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Kühnen Kompakt - die Sky Tennis-Kolumne von Patrik Kühnen     

Patrik Kühnen: "Acht Tage, 15 Endspiele!"

18.11.2020 | 15:24 Uhr

Patrik Kühnen analysiert in seiner Kolumne die spannendsten Themen aus der Tennis-Welt.
Image: Patrik Kühnen analysiert in seiner Kolumne die spannendsten Themen aus der Tennis-Welt. © Sky

Sky Experte Patrik Kühnen beleuchtet in seiner Kolumne die wichtigsten Themen aus der Tennis-Welt. Der ehemalige Davis-Cup-Kapitän und Turnierdirektor der BMW Open in München freut sich riesig auf den Showdown zum Saisonabschluss: Die ATP Finals. Zum vorerst letzten Mal in London. 

Patrik Kühnen ist sich sicher: "Jedes Match hat Final-Charakter" und liefert den Kühnen Kompakt Check für die beiden Gruppen im Einzel.

Live und exklusiv auf Sky: Die Nitto ATP Finals in London

Live und exklusiv auf Sky: Die Nitto ATP Finals in London

Ein besonderes Tennisjahr 2020 neigt sich dem Ende und auf die Tennis-Fans wartet das letzte große Highlight: Die Nitto ATP Finals in London - live und exklusiv auf Sky.

Die Gruppe Tokio 1970

Novak Djokovic: Fünf Mal hat der Serbe bereits die ATP Finals gewonnen. Er ist mit seiner Erfahrung und all seiner Klasse auch dieses Jahr wieder der Favorit. Nach den für ihn enttäuschenden Ergebnissen bei den US Open und bei den French Open kann ich mir gut vorstellen, dass der "Djoker" besonders heiß sein wird auf Titel Nummer 6. Auf einen Start in Paris-Bercy hat er bewusst verzichtet und tritt somit körperlich, wie auch mental ausgeruht und frisch in London an - und genau dies könnte am Ende den feinen Unterschied ausmachen.

Daniil Medvedev: Der Russe kommt mit dem Turniersieg von Paris-Bercy und somit mit viel Selbstvertrauen im Gepäck nach London. Medvedev ist für mich auf diesem Belag nur ganz schwer zu schlagen und gehört für mich zum engen Favoritenkreis.

Alexander Zverev: Die deutsche Nummer eins kommt in starker Form zu seinem Lieblings-Indoor-Turnier nach London. Unter seinem neuen Coach David Ferrer hat Zverev sich spielerisch, aber vor allem mental enorm weiterentwickelt. Gelingt es ihm auch in London, trotz der schweren Anschuldigungen von seiner Ex-Freundin, fokussiert zu bleiben, dann traue ich Zverev, wie bereits 2018, erneut den Titel zu.

Diego Schwartzman: Der Argentinier feiert in London seine Premiere bei den ATP Finals und ist der große Außenseiter in dieser Gruppe. Mit seiner Einstellung und besonders durch die Art und Weise, wie er sich zu den Finals gekämpft hat, ist ihm aber eine Überraschung durchaus zuzutrauen.

Mein Tipp: Die Finalisten von Paris Alexander Zverev und Daniil Medvedev lassen die Nummer eins Novak Djokovic hinter sich und ziehen ins Halbfinale ein.

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Die Gruppe London 2020

Rafael Nadal: Der Titel bei den ATP Finals ist der einzige große Titel, der Nadal noch in seiner Sammlung fehlt. Die Motivation beim Spanier ist daher sicherlich riesig. Seine Performance beim Turnier in Paris-Bercy war überschaubar. Nadal hatte Probleme mit dem schnellen Hallenboden und den flach abspringenden Bällen. Letztes Jahr erwischte Nadal bei den Finals einen Fehlstart und wurde in der ersten Partie von Zverev überfahren. Sollte er dieses Mal schneller seinen Rhythmus finden, dann ist ihm alles zuzutrauen. Das Power-Tennis seiner Kontrahenten Thiem, Tsitsipas und Rublev wird ihn aber vor große Probleme stellen.

Dominic Thiem: Die schmerzhafte Fußverletzung vom Heimturnier in Wien ist hoffentlich komplett ausgeheilt. Nur dann sehe ich eine Chance für ihn bei diesem starken Feld. Er muss er in der Lage sein, körperlich alles abzurufen. Im letzten Jahr spielte der "Dominator" ein herausragendes Turnier mit Siegen über Federer, Djokovic und Zverev. Im Finale verlor er nur ganz knapp gegen Tsitsipas. Für den US Open Champion wird es verdammt schwer, diese Leistung in diesem Jahr noch zu toppen.

Stefanos Tsitsipas: Der Titelverteidiger sucht noch die Form aus dem vergangenen Jahr. Tsitsipas kassierte zuletzt in Wien und in Paris-Bercy frühe Niederlagen, doch die Londoner O2-Arena und die Erinnerung an 2019 kann bei Tsitsipas enorme Kräfte freisetzen. Auch wenn er in den letzten Wochen unter seinen Erwartungen blieb, so habe ich den Griechen auch dieses Jahr wieder auf dem Zettel.

Andrey Rublev: Für mich ist er immer noch der Spieler der Stunde. Fünf Turniersiege in einem Jahr haben Rublev auch ein völlig neues Selbstvertrauen geschenkt. Der Russe wird bei seinem Finals-Debüt nur so vor Energie und Motivation strotzen. Rublev muss dabei nur aufpassen gegen diese starke Konkurrenz nicht zu überdrehen. Der Modus mit zwei Gewinnsätzen ist für ihn ein Vorteil.

Mein Tipp: Dominic Thiem und Andrey Rublev setzen sich durch und marschieren ins Halbfinale.

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