Jannik Sinner sagt Tennis-Turnier in Peking ab - Chance für Zverev auf die Nummer 1
Der Spitzenreiter wackelt: Wegen hartnäckiger Knieprobleme verpasst der Champion das Hartplatz-Event in Asien und büßt massiv Punkte ein. Für den deutschen US-Open-Gewinner öffnet sich damit das Tor zu einem historischen Meilenstein auf der ATP-Tour.
25.09.2026 | 14:19 Uhr
Der Kampf um die Führung in der Tennis-Welt spitzt sich zu. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Spitzenreiter Jannik Sinner eröffnet sich für Alexander Zverev die einmalige Gelegenheit, den Rückstand rasant zu verkürzen.
Die Jagd auf den Tennis-Thron ist eröffnet: Für Alexander Zverev rückt das große Karriereziel, die Position als Nummer 1 in der Welt zu übernehmen, in greifbare Nähe. Nach seinem Triumph bei den US Open trennen die deutsche Nummer eins aktuell noch 1810 Punkte vom Weltranglistenersten Jannik Sinner. Nun sorgt eine Zwangspause des Italieners für eine völlig veränderte Ausgangslage an der Spitze der ATP-Tour.
Sinner musste seinen Start beim anstehenden 500er-Event in Peking verletzungsbedingt absagen. Grund dafür sind anhaltende Kniebeschwerden, die einen Antritt unmöglich machen. "Es tut mir sehr leid bekanntzugeben, dass ich nicht in der Lage sein werde, in diesem Jahr in Peking zu spielen. Meinem Knie geht es nicht so gut, wie ich es gerne hätte, und ich bin noch nicht bereit für Wettkämpfe. Aber ich werde alles Mögliche tun, um so schnell wie es geht wieder auf dem Platz zu sein“, erklärte der Führende des Rankings zu seinem Ausfall.
Zverev als Topgesetzter in Peking gefordert
Der Rückzug des Südtirolers hat gravierende Folgen für das Ranking: Da Sinner in der chinesischen Hauptstadt als Vorjahressieger angetreten wäre, verliert er durch den Nichtantritt kampflos 500 Ranglistenpunkte. Zverev geht durch den Ausfall des Spitzenreiters beim ATP-500-Turnier in Peking nun als topgesetzter Spieler an den Start und hat die ideale Gelegenheit, den Abstand auf Sinner entscheidend zu verringern.
Zverev selbst gibt sich im Saisonendspurt hochmotiviert und fokussiert auf das Erreichen des Spitzenplatzes. "Ich werde für den Rest des Jahres konzentriert bleiben und alles dafür tun, die Resultate so zu zeigen, dass ich die Chance habe, Nummer eins zu sein“, betonte der Deutsche kämpferisch. Mit weiteren Erfolgen bei den anstehenden Turnieren könnte der Sprung an die Spitze der Herren-Konkurrenz tatsächlich bald Realität werden.
Auf den historischen Spuren von Boris Becker
Sollte Alexander Zverev der Sprung ganz nach oben gelingen, würde er deutsche Tennis-Geschichte schreiben. Vor ihm schaffte es in der Historie der ATP-Tour bislang nur ein einziger deutscher Mann an die Spitze des Rankings: Tennis-Legende Boris Becker stand in seiner erfolgreichen Laufbahn insgesamt zwölf Wochen auf Platz eins der Weltrangliste.
Dreifach-Wimbledonsieger Becker traut Zverev den Meilenstein uneingeschränkt zu. Für den TV-Experten ist es eine "Frage der Zeit, bis Zverev die Nummer eins wird“. Mit dem Turnier in Peking vor der Brust und dem Punkteabzug der Konkurrenz sind die Weichen für die historische Aufholjagd und das Thema Alexander Zverev Nummer 1 — Weltrangliste optimal gestellt.
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