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Nadal und die French Open: Die ultimative Herausforderung

Spanier greift nach seinem zwölften Titel

Paul Häuser

11.06.2019 | 12:49 Uhr

Rafael Nadal greift bei den French Open nach seinem zwölften Titel.
Image: Rafael Nadal greift bei den French Open nach seinem zwölften Titel. © Getty

Rafael Nadal bei den French Open auf dem Centre Court, dem Court Philippe Chartier zu besiegen - das ist die ultimative Herausforderung, der Mount Everest im Tennis, die wohl größte Hürde, die es in dieser Sportart bislang je gegeben hat.

Zwei Spiele. Nur zwei Spiele hat Rafael Nadal bei den French Open in seiner Karriere bislang verloren. 2009 verlor Nadal sensationell gegen einen furios aufspielenden Robin Söderling aus Schweden in vier Sätzen in Runde drei. Es war kalt und feucht an diesem Tag, die Bälle flogen besonders langsam und nahmen Nadals Topspin kaum an.

Söderling schaffte es damals sogar ins Finale und unterlag dort Roger Federer. Für den Schweizer war dies der einzige Triumph in Roland Garros.

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1,78 Sätze pro Turnier abgegeben

2015 musste Nadal seine zweite Niederlage auf dem Court Philippe Chartrier einstecken. Gegen einen brillanten Novak Djokovic verlor er klar in drei Sätzen im Viertelfinale bei besten Bedingungen. Aber Nadal war damals auch weit weg von seiner Bestform. Ein Jahr später zog Nadal aufgrund von Handgelenksproblemen nach der zweiten Runde raus.

Nun spielt er seine 15. French Open, im Schnitt hat er in Roland Garros gerade einmal 1,78 Sätze pro Turnier abgegeben. Vor seinem zwölften Finale in Paris steht Nadal bei einer Matchbilanz von 92:2. Der "Stier aus Manacor" hat all seine elf Endspiele bei den French Open für sich entscheiden können. Nie zuvor hat ein Spieler ein Grand-Slam-Turnier derart dominiert.

Das macht Nadal so außergewöhnlich

Auf dem Weg zu "La Decima", seinem zehnten Titel in Roland Garros, gab Nadal vor zwei Jahren nur 35 Spiele im gesamten Turnier ab. Dieses Jahr ist es immerhin schon ein Satz. Dem Belgier David Goffin gelang dieses Kunststück in der dritten Runde. Was aber macht Nadal auf Sand und vor allem bei den French Open so außergewöhnlich?

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Auf Dominic Thiem wartet der Mount Everest. Der "Dominator" hat bereits gezeigt, dass er Nadal auf Sand schlagen kann. Thiem hat Nadal dieses Jahr in Barcelona, letztes Jahr in Madrid und vor zwei Jahren in Rom besiegt.

Aber diese drei Triumphe feierte der Österreicher allesamt im "Best-of-Three-Modus" und nicht in Paris auf dem Court Philippe Chartrier. Thiem gilt als der "Prince of Clay". Aber den "King of Clay" schubst man nicht einfach so von seinem Thron. Nadal muss in seinem Wohnzimmer auf dem Chartrier im Finale der French Open im Best-of-Five-Format niedergerungen werden.

Und das bleibt die mit Abstand größte Hürde im Tennis.

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