Zverev erreicht Achtelfinale bei French Open: Sieg gegen Halys trotz Schwächephase
Alexander Zverev kämpft sich bei den French Open gegen Quentin Halys ins Achtelfinale. In einem durchwachsenen Match behauptet sich der Deutsche aber am Ende.
30.05.2026 | 08:58 Uhr
Alexander Zverev hat bei den French Open ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt – auch wenn der Auftritt nicht durchgehend souverän war. Gegen den französischen Außenseiter Quentin Halys gewann der Weltranglistendritte mit 6:4, 6:3, 5:7, 6:2 und steht damit bereits zum neunten Mal in Serie in der Runde der letzten 16 in Paris.
Nach knapp drei Stunden war der Arbeitssieg perfekt. Besonders im vierten Satz zeigte sich Zverev wieder stabil und zog letztlich verdient in die nächste Runde ein. Dennoch offenbarte die Partie auch Schwankungen im Spiel des Deutschen, der zwischenzeitlich den Faden verlor.
Im Anschluss ordnete Zverev seinen Auftritt realistisch ein:
Offenes Turnier spielt Zverev in die Karten
Das Tableau in Paris hat sich drastisch verändert - und Zverev rückt immer stärker in den Fokus. Der Olympiasieger von Tokio ist inzwischen der letzte verbliebene Spieler aus den Top 5 im Wettbewerb. Mehrere Topstars sind bereits ausgeschieden, darunter auch Novak Djokovic und die Nummer eins der Welt, Jannik Sinner.
Diese Entwicklung macht Zverev für viele Experten zum Topfavoriten auf den Titel. Die Ausgangslage könnte kaum besser sein, doch im Team des Deutschen bleibt man bewusst zurückhaltend. So dämpfte sein Bruder Mischa Zverev b im Vorfeld des Matches bewusst die Euphorie.
Halys fordert Zverev alles ab
Auf dem Court bekam Zverev die Unberechenbarkeit des Turniers direkt zu spüren. Halys spielte mutig, suchte früh die Entscheidung und hielt die Partie lange offen. Zwar dominierte Zverev zunächst mit druckvollen Aufschlägen und stabilen Grundlinienschlägen, doch im dritten Satz kippte das Momentum.
Der Deutsche agierte passiver, ließ sich in längere Ballwechsel zwingen und verlor schließlich den Durchgang nach einem entscheidenden Break. Plötzlich war Halys im Spiel - und Zverev gefordert.
Die Antwort folgte jedoch prompt. Im vierten Satz erhöhte Zverev wieder das Tempo, übernahm die Kontrolle und ließ keine Zweifel mehr am Ausgang aufkommen.
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Nächste Aufgabe: Überraschungsmann de Jong
Im Achtelfinale wartet mit Jesper de Jong ein Spieler, der bisher für die Überraschung des Turniers sorgt. Der Niederländer hatte sich als Nachrücker ins Hauptfeld gespielt und anschließend unter anderem Karen Chatschanow in fünf Sätzen ausgeschaltet.
Zverev geht als klarer Favorit in das Duell - doch die bisherigen Tage in Paris haben gezeigt: In diesem Turnier ist nichts selbstverständlich.
Einordnung: Chance auf den großen Coup
Nach dem Finaleinzug im Vorjahr bietet sich Zverev nun eine möglicherweise noch bessere Gelegenheit auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Die Konkurrenz ist dezimiert, die Form weitgehend stabil - doch kleine Schwächen wie gegen Halys könnten in den entscheidenden Runden zum Problem werden.
Klar ist: Zverev ist im Rennen. Und Paris bleibt unberechenbar.
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