Beim Großen Preis von Frankreich
29.06.2018 | 18:29 Uhr
Sebastian Vettel landet beim Großen Preis von Frankreich nur auf Rang fünf und verliert die Führung in der WM-Wertung an Lewis Hamilton. Der Ferrari-Star sucht keine Ausreden und übernimmt die volle Verantwortung für den Crash mit Valtteri Bottas.
"Ich war daran Schuld", sagte der Formel-1-Star und fügte hinzu: "Es war von Anfang an der Wurm drin." Mit einer selbstverursachten Kollision in Kurve eins hatte Vettel sich aller Siegchancen beraubt.
Dabei hatte der Heppenheimer einen ganz starken Start von Rang drei gezeigt, stieß dann in der ersten Kurve aber mit dem vor ihm platzierten Valtteri Bottas im Mercedes zusammen und beschädigte seinen Frontflügel.
"Es wäre vermeidbar gewesen, aber da man nicht wusste, wie gut man auf diesem Kurs gut überholen kann, musste er am Start attackieren", analysierte Formel-1-Reporterin Sandra Baumgartner.
Vettel erklärte, dass er beim Bremsen keinen Grip mehr gehabt und das Auto nicht mehr abfangen habe können. "Mir blieb leider nichts anderes übrig. Mir war klar, dass ich da raus muss, aber ich hatte keine Möglichkeit auszuweichen", sagte der 30-Jährige, der eine Fünf-Sekunden-Strafe kassierte und am Ende der ersten Runde an die Box musste.
Nach Ansicht von Lewis Hamilton fiel die Strafe zu gering aus. "Wenn jemand dein Rennen ruiniert und dann einen Klaps auf die Hand kriegt, dann ist das ziemlich... Er sollte dann nicht mehr dazu in der Lage sein, eine Aufholjagd zu starten und vor dem Unfallgegner ins Ziel kommen."
Niki Lauda stimmte ihm zu: "Sie hätten ihm mehr Strafzeit geben können. Fünf Sekunden sind nichts - denn er hat das gesamte Rennen von ihm selbst und Bottas zerstört", sagte der Mercedes-Aufsichtsratschef.
Einen Seitenhieb konnte sich der zweitplatzierte Red-Bull-Pilot Max Verstappen nicht verkneifen. "Seb sollte seinen Fahrstil überdenken. Das ist nicht akzeptabel. Er sollte daraus lernen", sagte er augenzwinkernd.
Der Niederländer war wegen seiner ungestümen Fahrweise zuletzt heftig in die Kritik geraten, unter anderem wegen eines Rammstoßes gegen Vettel in Shanghai. (Sky Sport/sid)