Die Erkenntnisse des zweiten Formel-1-Testtages in Bahrain

Der erste offizielle Test der Formel-1-Saison 2026 ist in vollem Gange. Auch am zweiten Testtag gab es große Enttäuschungen, positive Überraschungen und drastische Worte.

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Weiter gehts mit den Testfahrten in Bahrain! An Tag zwei haben Mercedes und Red Bull erstmals kleine Probleme. Zudem sorgt Max Verstappen mit einem Interview für Aufsehen. Die Highlights der letzten Stunde gibt es hier.

Sky Sport fasst die ersten Erkenntnisse des zweiten Tages in Bahrain zusammen. Dabei besonders im Fokus: Mercedes, Red Bull, Aston Martin und Audi.

Nächster Testtag, gleiches Ergebnis? Mitnichten! Der zweite Tag in Bahrain brachte einige Überraschungen mit sich. Und auch wenn es - wie bei jedem Test - gilt, die Zeiten nicht überzubewerten, dürfte in Maranello heute zumindest verhaltener Jubel aufgekommen sein.

So stellte Charles Leclerc die Tagesbestzeit von 1:34.273 bereits am Vormittag auf. Überbieten konnte sie keiner. Ihr am nächsten kam - wie gestern - der amtierende Weltmeister. Lando Norris folgte mit einer 1:34.784 zwar mit Respektabstand, jedoch brannte der Brite 149 Runden in den Asphalt von Sakhir. Dabei hatte er, genauso wie Leclerc, keine Probleme oder Zwischenfälle.

Mercedes erneut von Problemen geplagt

Ein kleines Ausrufezeichen - vor allem, wenn man auf die direkte Konkurrenz blickt. Denn besonders bei Mercedes lief es am zweiten Tag gar nicht rund. Lediglich drei Runden schaffte Kimi Antonelli, bevor ein Problem an der Power Unit ihn am Morgen in die Boxengasse zwang. Der Antrieb musste getauscht werden. Als der Bolide aus Brackley dann am Nachmittag, gesteuert von George Russell, wieder auf die Piste ging, gelangen immerhin noch 54 Umrundungen und der vierte Rang. Dennoch: Wie schon am Vortag ist der in Barcelona noch so zuverlässige Mercedes von Problemen lange an die Box gefesselt. Besonders bitter für Antonelli, der schon am Mittwoch deswegen wenig Zeit im Cockpit bekam.

Doch auch ein anderer Favorit musste lange schrauben: Red Bull hatte schon in der Nacht vor dem Test ein Hydraulik-Leck identifiziert, die Reparatur dauerte bis zur Mittagspause. Danach gelang Isack Hadjar ein solides Nachmittagsprogramm, in dem er beeindruckende 87 Runden zu Buche brachte. So konnte der Schaden etwas begrenzt werden.

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Aston Martin in der Krise?

Schadensbegrenzung wird man auch bei Aston Martin betreiben müssen. Doch hier wiegen die Probleme scheinbar schwerer. Zwar spulte Altmeister Fernando Alonso 98 Runden ab - doch die Zeiten blieben im Keller. Vier Sekunden fehlten auf die Spitze. Die Fahrer scheinen elementare Probleme zu spüren. So klagte Lance Stroll in einem Interview: "Wir haben Motorprobleme - und nicht nur Motorprobleme. Wir sind nicht in der Lage, um Siege zu kämpfen. Im Moment liegen wir vier Sekunden zurück". Deutliche Worte. Der neue Honda-Antrieb scheint nicht ausgereift, hat mit den Temperaturen in Bahrain schwer zu kämpfen und wird immer noch geschont. Auf den Geraden fehlen deswegen über 20 km/h.

Berichten zufolge flogen beim Aussteigen sogar einmal die Handschuhe von Alonso durch die Garage. Der Frust scheint groß. Dabei waren die Hoffnungen in die Kombination aus einem Werksmotor und Geniestreichen aus der Feder von Star-Designer Adrian Newey so groß.

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Audi setzt auf "learning by doing"

Hidden Champion des Tages war sicher auch Audi. Nach einem soliden Start in den Test verlief auch der Donnerstag praktisch optimal. Nico Hülkenberg absolvierte 47, Gabriele Bortoleto 67 Runden. Der Brasilianer landete am Ende auf dem sechsten Platz. Wichtiger als die Zeiten sind jedoch die Daten und Funktionstests, die das Team aus Neuburg an der Donau erfolgreich meistert. Nach einem sehr durchwachsenen Shakedown zeigt der Trend nach oben. "Learning by doing", wie Hülkenberg es formuliert.

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Nico Hülkenberg hat seinen zweiten Tag der Testfahrten in Bahrain beendet. So ist der Eindruck des Deutschen zum neuen Audi.

Mit etwas Schluckauf, aber ohne größerer Probleme, verlief der Tag auch bei Alpine, Williams, den Racing Bulls und Cadillac. Die US-Amerikaner sorgten mit Sergio Perez morgens für eine kurze Unterbrechung, doch das Software-Problem des Cadillacs war schnell behoben. Am Nachmittag verlor Valtteri Bottas dann noch seinen Rückspiegel. Erneut wurde unterbrochen.

Pierre Gasly absolvierte im Alpine fast 100 Runden, bevor er das Auto am Ende der Start-/Zielgeraden abstellen musste - Problem unbekannt.

Überflieger des Mittelfelds war jedoch klar Haas: 130 Runden fuhr Oliver Bearman, die schnellste davon reichte für den dritten Platz auf der Zeittafel. Für die Truppe aus den Vereinigten Staaten wird das sehr guttun - auch hier verlief der Shakedown noch durchwachsen.

Verstappen sagt, was er denkt

Die vielleicht größte Schlagzeile des Tages lieferte aber dann Max Verstappen - ohne auf der Piste gewesen zu sein. Der vierfache Weltmeister holte exklusiv am Sky Sport Mikrofon zum Rundumschlag gegen die neue Auto- und Antriebsgeneration aus. "Es macht eigentlich gar keinen Spaß zu fahren", so die drastischen Worte des Niederländers, der die neuen Boliden als "Formel E auf Steroiden" bezeichnete. "Das ist nicht mehr das originale Formel-1-Gefühl", monierte er.

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Max Verstappen ist ein Mann der klaren Worte. Das gilt natürlich auch bei den neuen Regeln der Formel 1 2026. Der vierfache Weltmeister kritisiert sie deutlich und hat bisher ''noch keinen Spaß'' beim Fahren.

Während die Teams nach der optimalen Performance suchen, Schwachpunkte ausmerzen und Fehlerquellen bekämpfen, denkt Verstappen an andere Faktoren: Die Emotion, der Fahrspaß, das Spektakel. Noch gibt es viel herauszufinden über diese neue Generation der Königsklasse. Vielleicht kommt mit der Entwicklung auch der Spaß zurück.

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Max Verstappen hat bei den Testfahrten in Bahrain massive Kritik an denn neuen Regeln der Formel 1 geäußert. Sky Sport Experte Ralf Schumacher zeigt Verständnis, sagt aber auch, dass der Niederländer jetzt dadurch muss.

Am Freitag geht es ab 8 Uhr weiter mit Tag drei der Tests in Bahrain. Dann sind wir auch wieder mit unserem LIVEBLOG direkt am Geschehen. Dort verpasst Ihr garantiert nichts!

Mehr zum Autor Malte Göttlinger

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