister aus dem deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe feierte seinen zweiten Tour-Etappensieg nacheinander und seinen insgesamt vierten bei der Frankreich-Rundfahrt. Evenepoel siegte nach 26,1 km in Thonon-les-Bains am Genfer See vor Spitzenreiter Tadej Pogacar (UAE Emirates-XRG) und Mattias Skjelmose (Dänemark/Lidl-Trek).
Evenepoel wünscht Gute Besserung
"Das ist ein großes Unglück. Es ist ein bittersüßer Sieg", sagte Evenepoel im Sieger-Interview über den schweren Sturz von Lipowitz: "Ich wünsche ihm das Allerbeste." Der Sportliche Leiter Patxi Vila sprach von einem "seltsamen Gefühl. Wir sind glücklich und traurig. Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund zurückkommt." Auch Pogacar schickte Genesungswünsche: "Ich bin an derselben Stelle auch fast gestürzt. Ich hoffe, dass Lipo okay ist."
Pogacar verteidigt Gelb
Pogacar verteidigte derweil das Gelbe Trikot erfolgreich. Vor der entscheidenden Phase der Tour bleibt sein Vorsprung auf Evenepoel in der Gesamtwertung deutlich.
Am Mittwoch steht die letzte weniger spektakuläre Etappe vor dem großen Alpen-Showdown an. Die 174,7 km von Chambéry nach Voiron sind hügelig, aber ohne ganz große Schwierigkeiten. Kletterfeste Sprinter und Ausreißer werden sich Hoffnungen auf einen Tagessieg machen.
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