Alexander Zverev über French-Open-Sieg und den Druck nach Sinners Aus
Alexander Zverev wirkte auf seinem Weg zu seinem ersten Grand-Slam-Titel immer cool und gelassen. Nach dem Titelgewinn bei den French Open zeigt sich der Deutsche im Interview bei Sky Sport aber nahbar ehrlich und sagt: Das war alles Fake!
11.06.2026 | 13:39 Uhr
Der große Fußball-Fan spricht auch über die Transfergerüchte um Bayern-Star Michael Olise und die Chancen der deutschen Mannschaft bei der WM.
Alexander Zverev bei Sky Sport über…
… seinen Umgang mit dem Druck bei den French Open:
"Ich habe das gefaked bis zum Gehtnichtmehr. Jetzt kann ich auch ehrlich sein. Ich habe mich selbst angelogen. Für meinen eigenen guten Zweck. Als Sinner verloren hat, habe ich die Nacht überhaupt nicht geschlafen. Ich habe am nächsten Tag zum Glück erst abends gespielt gegen Quentin Halys und konnte den ganzen Tag noch schlafen. Was passiert aber tagsüber? Djokovic verliert. Das schlechteste Match, das ich bei den French Open gespielt habe, war definitiv das gegen Quentin Halys. Ich war nicht frei, habe nicht gut gespielt und nicht gut aufgeschlagen. […] Es war die stressigste Woche, die ich in meinem Leben je hatte, da bin ich ehrlich. Auf einmal bin ich haushoher Favorit bei diesem Turnier, was ich noch nie bei einem Grand Slam war. Ich wusste, dass wenn ich gutes Tennis zeigen kann, dass ich das Turnier wirklich gewinnen kann und gewinnen muss. Ich habe das unglaublich gemanagt bis zum Finale. Im Finale war ich sehr nervös, im Finale war ich angespannt, aber auch dort habe ich in den wichtigen Momenten dann mein bestes Tennis gezeigt. Im fünften Satz fand ich, dass ich den besten Satz des Matches gespielt habe."
… die mentale Blockade:
"Ich muss zu einem anderen Turnier kommen, um zu sagen, wie das Gefühl ist. […] Ich glaube aber schon, dass es im Kopf so sein wird, weil auch wenn ich jetzt ein Grand-Slam-Finale gegen Sinner oder Alcaraz spiele und es läuft nicht für mich, dann weiß ich, dass ich schon eins gewonnen habe. Das kann mir niemand mehr wegnehmen."
… die Kritik an seinem Vater als Trainer:
"Ich hatte das ganze Jahr lang Rückenprobleme. Ich hatte ein Stoffwechselproblem und deswegen hatte ich immer neue Knochenödeme. Ich war nicht fit. Dann war auf einmal der Trainer schuld. Der Trainer hat damit nichts zu tun. Ich kann den besten Trainer der Welt haben, aber wenn ich nicht gesund bin, bin ich nicht gesund. Für mich sind mein Vater und die Mannschaft, die ich habe, mit die beste Mannschaft auf der Welt. Wir haben auf jedem Level gewonnen, haben jetzt einen Grand Slam geholt. Auf einmal ist niemand mehr der Meinung, dass ich einen neuen Trainer brauche. Verliere ich zwei Matches, brauche ich einen neuen Trainer, einen neuen Fitnesstrainer und einen neuen Manager. Dann brauche ich eine neue Freundin und wahrscheinlich einen neuen Hund. Wenn ich ein Turnier gewinne, sind wir alle Helden. Das ist so."
… die Transfergerüchte um Bayern-Star Michael Olise:
"Der geht nicht weg (aus München, Anm. d. Red.), das meine ich zu wissen aus seinem Umfeld. Und wenn nicht, dann hole ich ihn wieder ab aus Madrid."
… seine Erwartungen an die Fußball-WM:
"Ich glaube, dass entweder Spanien oder Portugal im Finale stehen werden. Deutschland gewinnt, ich meine nur, wer gegen uns im Finale spielt."
Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.