Ralf Schumacher über möglichen Wechsel von Max Verstappen zu Ferrari
Max Verstappen steht bei Red Bull zwar noch bis 2028 unter Vertrag - doch ob er so lange in der Formel 1 bleibt und weiter für das Top-Team fährt, ist alles andere als sicher.
15.05.2026 | 13:35 Uhr
Ferrari statt Red Bull - fährt Max Verstappen bald im roten Overall?
Die Spekulationen um die Zukunft von Max Verstappen reißen nicht ab. Bleibt er langfristig bei Red Bull? Folgt er einem möglichen Mega-Deal zu McLaren oder Mercedes? Oder beendet er sogar seine Formel-1-Karriere und wechselt in andere Motorsportserien?
Wie sieht Verstappens Zukunft aus?
Nach einem enttäuschenden Start in die aktuelle Formel-1-Saison und wachsender Frustration über die neuen technischen Regularien ließ Verstappen Ende März bereits durchblicken, dass er sich ernsthaft Gedanken über seine Zukunft in der Königsklasse macht.
Die Formel 1 hat inzwischen Anpassungen am Antriebsreglement vorgenommen und plant ab der kommenden Saison weitere Änderungen. Diese sollen die Kritikpunkte von Verstappen und anderen Fahrern an Fahrverhalten und Charakteristik der neuen Antriebseinheiten entschärfen. Doch ob das die grundsätzlichen Zweifel ausräumt, bleibt offen.
Ferrari als Zukunftsoption für Verstappen?
Im Sky Sport Podcast Backstage Boxengasse diskutieren Sky Sport Formel-1-Experte Ralf Schumacher und Moderator Peter Hardenacke ein mögliches Szenario: Max Verstappen im Ferrari-Cockpit.
Ralf Schumacher sagt dazu: "Vorstellbar ist alles. Viele Fahrer wollen unbedingt zu Ferrari - das ist als Marke in der Formel 1 etwas ganz Besonderes. Aber ich glaube, Max fühlt sich bei Mercedes sehr wohl, auch das Thema GT3 und die Teams, die dort zusammenarbeiten, sowie der Mercedes-Motor. Man baut ja immer mit den besten Motoren. Von dem her kann ich mir das fast nicht vorstellen. Und Max müsste sich dann in gewisser Art und Weise ein bisschen unterordnen in diesem Konstrukt - und das ist er nicht."
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"Wird er als Fahrer nicht händeln können"
Hinzu kommt: Verstappen hat erst kürzlich seinen langjährigen Renningenieur Gianpiero Lambiase in Richtung McLaren verloren. Für Schumacher ein möglicher Faktor, der einen Wechsel zum italienischen Rennstall zusätzlich erschweren könnte: "Er ist es genau so gewohnt, Teamleader zu sein. Aber wenn er alleine in dieses Team reinkommt, das jetzt nicht funktioniert, dann wird er das als Fahrer nicht händeln können."
Und er ergänzt: "Er könnte nichts mitbringen. Mein Bruder hat seinerzeit eine Gruppe an Leuten mitgebracht, die wirklich super zusammen harmoniert haben. Aber alleine als Fahrer hinzugehen, ich glaube, das reicht nicht aus. Dementsprechend wird er aus meiner Sicht nur zu Mercedes oder zu McLaren gehen können."
McLaren reagiert klar
Auch die potenziell interessierten Teams äußern sich zur Personalie Verstappen. McLaren-Boss Zak Brown stellt dabei im Interview mit Sky Sport UK klar, dass er mit seinem aktuellen Team mehr als zufrieden ist: "Ich könnte mit unserem Fahreraufgebot nicht glücklicher sein. Lando Norris und Oscar Piastri sind nicht nur zwei großartige Typen - auf und neben der Strecke, sondern auch als Teamkollegen. Genau das ist meiner Meinung nach ein großer Teil dessen, was McLaren hier erfolgreich macht: die Chemie, die wir in der Garage, im Werk, an der Boxenmauer und im gesamten Rennteam haben."
Ob Ferrari, Mercedes oder McLaren irgendwann eine Rolle spielen, ist derzeit völlig offen - denn die Formel 1 ist bekanntlich schnelllebig und kaum ein Thema ist dort wirklich in Stein gemeißelt. Entsprechend bleibt spannend, wie sich die Situation rund um Verstappen in den kommenden Monaten entwickelt.
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