Sky Reporter Moritz Lang: 'Lose-lose-lose-Situation'

Nach Davis-Cup-Absagen

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Ein Kommentar von Sky Reporter Moritz Lang

Für Sky Reporter Moritz Lang gibt es auf allen Seiten nur Verlierer. Sportdirektor Klaus Eberhard hat Verständnis für Zverevs Absage und fordert eine Davis-Cup-Reform.

Sowohl Philipp Kohlschreiber, als auch die beiden Zverev-Brüder Alexander und Mischa haben für die Relegationsspiele gegen Portugal im Davis-Cup (15. bis 17. September) abgesagt. Sky Reporter Moritz Lang hat die Absagen der drei zurzeit stärksten deutschen Spieler kommentiert.

Für ihn ist es eine "lose-lose-lose-Situation". Erster Verlierer sind die deutschen Tennis-Fans, die die besten Spieler sehen wollen. Zweiter Verlierer ist die Mannschaft bzw. das deutsche Herrentennis. Er sieht das DTB-Team nach den Absagen in der Außenseiterrolle gegen Portugal. Zudem wiegt seiner Meinung nach ein Abstieg besonders schwer. Denn in diesem Fall wäre es noch schwerer, die großen Spieler für diesen Wettbewerb zu gewinnen.

"Davis Cup muss sich hinten anstellen"

Dritter Verlierer sind die drei Spieler selbst. Mischa Zverev und Kohlschreiber hätten seiner Meinung nach "einiges machen können für ihr Ansehen in Deutschland". Aber diese Absagen kann Lang verstehen. Sie hätten große Probleme in der Saison gehabt, "körperlich lief es nicht rund." Alexander Zverev verzichte laut Boris Becker, dem neuen Head of Men's Tennis im DTB, auf Rat seines Managements auf die Teilnahme am David Cup.

Nach Absagen der Tennis-Stars
Nach Absagen der Tennis-Stars

Becker wehrt sich gegen Kritik

Becker berichtete: "Er wollte spielen, das hat er uns nochmal glasklar versichert, aber sein Management hat ihm davon abgeraten. Er solle sich ausruhen. Deshalb hat er Teamchef Michael Kohlmann persönlich abgesagt." Sky Reporter Moritz Lang meinte dazu, dass Alexander Zverev immer noch "Kopf der Veranstaltung" sei "und er darf selber entscheiden, wo er aufschlägt. Und das er spielen kann, beweist er ja. Nur ein paar Tage später reist er nach Prag zum Laver Cup." Allerdings gibt es dort keine Umstellung bezüglich des Belags. In der tschechischen Hauptstadt findet das Turnier auf Hartplatz statt, nicht auf Sand. Dennoch gleicht die Veranstaltung laut Lang eher einem "Show-Turnier". Außerdem sehe man, der "Davis Cup muss sich hinten anstellen. Es ist traurig mit anzusehen, wie wenig die deutschen Stars sich um diesen Wettbewerb kümmern. Sie sind sich selbst am nächsten. Und das gilt ganz besonders für den Besten - für Sascha Zverev."

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Sportdirektor Eberhard hat Verständnis für Zverev-Absage

Eberhard fordert Davis-Cup-Reform

Klaus Eberhard, Sportdirektor des deutschen Tennis Bundes, hat im exklusiven Interview mit Sky Sport News HD verraten, dass er Verständnis für Alexander Zverevs Absage hat. Der 20-Jährige habe gezweifelt, bis zuletzt gegrübelt und sich mit seinem Team vor einigen Tagen nochmal zusammengesetzt. "Die Priorität liegt einfach bei ihm auf dem Masters, auf dem Ende des Turniers, auf dem Ende der Saison. Und diese Umstellung auf Sand und die drei Gewinnsätze an diesem Wochenende waren ihm zu riskant und zu viel, um das Saisonende so zu schaffen, wie er sich das vorgestellt hat."

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Vielmehr forder Eberhard eine Davis-Cup-Reform. Seiner Meinung nach müsse der Modus "auch mal überdacht werden". Seiner Meinung nach ist die Platzwahl, die das Heimteam trifft, nicht sehr zeitgemäß. Eberhards Vorschlag ist, dass der Belag ja nach Saison gewählt wird. So solle in der Hartplatzsaison auch im Davis Cup auf Hartplatz gespielt werden.