Alexander Zverev trifft bei den ATP Finals auf Jannik Sinner
Voller Selbstvertrauen trifft Alexander Zverev bei den ATP Finals auf Jannik Sinner. Gelingt die Überraschung gegen den besten Hallen-Spieler der Welt?
12.11.2025 | 13:32 Uhr
Alexander Zverev schlurfte artig lächelnd durch das Fan-Spalier in Turin, dann betrat mit der für ihn nicht untypischen Unpünktlichkeit den Trainingsplatz.
25 Minuten zu spät, aber auffällig entspannt machte sich der Tennisstar an die Arbeit. Vor dem Duell mit Jannik Sinner am Mittwochabend (ab 20:10 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Tennis) strahlte Zverev viel von seinem wiedergewonnenen Selbstvertrauen aus.
Zverev glaubt an Überraschung
Dabei macht er sich keine Illusionen. "Ich erwarte ein sehr schweres Match, weil er der beste Spieler der Welt ist auf diesem Belag - gar keine Frage", sagte der 28-Jährige. Die Favoritenrolle ist vor Zverevs zweitem Match in der Gruppenphase der ATP Finals klar vergeben - und doch glaubt Zverev an die Überraschung.
"Wenn ich zu 100 Prozent fit bin", sagte Zverev, "dann kann ich eine Chance haben". Seine Hoffnung ist nicht unbegründet: Beim Auftaktsieg über Ben Shelton hinterließ er einen starken Eindruck, wirkte körperlich fit und schlug überragend auf. Er fühle sich "sehr gut" und bereit für die kommenden Aufgaben, sagte Zverev, der das Turnier 2018 und 2021 bereits gewonnen hat, hinterher.
Letzten beiden Duelle gewann Sinner
Mit Sinner hat es Zverev zuletzt gleich zweimal erfolglos aufgenommen - nun wartet das dritte Duell zwischen dem Weltranglistendritten aus Hamburg und dem Wimbledonsieger binnen zweieinhalb Wochen. Sinner ließ in der jüngeren Vergangenheit aber nicht nur Zverev keine Chance - in der Halle ist er seit 27 Partien unbesiegt.
Ein enges Duell erwartet der Südtiroler trotzdem. "Das nächste Spiel wird sicherlich sehr schwierig, Sascha schlägt brutal gut auf im Moment. Er hat gegen Ben auch sehr, sehr gut gespielt", lobte Sinner, der sich bei seinem Auftakt am Montag gewohnt abgezockt präsentiert hatte. Félix Auger-Aliassime konnte beim 5:7, 1:6 nur den Großteil des ersten Satzes lang mithalten.
Zverev trifft am Freitag auf Auger-Aliassime
Der Kanadier ist am Freitag Zverevs Gegner im möglicherweise entscheidenden letzten Gruppenspiel. Zuvor bietet sich Zverev die Chance auf ein seltenes Highlight in einer von Verletzungen und Formproblemen geprägten Saison - in der die eigenen Ansprüche trotzdem immer hoch geblieben waren. Er wisse, "dass es heutzutage alle sehr komisch finden, wenn ich auch mal gegen gute Spieler gewinnen kann", sagte Zverev nach seinem Sieg über Shelton etwas patzig: "aber für mich möchte ich das immer noch als Normalität sehen."
Ein Sieg gegen Sinner aber wäre dann doch ein bisschen mehr als "normal", obwohl Zverev von insgesamt neun Duellen mit dem Südtiroler vier gewonnen hat. Die jüngsten vier Partien nämlich entschied Sinner allesamt für sich. Zuletzt hatte Zverev ihn im Finale von Wien gefordert und nur knapp verloren, kurz darauf geriet er mit Knöchelproblemen im Halbfinale von Paris beim 0:6, 1:6 gehörig unter die Räder.
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