Red-Bull-Pilot Max Verstappen ruft Fans zum Boykott auf
Fünf-Sekunden-Strafe kostet das Podium
27.10.2017 | 18:58 Uhr
Max Verstappen zeigte den Fans beim Grand Prix von den USA ein hervorragendes Rennen. Doch seine vermeintliche Fahrt auf das Podium wurde von einem Stewart verhindert - der Niederländer wittert eine Verschwörung und ruft die Fans zum Boykott auf.
"Er ist ein Idiot, der immer gegen mich entscheidet", klagte Max Verstappen nach dem Rennen bei Channel 4. "Ich fühle mich beraubt", sagte der Red-Bull-Pilot. Sein Vater Jos, selbst 107-maliger Grand-Prix-Teilnehmer, setzte via Twitter noch einen drauf: "Das ist Bullshit! Schämt euch, FIA! Offensichtlich weiß die Formel 1 nicht, was Racing ist."
Sein Teamchef bekräftigt die Meinung des 20-Jährigen. "Diese Marshalls hier waren die gleichen, die letztes Jahr das Desaster in Mexiko verursacht haben. Sofort ist die Entscheidung gekommen, es wurde niemand angehört, nichts. Wenn man Paragraphen reiten will, dann gratuliere - bestens gelungen", sagte Helmut Marko.
Verstappen erhält Fünf-Sekunden-Strafe
Der Red-Bull-Pilot erhofft sich eine deutliche Konsequenz seitens der Fans: "Diese dummen Entscheidungen zerstören den Sport. Ich hoffe, dass die Fans diese Entscheidung nicht mögen - und hoffentlich kommen sie im nächsten Jahr nicht mehr."
Was war in Austin passiert? Max Verstappen feiert sein großartiges Überholmanöver, fährt vor auf Platz drei. Doch kurz vor der Siegerehrung wird der Niederländer bestraft und muss Kimi Räikkönen weichen. Eine Strafe über fünf Sekunden wegen Abkürzen der Strecke wirft den Youngster auf Platz vier zurück.
Unterstützung erhält er aus dem Mercedes-Lager: Nicki Lauda empfindet das Einschreiten der Offiziellen ebenfalls als übertrieben: "Das ist Rennfahren am höchsten Limit. Nur wenn es gefährlich wird, dann sollen sie einschreiten. Ich verstehe nicht, warum wir wieder in die Steinzeit zurückgefallen sind. Das versteht kein Mensch, er ist ein super Rennen gefahren und steht nicht auf dem Podium. Das kann man der Außenwelt nicht verkaufen", so Lauda am Sky Mikro.