Stimmen zum Großen Preis von Kanada mit Antonelli, Hamilton, Verstappen, Stella und Schumacher
Das Rennen in Montreal brachte viel Spektakel.
25.05.2026 | 01:56 Uhr
Alle Sky Sport Stimmen zum Kanada-GP.
Kimi Antonelli (Rennsieger Mercedes) ...
… zum Sieg und zum Zweikampf mit George Russell: "Es war ein sehr spaßiger Zweikampf mit George, ziemlich am Limit. Es war heute nicht einfach mit dem Wind, der sehr böig war. In Kurve 10 war es schwierig: In einer Runde hatte er ein stehendes Rad, dann war ich vorne und hatte ein stehendes Rad. Es war sehr eng. Sehr schade, dass George den Ausfall hatte, denn es wäre weiterhin ein sehr cooler Zweikampf gewesen. Aber klar, den Sieg nehme ich gerne mit. Ich bin natürlich sehr glücklich und ein riesiges Dankeschön ans Team."
… zum Rennmanagement nach Russells Ausfall: "Als ich dann alleine vorne war, habe ich mich vor allem um das Reifenmanagement gekümmert. Ich habe gesehen, dass vorne links schon etwas Graining aufkam und es hat sich etwas eigenartig angefühlt. Aber am Ende hatten wir eine gute Pace, als die Temperatur wieder ordentlich war. Jetzt freue ich mich auf das nächste Rennen."
… zur WM-Führung: „Wir müssen einfach mit dem weitermachen, was ich momentan mache. Klar, wir hängen die Latte immer höher, denn George war dieses Wochenende auch sehr, sehr schnell. Wir waren dicht beieinander und ich muss mich auch verbessern. Die Red Bull, die Ferrari und die McLaren kommen auch zurück. Wir müssen weiter pushen. Nächstes Mal in Monaco könnte es auch schwierig werden, aber wir versuchen, auf alles vorbereitet zu sein. Ich gebe mein Bestes."
… zur teaminternen Situation vor dem Rennen: "Nein, es gab heute Morgen keine Ansprache. Wir hatten gestern ein Meeting, haben alles klargestellt, alles ist gut. Jetzt freue ich mich auf das Rennen. Schauen wir mal, wo wir landen können. Hoffentlich gibt es ein gutes Ergebnis für mich und für das Team insgesamt."
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Lewis Hamilton (P2, Ferrari) ...
… zu Platz zwei in Kanada: "Unglaublich. Ich bin so, so glücklich. Ein guter Tag, ein guter Renntag, insgesamt ein solides Wochenende. Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht, alles aus dem Auto rauszuholen. Dann so auf der Strecke zu sein und auch dieser tolle Zweikampf mit Max: Ich bin einfach so glücklich. Ich liebe diesen Job. Es ist einfach der beste Job der Welt und das darf man niemals für selbstverständlich nehmen."
… zum Gefühl im Ferrari: "Es gibt so viele Elemente, die zusammenkommen müssen, damit das Auto richtig funktioniert. Ich glaube, ich habe das jetzt mit den Ingenieuren, das ganze Setup innerhalb des Teams. Ich hoffe, dass wir so weitermachen können mit der Performance. Ich fühle mich auf jeden Fall wesentlich wohler im Auto."
… zum Überholen im Rennen: "Es ist so schwierig, im Rennen zu überholen. Die Jungs hier haben einfach mehr Geschwindigkeit auf der Geraden. Es ist wirklich zehnmal so schwierig wie normalerweise. Man muss kalkulieren, wie viel Energie noch in der Batterie ist, auf dieser Geraden, auf der nächsten Geraden und so weiter. Jedes Mal muss man überlegen, was jetzt passieren könnte. Es ist nicht großartig, aber so ist das nun mal. Ich bin dankbar, dass es jetzt endlich auch so geklappt hat."
