Tennis-Shootingstar Moise Kouame verliert bei den French Open gegen Alejandro Tabilo

Die magische Reise von Moise Kouame ist vorbei: Der Tennis-Shootingstar hat bei den French Open den Einzug in das Achtelfinale verpasst.

Moise Kouame hat bei den French Open für Aufsehen gesorgt.
Image: Moise Kouame hat bei den French Open für Aufsehen gesorgt.  © Imago

Der 17-Jährige verlor 6:4, 3:6, 4:6, 6:7 (9:11) gegen den Chilenen Alejandro Tabilo und schied als letzter Franzose im Männereinzel beim Sandplatz-Highlight in Paris aus.

Als großer Fan von Paris Saint-Germain hatte sich Kouame am Samstag eine frühe Ansetzung gewünscht, damit er sich das um 18 Uhr beginnende Finale in der Champions League gegen den FC Arsenal ansehen kann. Beim Einschlagen trug er dann auch stilgerecht das Trikot von PSG. Doch die Veranstalter hatten das Spiel des Lokalmatadoren als dritte Begegnung des Tages auf dem Court Suzanne-Lenglen angesetzt, Kouame und Tabilo starteten erst am späten Nachmittag - und verpassten die reguläre Spielzeit des Königsklassen-Duells komplett.

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Jüngster Drittrundenteilnehmer seit Nadal

Mit seinem Sieg gegen Adolfo Daniel Vallejo aus Paraguay war Kouame im Alter von 17 Jahren und zwei Monaten zum jüngsten Drittrundenteilnehmer bei einem Grand Slam seit Rafael Nadal 2003 in Wimbledon aufgestiegen. Gegen Tabilo wollte der Fanliebling, der immer wieder mit lautstarken Sprechchören angefeuert wurde, nun erneut glänzen.

In der französischen Hitze entwickelte sich ein Krimi. Mitte des vierten Satzes lag Tabilo klar auf Siegkurs, doch wieder einmal kämpfte sich der französische Jungstar zurück. Im dramatischen Tiebreak behielt dann der Chilene aber doch die Oberhand und setzte sich nach 3:40 Stunden durch. In der nächsten Runde trifft er entweder auf den kanadischen Weltranglistensechsten Felix Auger-Aliassime oder Brandon Nakashima aus den USA.

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Platz 833 der Weltrangliste

Trotz der Niederlage blickt Kouame auf ein erfolgreiches Grand-Slam-Debüt zurück. Schon vor den French Open hatte er die französischen Hoffnungen geweckt. Obwohl er schon lange als großes Talent gehandelt wurde, lag er zu Beginn des Jahres noch auf Platz 833 der Weltrangliste.

Seitdem hat er drei Titel auf der ITF-Tour gewonnen und wurde bei seinem Triumph über Zachary Svajda in Miami zum jüngsten Spieler seit Nadal im Jahr 2003, der bei einem Masters-Turnier ein Match gewann. Durch sein weites Vorstoßen in Paris wird er in der Weltrangliste einen Sprung unter die Top 250 machen.

Sinner-Bezwinger nach Marathon-Match weiter

Sinner-Bezwinger Juan Manuel Cerúndolo und Martin Landaluce haben sich bei den French Open mit einem Marathon-Match in die Geschichtsbücher gespielt. Im Drittrunden-Duell der ungesetzten Spieler fiel die Entscheidung erst nach 5:58 Stunden, es war die drittlängste Partie der Turnierhistorie - mit dem besseren Ende für Cerúndolo. Der Argentinier, der zuvor den Weltranglistenersten Sinner ausgeschaltet hatte, setzte sich mit 6:4, 6:7 (7:9), 7:6 (7:4), 6:7 (6:7), 7:6 (10:8) durch.

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Den Rekord hält weiter das Erstrundenspiel zwischen den Franzosen Fabrice Santoro und Arnaud Clément aus dem Jahr 2004, das Santoro nach 6:33 Stunden für sich entschied. Auf Rang zwei liegt der Sieg des Italieners Lorenzo Giustino gegen Corentin Moutet aus Frankreich nach 6:05 Stunden. Das mit Abstand längste Duell der Tennis-Geschichte wurde 2010 in Wimbledon gespielt: Der Amerikaner John Isner gewann das legendäre Match gegen den Franzosen Nicolas Mahut, das sich über drei Tage zog, nach 11:05 Stunden.

Cerundolo trifft nun auf Berrettini

Nach der Einführung des Match-Tiebreaks bei Grand Slams im Jahr 2022 werden echte Marathon-Partien immer seltener. Im vergangenen Jahr hatten sich Carlos Alcaraz und Sinner im längsten Finale in Roland Garros fünf Stunden und 29 Minuten bekämpft.

Cerundolo steht damit im Achtelfinale. Der 24-Jährige trifft nun auf Matteo Berrettini. Der Italiener entschied ebenso ein Marathon-Match über fünf Sätze für sich: Sein Sieg gegen Cerúndolos Landsmann Francisco Comesana stand erst nach 5:13 Stunden fest.

SID

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