Eisbären Berlin ziehen erneut ins DEL-Finale ein – 4:1-Erfolg beendet Kölner Titelhoffnungen
Die Eisbären Berlin spielen im DEL-Finale gegen die Adler Mannheim erneut um die deutsche Meisterschaft. Der Titelverteidiger rang den souveränen Hauptrundensieger Kölner Haie nieder.
20.04.2026 | 22:16 Uhr
Die Eisbären Berlin stehen erneut im DEL-Finale. Der Titelverteidiger setzte sich im sechsten Halbfinalspiel bei den Kölner Haien mit 4:1 durch und entschied die Serie mit 4:2 für sich. Damit greift das Team von Coach Serge Aubin im Endspiel gegen Adler Mannheim nach dem nächsten Meistertitel.
Titelverteidiger Eisbären Berlin hat das erneute Finalticket perfekt gemacht und den Traum der Kölner Haie vom ersten Meistertitel seit 2002 beendet. Mit einem souveränen 4:1‑Auswärtssieg im entscheidenden sechsten Halbfinalspiel entschied Berlin die Serie mit 4:2 für sich und folgt den Adler Mannheim ins Finale der Deutschen Eishockey Liga.
Die Partie begann aus Sicht der Haie denkbar ungünstig. Unter großem Druck wirkten die Gastgeber nervös und blieben vor allem im Powerplay zu harmlos. Berlin nutzte das konsequent: Nationalverteidiger Jonas Müller brachte die Gäste früh in Führung (7.), ehe ausgerechnet der gebürtige Kölner Frederik Tiffels nur drei Minuten später auf 2:0 erhöhte.
Beide Torhüter zeigen eine starke Leistung
Zwar gelang Parker Tuomie noch im ersten Drittel der Anschlusstreffer zum 1:2 (16.), doch auch danach fehlte den Haien die Durchschlagskraft. Selbst eine kurze doppelte Überzahl blieb ungenutzt. Im zweiten Abschnitt zeigte Köln zwar Moral und überstand eine doppelte Unterzahl, konnte das daraus gewonnene Momentum aber nicht für den Ausgleich nutzen.
So entwickelte sich ein hochklassiges und offenes Spiel, in dem beide Teams beste Chancen liegen ließen. Maßgeblichen Anteil daran hatten die stark aufgelegten Torhüter Janne Juvonen auf Kölner und Jonas Stettmer auf Berliner Seite, die ihre Mannschaften bis ins Schlussdrittel im Spiel hielten.
Später Berliner Doppelschlag sorgt für die Entscheidung
Erst in der Schlussminute fiel die Entscheidung. Als Haie‑Trainer Kari Jalonen alles auf eine Karte setzte und seinen Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis nahm, traf Yannick Veilleux zum 3:1 (59.). Markus Vikingstadt machte mit dem vierten Treffer ins leere Tor endgültig alles klar (60.).
Für die Kölner dürfte auch in dieser Serie das getauschte Heimrecht ein entscheidender Faktor gewesen sein. Aufgrund langfristiger Arena‑Belegungen beginnen die Haie unabhängig von ihrer Hauptrundenplatzierung stets mit einem Auswärtsspiel - ein Nachteil, der sich gegen die auswärtsstarken Eisbären erneut bemerkbar machte.
Berlin greift nun nach dem dritten Meistertitel in Serie. Die Finalserie gegen Adler Mannheim beginnt am Freitag um 19:30 Uhr und wird live bei MagentaSport übertragen.