Golden State Warriors erneut NBA-Champion
Dubs sweepen die Cavs
09.06.2018 | 11:36 Uhr
Die Golden State Warriors haben ihren Titel in der NBA erfolgreich verteidigt.
Das Team um die Superstars Stephen Curry und Kevin Durant entschied das vierte aufeinanderfolgende Finalduell gegen die Cleveland Cavaliers durch einen 108:85-Sieg beim Dauerrivalen auf schnellstem Wege für sich, erstmals seit 2007 endete die Best-of-Seven-Serie um die Meisterschaft wieder mit 4:0. Damals hatte Cleveland gegen die San Antonio Spurs einen sogenannten "Sweep" kassiert.
Durant Finals-MVP
"Sie hatten ein paar Runs, aber über die 48 Minuten haben wir es geregelt", sagte Curry. Als wertvollster Spieler der Finalserie (MVP) wurde wie im vergangenen Jahr Durant ausgezeichnet. Die Warriors triumphierten zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren, für die Franchise aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien ist es der insgesamt sechste Titel nach 1947, 1956, 1975, 2015 und 2017. Erfolgreicher waren seit der NBA-Gründung nur die Boston Celtics (17) und die Los Angeles Lakers (16), gleichauf mit Golden State liegen die Chicago Bulls (6).
Cleveland um den dreimaligen Finals-MVP LeBron James konnte das vierte Spiel bis zur Pause offen gestalten, hatte den starken Warriors aber ab dem dritten Viertel (13:25) nichts mehr entgegenzusetzen. Vor allem Curry, mit 37 Punkten Topscorer des Abends, war kaum zu stoppen. Schon früh war in der Quicken Loans Arena klar, dass Cleveland keine Chance mehr auf seinen zweiten Meistertitel nach 2016 hat.
Steve Kerr, als Spieler bereits fünfmal Champion, führte die Warriors bereits zum dritten Mal in seiner Amtszeit zum Titel. Im Vorjahr hatte Golden State 4:1 gewonnen.
James: Offene Zukunft, kaputte Hand
Bester Werfer bei den Cavaliers war wie so oft Superstar James (23 Punkte), dessen Zukunft völlig offen ist. Der dreimalige NBA-Champion aus Akron/Ohio kann seinen Heimatverein trotz laufenden Vertrages per Option verlassen. Ein Abschied gilt als wahrscheinlich. Vier Minuten vor dem Spielende nahm der 33-Jährige unter "MVP"-Rufen des Publikums auf der Bank Platz, das Duell war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.
Die letzten drei Spiele des NBA-Finals absolvierte James zudem mit gebrochener rechter Hand. Das sagte der 33-Jährige nach dem Match. James hatte sich die Verletzung bei einem Wutausbruch direkt nach dem Auftaktspiel der Best-of-Seven-Serie zugezogen.
"Meine Emotionen sind mit mir durchgegangen. Ich habe in den letzten drei Partien mit gebrochener Hand gespielt", sagte James am Freitag. Er habe nach der bitteren Pleite im ersten Duell in Oakland (114:124 n.V.) "aus vielen Gründen" gegen eine Schreibtafel geschlagen. (sid)