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Tour de France News: Mohoric gewinnt die 19. Etappe

Mohoric stiehlt "King Cav" die Show - Fluchtgruppe düpiert Sprinter

SID

16.07.2021 | 16:58 Uhr

Matej Mohoric gewinnt die drittletzte Etappe
Image: Matej Mohoric gewinnt die drittletzte Etappe  © Imago

Kein Fortune durch "Glücksbringer" Eddy Merckx, der alleinige Etappen-Rekord muss warten: Der Slowene Matej Mohoric hat Mark Cavendish die Show gestohlen und als Ausreißer die hektische drittletzte Etappe der 108. Tour de France gewonnen.

Der 26-Jährige vom unter Doping-Verdacht stehenden Team Bahrain Victorious sicherte sich in Libourne als Solist seinen bereits zweiten Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt, gleich vier deutsche Ausreißer gingen leer aus.

Weder Nimes-Tagessieger Nils Politt noch Max Walscheid, Jonas Rutsch oder Georg Zimmermann hatten bei Mohoric' Attacke 25 km vor dem Ziel etwas entgegenzusetzen. Bester Deutscher wurde am Ende Politt als Fünfter. Sprint-Oldie Andre Greipel spielte an seinem 39. Geburtstag im Hauptfeld nur eine Nebenrolle.

Cavendish bleibt in diesem Jahr damit nur noch auf den Champs-Elysees am Sonntag in Paris die Chance auf den historischen 35. Tagessieg bei der Tour. Dem Fahrer von Deceuninck-Quick Step half am Freitag auch Merckx' Anwesenheit nicht bei seiner Rekordjagd.

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Deutsches Quartett in der Fluchtgruppe

Der legendäre Belgier, mit dem Cavendish seit dieser Tour den Etappen-Rekord (34) teilt, hatte dem Briten vor dem Start persönlich noch viel Glück gewünscht und das Rennen im Auto von Tour-Chef Christian Prudhomme verfolgt. Doch das Peloton ließ eine 20-köpfige Fluchtgruppe mit dem deutschen Quartett früh ziehen.

Der Fokus lag am Freitag nach den harten Pyrenäen-Tagen nicht auf der Gesamtwertung, alles konzentrierte sich im Vorfeld auf die Sprinter. Die Streckenplaner hatten den Männern mit den kräftigen Oberschenkeln einen Roten Teppich ausgerollt, äußerst flach ging es von Mourenx 207 km ins nahe Bordeaux gelegene Ziel.

Als sich Cavendish auf den Rennbeginn vorbereitete, stattete ihm Merckx persönlich einen Überraschungsbesuch ab. Der heute 76-Jährige umarmte den Mann mit dem Grünen Trikot an der Startlinie für mehrere Sekunden. Beide tauschten einige Sätze aus, ehe das Peloton losrollte - und ein spektakuläres Rennen startete.

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Zwei leichte Stürze zu Beginn

Während zwei leichte Stürze in der Anfangsphase der Etappe für Unruhe sorgten, setzte sich an der Spitze zunächst eine sechsköpfige Ausreißer-Gruppe um Rutsch (Erbach/EF Education-Nippo) und Zimmermann (Augsburg/Intermarche-Wanty-Gobert) ab. Eine weitere Verfolgergruppe um Politt (Köln/Bora-hansgrohe) und Walscheid (Neuwied/Qhubeka Nexthash) schloss nach einigen Geschwindigkeitswechseln im Peloton rund 100 Kilometer vor dem Ziel auf.

Das Hauptfeld, in dem sich neben Cavendish auch dessen Rivalen im Kampf um Grün aufhielten, hatte genug, es ließ die Fluchtgruppe ziehen. In dieser gab es auf den letzten 50 Kilometern immer wieder Attacken, unter anderem von Politt. Doch letztlich hatte Mohoric, der bereits die siebte und in diesem Jahr längste Tour-Etappe nach Le Creusot gewonnen hatte, die besten Beine.

Am Mittwochabend war wegen Doping-Verdachts das Hotel von Mohoric' Team Bahrain Victorious durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft in Marseille startete eine Voruntersuchung, bislang ohne Ergebnis.

Vor der Schlussetappe nach Paris am Sonntag steht noch ein Einzelzeitfahren am Samstag von Libourne nach Saint-Emilion statt.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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