Ole Book ist der neue BVB-Sportdirektor - Adlerauge und seriöser Arbeiter

Ole Book hat sich bei der SV Elversberg zu einem der begehrtesten Manager entwickelt. Unter anderem wollte ihn einst Borussia Mönchengladbach als Nachfolger von Sport-Boss Roland Virkus verpflichten. Nun ist der 40-Jährige beim BVB gelandet. Aber was zeichnet Ole Book aus?

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Ole Book ist der neue Sportdirektor von Borussia Dortmund und tritt die Nachfolge von Sebastian Kehl an. Er gilt als sehr akribischer Arbeiter und selbstbewusster Manager.

Der Ex-Profi ist DER Architekt hinter dem kometenhaften Aufstieg der Elversberger. Sky Sport stellt den neuen Sportdirektor von Borussia Dortmund vor.

Von Dennis Bayer und Luca Sixtus

Book hatte die SV Elversberg einst mit gerade einmal 10.000 Euro an Transferausgaben von der viertklassigen Regionalliga in die 2. Bundesliga geführt. Dabei stellte er - erst als Scout, dann als Sportdirektor, zuletzt als Sport-Vorstand - immer wieder sein extrem gutes Auge für Talente unter Beweis.

Book verabschiedet sich von Elversberg:

Nick Woltemade (jetzt Newcastle United), Fisnik Asllani (TSG Hoffenheim), Paul Wanner (PSV Eindhoven) oder auch Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt) hat Book schon erkannt, bevor sie den großen Namen auf der Fußballbühne hatten. Egal ob per Leihe oder festem Transfer: Er hat sie allesamt ins beschauliche Saarland gelotst - und teilweise später für viel Geld weiterverkauft.

Dazu hat Book mit Vincent Wagner den genau richtigen Nachfolger für den im vergangenen Sommer zum SV Werder Bremen abgewanderten Trainer Horst Steffen gefunden, um Elversberg auch weiterhin im Rennen um den Bundesliga-Aufstieg zu halten.

Kommt Book mit dem Umfeld klar?

Interessant wird jetzt zu sehen sein, wie Book bei Borussia Dortmund mit dem Umfeld klarkommt. In Elversberg war er ganz klar der Boss, konnte schalten und walten wie er wollte. Dazu war das Drumherum bei der SVE sehr ruhig. Beim BVB, wo der Sportdirektor einen Vertrag bis 2029 unterschrieben hat, ist das - besonders in Kombination mit Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Vereinspräsident Hans-Joachim Watzke - deutlich anders.

Außerdem wird er sich bei den Transfers künftig in Sphären bewegen, die er aus der 2. Liga bislang noch nicht kannte.

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Kein Kompetenz-Gerangel mehr?

Book gilt als sehr akribischer, höchst seriöser und selbstbewusster Arbeiter, der um seine Aufgabe und Position wissen wird. Damit könnte das jahrelange Kompetenz-Gerangel in Dortmund rund um Ricken, Sebastian Kehl und einst Sven Mislintat womöglich bald der Vergangenheit angehören.

In Elversberg lagen alle Themenbereiche rund um Transfers - vom Scouting bis hin zu den Transfergesprächen - und abschlüssen - bei Book. Bei den Schwarz-Gelben wird er sich künftig mit einer großen Scouting-Abteilung absprechen und zudem den ausländischen Markt noch mehr im Blick haben.

BVB als Herzensverein

Der ehemalige Mittelfeldspieler ist gebürtig aus Beckum (Nordrhein-Westfalen) - rund 65 Kilometer entfernt von Dortmund. Ihm wird seit jeher eine BVB-Affinität nachgesagt. Nicht umsonst hatte er sich nach Sky Sport Informationen bei der letzten Vertragsverlängerung in Elversberg eine Exit-Option hineinschreiben lassen, sollten die Schwarz-Gelben irgendwann mal auf ihn zukommen.

Das ist nun geschehen. Ab Mittwoch ist Ole Book der neue Sportdirektor des BVB. "Borussia Dortmund ist ein besonderer Verein für mich mit einer emotionalen Verbindung seit Kindheitstagen. Nicht nur deshalb möchte ich der SV Elversberg, allen voran Dominik Holzer, dafür danken, dass ich meine Arbeit in Dortmund direkt beginnen kann", wird Book in der offiziellen Klubmitteilung zitiert.

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