Zverev knackt magische 10.000-Punkte-Marke und zeigt Einsicht bei Aufschlag-Kritik
Für Alexander Zverev läuft die beste Saison seiner Karriere weiter nach Plan. Durch seinen Halbfinaleinzug in Shanghai wird der deutsche Topstar erstmals die Marke von 10.000 Weltranglistenpunkten übertreffen und rückt Spitzenreiter Jannik Sinner immer näher.
16.10.2026 | 11:13 Uhr
Während Zverev in der Weltrangliste neue Dimensionen vorstößt, beschäftigt ihn auch ein anderes Thema: Nach Kritik an seiner Aufschlagroutine räumte der 29-Jährige Verbesserungsbedarf ein und versprach Besserung.
Für Alexander Zverev scheint in seiner Traumsaison weiter kein Meilenstein unerreichbar. Der designierte Spitzenreiter der Tennis-Weltrangliste wird auf dem Weg zur Erfüllung seines nächsten Karrieretraums bald auch eine magische Marke knacken. Ab Montag hat der Hamburger erstmals mehr als 10.000 Weltranglistenpunkte auf dem Konto.
Dank seines Halbfinaleinzugs in Shanghai werden es im neuen ATP-Ranking zu Wochenbeginn mindestens 10.070 Zähler sein. Seit der Punkteverteilungsreform der ATP von 2009 haben es bislang lediglich sieben Spieler in diese Sphären geschafft: Novak Djokovic, Rafael Nadal, Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Andy Murray, Roger Federer und Daniil Medvedev.
Halbfinale gegen Davidovich Fokina
Sollte Zverev das Match gegen Außenseiter Alejandro Davidovich Fokina am Samstag (Sky Sport) gewinnen, wären es noch einmal 250 mehr; mit einem Turniersieg beim Masters in der chinesischen Metropole käme Zverev in der neuen Weltrangliste dann sogar auf 10.670 Punkte. In jedem Fall beträgt Zverevs Rückstand auf Branchenführer Jannik Sinner, der die Saison verletzungsbedingt frühzeitig beendet hat, ab Montag weniger als 1000 Punkte. Den bereits sicheren Sprung auf Platz eins des Rankings könnte der Deutsche schon bald schaffen.
Ein Teil von Zverevs Erfolgsrezept in dieser Saison, in der er die French Open sowie die US Open gewann und im Finale von Wimbledon stand, war der starke Aufschlag. Zuletzt hatte sich aber Kritik an der Ausführung des 29-Jährigen gehäuft, da Zverev den Ball insbesondere seit den US Open oftmals sehr häufig auftippen lässt, ehe er zu seiner Aufschlagbewegung ansetzt. Nun äußerte er Verständnis für den Unmut einiger Gegner.
Aufschlagroutine "etwas übertrieben"
"Ich weiß nicht, warum. Ich bin mir dessen sehr wohl bewusst und versuche, daran zu arbeiten. Ich habe das Gefühl, dass es von meiner Seite etwas unnötig ist", sagte Zverev nach seinem Viertelfinalsieg in Shanghai und sprach von "Fairness": "Wenn ich etwas tue, das meine Gegner als ablenkend empfinden, will ich es nicht tun. Ich will mit Tennis gewinnen - das ist mein Ziel."
Vor allem in New York sei seine Aufschlagroutine "etwas übertrieben" gewesen, gestand Zverev. "Mir war das gar nicht bewusst, weil mein Handy aus war und ich keine sozialen Medien und so weiter gecheckt habe", erklärte der Tokio-Olympiasieger: "Ich habe es erst hinterher gemerkt und versuche definitiv daran zu arbeiten."
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