Zverev erreicht Achtelfinale bei French Open: Sieg gegen Halys trotz Schwächephase

Alexander Zverev kämpft sich bei den French Open gegen Quentin Halys ins Achtelfinale. In einem durchwachsenen Match behauptet sich der Deutsche aber am Ende.

Alexander Zverev steht bei den French Open in der vierten Runde.
Image: Alexander Zverev steht bei den French Open in der vierten Runde.  © Imago

Alexander Zverev hat bei den French Open ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt – auch wenn der Auftritt nicht durchgehend souverän war. Gegen den französischen Außenseiter Quentin Halys gewann der Weltranglistendritte mit 6:4, 6:3, 5:7, 6:2 und steht damit bereits zum neunten Mal in Serie in der Runde der letzten 16 in Paris.

Nach knapp drei Stunden war der Arbeitssieg perfekt. Besonders im vierten Satz zeigte sich Zverev wieder stabil und zog letztlich verdient in die nächste Runde ein. Dennoch offenbarte die Partie auch Schwankungen im Spiel des Deutschen, der zwischenzeitlich den Faden verlor.

Im Anschluss ordnete Zverev seinen Auftritt realistisch ein:

Ich bin froh über mein Level am Ende und dass ich es um 1 Uhr und nicht um 3 Uhr nachts beendet habe. Auch wenn ich heute einen kleinen Durchhänger hatte, fühle ich mich generell sehr gut.
Alexander Zverev

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Alexander Zverev hat nach seinem Achtelfinaleinzug in Paris trotz des Ausscheidens von Jannik Sinner und Novak Djokovic offensive Aussagen in Richtung eines möglichen Titelgewinns vermieden.

Offenes Turnier spielt Zverev in die Karten

Das Tableau in Paris hat sich drastisch verändert - und Zverev rückt immer stärker in den Fokus. Der Olympiasieger von Tokio ist inzwischen der letzte verbliebene Spieler aus den Top 5 im Wettbewerb. Mehrere Topstars sind bereits ausgeschieden, darunter auch Novak Djokovic und die Nummer eins der Welt, Jannik Sinner.

Diese Entwicklung macht Zverev für viele Experten zum Topfavoriten auf den Titel. Die Ausgangslage könnte kaum besser sein, doch im Team des Deutschen bleibt man bewusst zurückhaltend. So dämpfte sein Bruder Mischa Zverev b im Vorfeld des Matches bewusst die Euphorie.

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Halys fordert Zverev alles ab

Auf dem Court bekam Zverev die Unberechenbarkeit des Turniers direkt zu spüren. Halys spielte mutig, suchte früh die Entscheidung und hielt die Partie lange offen. Zwar dominierte Zverev zunächst mit druckvollen Aufschlägen und stabilen Grundlinienschlägen, doch im dritten Satz kippte das Momentum.

Der Deutsche agierte passiver, ließ sich in längere Ballwechsel zwingen und verlor schließlich den Durchgang nach einem entscheidenden Break. Plötzlich war Halys im Spiel - und Zverev gefordert.

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Die Antwort folgte jedoch prompt. Im vierten Satz erhöhte Zverev wieder das Tempo, übernahm die Kontrolle und ließ keine Zweifel mehr am Ausgang aufkommen.

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Nächste Aufgabe: Überraschungsmann de Jong

Im Achtelfinale wartet mit Jesper de Jong ein Spieler, der bisher für die Überraschung des Turniers sorgt. Der Niederländer hatte sich als Nachrücker ins Hauptfeld gespielt und anschließend unter anderem Karen Chatschanow in fünf Sätzen ausgeschaltet.

Zverev geht als klarer Favorit in das Duell - doch die bisherigen Tage in Paris haben gezeigt: In diesem Turnier ist nichts selbstverständlich.

Alexander Zverev steht bei den French Open in der vierten Runde.
Image: Alexander Zverev in Aktion in Roland Garros.  © Imago

Einordnung: Chance auf den großen Coup

Nach dem Finaleinzug im Vorjahr bietet sich Zverev nun eine möglicherweise noch bessere Gelegenheit auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Die Konkurrenz ist dezimiert, die Form weitgehend stabil - doch kleine Schwächen wie gegen Halys könnten in den entscheidenden Runden zum Problem werden.

Klar ist: Zverev ist im Rennen. Und Paris bleibt unberechenbar.

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