Tour de France: Warren Barguil gewinnt zweite Pyrenäen-Etappe

Froome-Angriffe verpuffen - Aru bleibt in Gelb

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Froomes Angriff verpufft - Aru bleit in Gelb

Der Franzose Warren Barguil hat die zweite Pyrenäen-Etappe der 104. Tour de France gewonnen.

Der 25-Jährige vom Team Sunweb siegte nach 101 km zwischen Saint-Girons und Foix. Im Kampf um den Gesamtsieg verteidigte Fabio Aru (Italien/Astana) das Gelbe Trikot des Gesamtführenden erfolgreich.

Froome bleibt Zweiter der Gesamtwertung

Christopher Froome vom Team Sky setzte sich trotz mehrfacher Versuche nicht von seinen Rivalen um den italienischen Spitzenreiter Aru ab und bleibt mit sechs Sekunden Rückstand Zweiter der Gesamtwertung. Froome erreichte das Ziel vor dem zeitgleichen Aru auf dem achten Platz.

Auch die Verfolger Romain Bardet (Frankreich/AG2R/+0:25) und Rigoberto Uran (Kolumbien/Cannondale-Drapac/+0:35) schüttelte Froome auf der 13. Etappe nicht ab.

Landa mischt oben mit

Dass Sky-Teamkollege Mikel Landa (Spanien) als Tagesvierter im Klassement zum Spitzenquartett aufschloss, wird in den kommenden Tagen für zusätzliche Brisanz sorgen. Landas Rückstand auf Aru beträgt nur noch 1:09 Minuten - die Ausgangslage verspricht Hochspannung für die Alpenetappen in der kommenden Woche.

Landa kam in einer vierköpfigen Fluchtgruppe ins Ziel, aus der sich Warren Barguil im Bergtrikot den Tagessieg sicherte. Der 25-Jährige bescherte den Franzosen am Nationalfeiertag den ersten Tageserfolg seit zwölf Jahren und seinem deutschen Team Sunweb den Premierensieg bei der Tour 2017.

Hektische Anfangsphase

In der erwartet hektischen Anfangsphase scheiterten zunächst alle Ausreißversuche. Zwar setzten sich vereinzelt Fahrer ab, aufgrund des hohen Tempos im zunehmend kleiner werdenden Hauptfeld endeten die diversen Fluchten jedoch jäh.

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An der Spitze des Col de Latrape, des ersten von drei Anstiegen der 1. Kategorie, lancierte Ex-Tour-Sieger Alberto Contador mit Landa einen Angriff - diesmal mit Erfolg. Kurz darauf brachte auch Nairo Quintana, wie Contador am Donnerstag einer der großen Verlierer, in einer zweiten Gruppe eine Lücke zwischen sich und die Favoriten. In dieser hielt sich bis zur Mur de Péguère auch das deutsche Kletter-Talent Emanuel Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) auf.

Froome scheitert mit Attacken

Am letzten Berg vor der 27 km langen Abfahrt ins Ziel ging Froome in die Offensive. Zweimal attackierte der dreimalige Tour-Champion im Anstieg, in der Abfahrt versuchte er es wie auch die Rivalen erneut - vergeblich. An der Spitze rehabilitierten sich derweil Quintana und Contador für die Schmach des Vortages. Zumindest Quintanas Chancen auf einen Podestplatz stiegen.

Das Spitzenquartett Aru, Froome, Bardet und Uran war bereits vor dem Start enger zusammengerückt. Der Weltverband UCI nahm am Freitagmorgen die am Vortag ausgesprochene 20-Sekunden-Zeitstrafe gegen Uran zurück, sein Rückstand bei Etappenstart betrug wie im Ziel 35 Sekunden.

Der fünffache Etappensieger Marcel Kittel sammelte auf dem Weg nach Foix im Zwischensprint kurz nach dem Start weitere Punkte für das Grüne Trikot. Anschließend kämpfte er mit den anderen Sprintern im Grupetto um das Erreichen der Karenzzeit. (sid)