Warum der FC Barcelona für Anthony Gordon 80 Millionen Euro auf den Tisch legt

Der erste Mega-Deal des Sommers ist in trockenen Tüchern! Der FC Barcelona überweist für Anthony Gordon rund 80 Millionen Euro zuzüglich Boni an Newcastle United.

Anthony Gordon ist neuer Spieler des FC Barcelona.
Image: Anthony Gordon ist neuer Spieler des FC Barcelona.  © DPA pa

Die Frage ist: Warum legt Barca so viel Geld für den englischen Nationalspieler auf den Tisch und passt er so gut ins Spiel der Katalanen?

Der FC Barcelona sticht den FC Bayern München und hat sich Anthony Gordon geschnappt! Am gestrigen Freitag gab der spanische Meister die Verpflichtung des Angreifers offiziell bekannt.

Nachdem Gordon in der abgelaufenen Saison nur sechs Tore in der Premier League erzielt hat, stellt sich die Frage, was ihn für Barca so attraktiv macht, wenn Marcus Rashford - bis zum Sommer von Manchester United an die Katalanen ausgeliehen - für weniger als ein Drittel der Ablöse verfügbar wäre.

Warum ist Barcelona so überzeugt von Gordon - und was kann er dem Team möglicherweise mehr geben als Rashford?

Wonach sucht Barcelona?

Trainer Hansi Flick suchte offenbar nach einem Flügelspieler, der flexibel in mehreren Rollen eingesetzt werden kann. Mit Blick auf das anhaltende Interesse an Atletico-Stürmer Julian Alvarez scheint Barcelona, einen variablen Spieler für die gesamte Offensive zu wollen.

Während Rashford zu diesem Profil passt, konnte auch Gordon in der Vergangenheit im Zentrum überzeugen. Newcastle-Coach Eddie Howe setzte den Engländer häufiger als Mittelstürmer ein, wo er neun seiner 17 Pflichtspieltore erzielte - darunter fünf in der Champions League.

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Der Transfer-Hammer um Anthony Gordon ist perfekt. Der englische Nationalspieler wechselt von Newcastle United zum FC Barcelona und freut sich auf seine neue Herausforderung.

Über alle Positionen hinweg hatte Rashford national trotz nur 50 Prozent Startelfeinsätzen den besseren Output. Seine 19 Torbeteiligungen in 36 Spielen stehen Gordons zehn in 34 Partien gegenüber. Bezieht man jedoch die Europapokal-Statistiken mit ein, sieht das Ganze ausgeglichener aus.

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Rashford kommt auf 28 Torbeteiligungen in 49 Spielen, Gordon auf 22 in 46. Besonders seine starken Auftritte in der Champions League könnten für Barcelona ein wichtiger Faktor gewesen sein.

Er ist ein Spieler, der gerne in die Tiefe hinter die Abwehrkette startet, dabei seinen hohen Top-Speed nutzt, um sich im Eins-gegen-eins über Geschwindigkeit vom Gegner zu lösen.

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Gordons Europapokal-Form beeindruckt

In der abgelaufenen Königsklassen-Saison trafen lediglich Kylian Mbappe (15 Tore) und Harry Kane (14) häufiger als Gordon.

Die größten Schwierigkeiten für Gordon und Newcastle entstanden vor allem dann, wenn ihnen kaum Räume für Konter geboten wurden. Gegen balldominante Teams wie Manchester City, Manchester United, Chelsea oder Brighton & Hove Albion funktionierte das Umschaltspiel dagegen besonders gut.

Barcelona gewann unter Hansi Flick zwei Meisterschaften in Folge, wartet in der Champions League jedoch weiterhin auf den nächsten großen Erfolg. Gordons Scorer-Durchschnitt pro Spiel könnte daher im Besonderen das Interesse der Verantwortlichen geweckt haben, um den Klub näher an den sechsten Europapokaltitel zu führen.

Arbeitsrate beeinflusst Flicks Denken

Neben seiner offensiven Leistung könnte noch ein weiterer Faktor Barcelona von Gordon überzeugt haben: Ohne Ball spult der 17-fache englische Nationalspieler deutlich mehr Kilometer ab als Rashford - und auch im Vergleich zu Robert Lewandowski, der Barca in diesem Sommer nach vier Jahren verlassen wird.

Durch seine hohe Defensivarbeit hat Gordon bei Newcastle zudem häufiger Bälle erobert als Rashford es generell bei United oder Barca getan hat. Das würde Barcelona erlauben, im Angriffspressing deutlich intensiver zu agieren, falls Gordon zentral in der Offensive eingesetzt werden würde.

Profitiert Barca von Gordons Ablöse?

Da Gordon drei Jahre jünger ist als Rashford, glaubt der Verein, die Kosten des Mega-Deals über mehrere Jahre verteilen zu können, was bei den Financial-Fair-Play-Beschränkungen helfen wird. Der Rechtsfuß hat einen Vertrag bis 2031 unterschrieben.

Zudem dürfte sein Gehalt niedriger ausfallen als das von Rashford. Letzterer könnte weiterhin eine Option in dieser Transferperiode bleiben, allerdings eher unter veränderten Bedingungen: Barcelona würde den 28-Jährigen wohl nur noch per Leihe holen, während Manchester United den Angreifer lieber fest abgeben wollen würde.

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