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Sky Vorschau: In Shanghai führt kein Weg an Djokovic vorbei

ATP-Masters in Shanghai

Paul Häuser und Marcel Meinert

09.10.2019 | 22:41 Uhr

Novak Djokovic reist nach seinem Sieg in Tokio als Top-Favorit nach Shanghai.
Image: Novak Djokovic reist nach seinem Sieg in Tokio als Top-Favorit nach Shanghai.  © Getty

Dominic Thiem triumphierte in Peking im hochklassigen Finale gegen Stefanos Tsitsipas. Auch Alexander Zverev präsentierte sich in stark verbessert. Mit frischem Schwung geht es nun rein in das Mastersturnier in Shanghai.

Unsere Kommentatoren Marcel Meinert und Paul Häuser melden sich zum achten Masters-Turnier der Saison mit dem Experten-Check.

Favoritencheck

Marcel Meinert: "Novak Djokovic hat die Messlatte mit seiner jüngsten Leistung in Tokio verdammt hoch gehängt. Natürlich versucht auch Dominic Thiem den Schwung aus Peking mitzunehmen, doch aufgrund der hohen körperlichen Belastungen in den vergangenen Tagen, dürfte seine Herausforderung deutlich schwerer werden - auch wenn die ersten Hürden nicht unüberwindbar sind. Auf Roger Federer wartet eine knackige Auslosung. Was einen Halbfinaleinzug angeht, bin ich momentan eher skeptisch. Hochspannend ist außerdem, ob Daniil Medvedev nach einer kleinen Pause sofort wieder in den Flow kommt."

2:55
ATP-Turnier in Peking: Dominic Thiem besiegt im Finale Stefanos Tsitsipas mit 3:6, 6:4, 6:1 (Videolänge: 2:55 Min.).

Alexander Zverev - Status quo

Paul Häuser: "Die Aufschlagprobleme sind passe. Im Viertelfinale von Peking gelang Zverev gegen Sam Querrey sogar ein Match ganz ohne Doppelfehler. Das letzte Mal schaffte er das vor einem Jahr in Shanghai. Zverev zeigte für mich in Peking seine beste Saisonleistung. Er wirkte entschlossen, spritzig und angriffslustig. Die Courtposition war endlich wieder offensiv, er tauchte häufig am Netz auf und belohnte sich auch für seine guten Angriffsschläge. Die Siege gegen Tiafoe, Auger-Aliassime und Querrey waren hochkonzentrierte und sehr überzeugende Auftritte.

Gegen Stefanos Tsitsipas lief dann vieles sehr unglücklich gegen ihn. Diese Niederlage schmerzt sicher besonders, denn noch immer fehlt der deutschen Nummer eins ein Sieg gegen einen Top-Ten-Spieler in diesem Jahr. Aber wenn sich Zverev auf all die positiven Momente in seinem Spiel in Peking besinnt, dann wird er auch in Shanghai weit kommen und wichtige Punkte für das Race to London einsammeln. Und sicher klappt es dann auch bald mal mit einem Sieg gegen einen Top-Ten-Spieler."

2:23
Alexander Zverev unterliegt Stefanos Tsitsipas und verpasst damit das Finale beim ATP-Turnier in Peking (Video-Länge: 2:23 Minuten).

Chancen der Deutschen

Marcel Meinert: "Da bleibt diesmal nur Jan-Lennard Struff. Der Warsteiner ist in Tokio unter seinen Möglichkeiten geblieben, hat sich aber mit einem Halbfinaleinzug im Doppel die gute Stimmung erhalten. Gelingt ihm zum Auftakt gegen Matteo Berretini - der abgesehen von den US Open keine guten Hartplatzergebnisse erzielte - eine Überraschung, habe ich ihn sogar für das Viertelfinale auf dem Zettel."

0:30
Jan-Lennard Struff ist beim ATP-Turnier in Tokio gleich in der ersten Runde gescheitert: Der 29-Jährige musste sich überraschend dem Japaner Go Soeda mit 6:4, 6:7 (4:7), 3:6 geschlagen geben.

Dark Horses - Players to watch

Paul Häuser: "Matteo Berrettini ist einer der Senkrechtstarter dieser Saison und hat noch gute Chancen auf die World Tour Finals in London. Dem Halbfinalisten der US Open und Turniersieger von Stuttgart traue ich mit seinem starken Aufschlag und seiner wuchtigen Vorhand auch einiges in Shanghai zu."

Mehr dazu

Marcel Meinert: "In der zweiten Hälfte des Jahres nutzen immer wieder viele Spieler die Auszeiten der Top-Akteure für Überraschungen. John Millman erreichte in Tokio sein erstes 500er-Finale und ist körperlich topft. Außerdem müssen wir David Goffin wieder auf der Rechnung haben. Nach einem schwachen ersten Halbjahr, hat der Belgier wieder Blut geleckt und will noch Kurs auf London nehmen."

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Typisch Shanghai

Paul Häuser: "Schnell, schneller, Shanghai. Dieses Mastersturnier bietet den rasantesten Belag auf der Tour. Novak Djokovic und Roger Federer kommen mit diesen Bedingungen besonders gut zurecht. Bei den Spielern gilt Shanghai zudem aufgrund des herausragenden Komforts als eines der beliebtesten Turniere der Tour. Die Weltmetropole glänzt zusätzlich mit einem internationalen Publikum gepaart mit chinesischem Flair."

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