Alexander Zverev scheitert an Lorenzo Musetti beim ATP-Masters in Paris
Alexander Zverev hat sein erstes Spiel als offizielle Nummer eins der Tennis-Welt verloren. Der Hamburger unterlag beim ATP-Masters in Paris Lorenzo Musetti mit 6:7 (5:7), 2:6 und verpasste überraschend das Achtelfinale.
04.11.2026 | 15:35 Uhr
Dabei verspielte Zverev im Tiebreak des ersten Satzes eine 5:2-Führung. Der Italiener nutzte die Schwächephase des Deutschen konsequent und sorgte für einen historischen Erfolg.
Der Start in die neue Rolle als Weltranglistenerster ist Alexander Zverev misslungen. Beim ATP-Masters in Paris musste sich der 29-Jährige in der zweiten Runde Lorenzo Musetti geschlagen geben. Besonders bitter: Im Tiebreak des ersten Satzes sah Zverev bereits wie der sichere Sieger aus.
Der Hamburger führte mit 5:2, ehe Musetti das Risiko erhöhte und das Match kippte. Der Italiener variierte sein Spiel geschickt, streute immer wieder Rückhand-Slices ein und nahm Zverev so das gewohnte Tempo. Fünf Punkte in Serie später hatte Musetti den ersten Satz noch gewonnen.
Musetti nutzt Zverevs Energieverlust
Der verlorene Tiebreak hinterließ beim Deutschen sichtbar Spuren. Im zweiten Satz kassierte Zverev früh das Break zum 1:2 und lief von diesem Moment an hinterher. Während Musetti immer sicherer wurde, fehlte beim neuen Weltranglistenersten die Energie für eine Aufholjagd.
Zverev wirkte zunehmend frustriert, ließ mehrfach die Schultern hängen und fand keinen Weg zurück in die Partie. Musetti nutzte die Situation konsequent aus und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Für Musetti war der Erfolg gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert.
Der Italiener hat nun vier der vergangenen fünf Duelle gegen Zverev gewonnen und scheint dem Deutschen weiterhin besonders gut zu liegen. Zudem schrieb er Tennis-Geschichte. Musetti ist erst der fünfte Spieler überhaupt, der einen Gegner in dessen erstem Match als Weltranglistenersten besiegen konnte.
Zverev bleibt trotzdem die Nummer eins
An Zverevs historischer Saison ändert die Niederlage nichts. Der Hamburger hatte am Montag offiziell die Führung der ATP-Weltrangliste übernommen. Möglich wurde das durch die langwierige Verletzungspause von Jannik Sinner, der seine Saison wegen Knieproblemen vorzeitig beenden musste.
Zverev wird die Saison unabhängig vom Ergebnis in Paris als Nummer eins der Welt abschließen. Durch das frühe Ausscheiden erhält Zverev nun unerwartet zusätzliche Regenerationszeit. Das nächste große Ziel sind die ATP Finals vom 15. bis 22. November. Anschließend reist der US-Open-Sieger direkt zur Davis-Cup-Endrunde nach Bologna.
Dort trifft Deutschland am 26. November zunächst auf Großbritannien. Im möglichen Halbfinale würde der Sieger der Begegnung zwischen Spanien und Österreich warten.
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.