Spektakuläre Aufholjagden machen Sebastian Vettel Mut

Gelingt das Wunder trotz 59-Punkte-Rückstand?

Einige spektakuläre Aufholjagden der Formel-1-WM machen Vettel Mut.
Image: Einige spektakuläre Aufholjagden der Formel-1-WM machen Vettel Mut.  © Getty

Bei nur noch vier ausstehenden Rennen beträgt der Rückstand von Sebastian Vettel zu Lewis Hamilton satte 59 Punkte. Ist der WM-Kampf verloren oder gelingt nun doch ein Wunder?

Die Geschichte der Formel 1 dürfte Sebastian Vettel Mut machen. Ein Blick auf einige spektakuläre Aufholjagden zeigt, dass noch nicht alles verloren ist. Und: gleich zwei legte der Ferrari-Pilot selber hin.

1964

Den umgerechnet größten Rückstand bisher holt John Surtees auf. Der Brite triumphiert im Ferrari, obwohl er nach fünf von zehn Rennen schon mit 20 Punkten hinten liegt. Doch seine Konkurrenten Graham Hill und Jim Clark fahren in den letzten vier Rennen nur noch jeweils einmal in die Punkte. Surtees wird Weltmeister mit einem Zähler Vorsprung.

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1976

Niki Lauda gegen James Hunt, eines der legendärsten Formel-1-Jahre überhaupt. Lauda hat zur Halbzeit den Titel eigentlich schon sicher, der Österreicher führt die Wertung mit 26 Punkten Vorsprung an. Dann verunglückt Lauda auf dem Nürburgring, der Feuerunfall kostet ihn fast das Leben. Lauda verpasst zwei Rennen, den letzten Grand Prix des Jahres in Japan bricht er in den Fluten von Fuji nach zwei Runden ab - am Ende hat Hunt einen Zähler Vorsprung.

1981

Carlos Reutemann dominiert in seinem Williams zunächst die Saison, doch dann bleibt der Argentinier in den letzten sechs Rennen viermal ohne Punkte. Nelson Piquet (Brabham) fängt ihn im finalen Showdown in Las Vegas nach einem zwischenzeitlichen 11-Punkte-Rückstand noch ab, der Brasilianer gewinnt seinen ersten von drei Titel mit einem Zähler Vorsprung.

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1984

Niki Lauda und sein McLaren-Kollege Alain Prost machen den Titel unter sich aus, der Franzose erkämpft sich zunächst einen großen Vorsprung (11,5 Punkte). Lauda reicht im letzten Rennen ein zweiter Platz hinter Prost, um sich mit nur einem halben Punkt Vorsprung die WM-Krone aufzusetzen.

2007

Auch Ferrari kann Aufholjagd: Kimi Räikkönen hat den WM-Führenden Lewis Hamilton 2007 im McLaren schon fast aus den Augen verloren (18 Zähler Rückstand bei alter Punkteregelung), alles deutet auf ein Duell zwischen dem Briten und seinem damaligen Teamkollegen Alonso hin. Aber Hamilton und Alonso sind zu sehr mit ihrer Privatfehde beschäftigt, der "Iceman" nutzt seine Gelegenheit und hat am Ende einen Punkt Vorsprung auf beide.

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2010

Vier Piloten können sich im letzten Rennen der Saison in Abu Dhabi noch den WM-Titel sichern, Sebastian Vettel im Red Bull gilt dabei aber nur als Außenseiter im Duell mit Fernando Alonso und seinem Teamkollegen Mark Webber. Zur Mitte einer verrückten Saison lag Vettel mit 24 Zählern Rückstand nur auf Rang vier, doch mit einem starken Endspurt (3 Siege aus den letzten vier Rennen) und Chaos bei Ferrari holt sich der damals 23-Jährige seinen ersten Titel.

2012

Sebastian Vettel liegt im Red Bull zwischenzeitlich schon 44 Punkte hinter Ferrari-Pilot Fernando Alonso zurück, doch der Spanier und die Scuderia geben den Vorteil aus der Hand. In einem dramatischen Saisonfinale in Brasilien, Vettel fällt nach dem Start auf den letzten Rang zurück, schnappt er sich seinen dritten Titel in Serie.

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