… zur Bedeutung des Ergebnisses für den weiteren Saisonverlauf: "Definitiv ist das ermutigend. Wenn man sieht, dass Mercedes ein großes Upgrade gebracht hat und viele andere Teams Upgrades gebracht haben: Wir haben ein großes Upgrade nach Miami gebracht, die Menschen in der Fabrik haben hart gearbeitet und hoffentlich kommt da noch einiges. Das ist eine Strecke mit vielen Geraden und viel Highspeed und wir konnten trotzdem mithalten. Aber wir müssen weiter pushen und noch mehr herausholen."
... über sein Wochenende generell: "Ich bin so glücklich. Ein guter Tag, ein guter Renntag. Insgesamt ein solides Wochenende. Das Team hat einen super Job gemacht, um das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Der Zweikampf mit Max war super. Ich liebe diesen Job. Es ist einfach der beste Job auf dieser Welt. Ich fühle mich sehr gut im Auto."
Max Verstappen (P3, Red Bull) ...
… zum Podium: "Ich hatte ein paar coole Zweikämpfe. Wieder vorne mitzukämpfen, macht immer mehr Spaß. Jetzt unser erstes Podium der Saison zu haben, ist etwas sehr Positives. Es waren coole Zweikämpfe mit Lewis bis zum Schluss, das hat echt Spaß gemacht. Wir haben uns gepusht. Am Ende stehen wir auf dem Podium, am Anfang sah es nicht danach aus. Also ist es sehr positiv für uns."
… zum Abstand auf Mercedes und Ferrari: "Wir müssen weiter hart arbeiten und uns besser als die Konkurrenz verbessern. Dann werden wir in den nächsten Rennen sehen, was wir machen können."
Toto Wolff (CEO & Teamchef Mercedes) ...
… zum Sieg von Kimi Antonelli und zum Ausfall von George Russell: "Es sind seit so vielen Jahren immer wieder diese bittersüßen Momente. Natürlich freust du dich für Kimi, weil er das ganze Wochenende blitzschnell war. Aber dann hast du George, der in Führung liegend mit einem Problem ausfällt. Lieber habe ich beide Autos am Ende im Ziel, aber Kimi verdient den Sieg heute."
… zur Reifenentscheidung am Start: "Eigentlich war es völlig klar: Es waren die Slicks. Es waren kaum Tropfen auf dem Boden. Deswegen hat es uns gewundert, dass McLaren so gegambelt hat, vor allem mit beiden Autos."
… zum Duell zwischen Antonelli und Russell: "Mir ist lange viele Runden heiß geworden. Ich hätte mir gewünscht, dass sie es ein bisschen rausnehmen, aber das ist dann nicht passiert. So sind Rennfahrer, das weißt du ja auch."
… zu Antonellis Start: "Es sind viele kleine Details, die wir verändert haben. Sowohl Hardware als auch Elektronik. Das haut jetzt einigermaßen hin."
… zu seiner Interaktion mit Russell nach dessen Ausfall: „Ich habe nur gesagt: Es tut mir leid. Es sind noch viele Rennen zu fahren, die Meisterschaft ist weit offen. Aber es ist natürlich schon ein ziemlicher Rückschlag, wenn du vorne liegst und gerade das Momentum wieder brauchst nach den letzten drei Rennen. Also sicher schwierig für George."
Laurent Mekies (Teamchef Red Bull Racing) ...
… zum ersten Red-Bull-Podium der Saison: „Es war kein einfaches Wochenende, nicht ganz so, wie wir es uns gewünscht hätten. Aber wir haben einen guten Schritt nach vorne gemacht seit unserem letzten Rennen in Miami. Es ist immer noch sehr früh in der Saison, in der wir das Auto verstehen. Trotzdem haben wir an diesem Wochenende bei beiden Autos einiges gelernt, um Max und Isack etwas zu geben, womit sie etwas glücklicher waren."
… zur Entwicklung des Autos: „Am Ende bestätigt das bestimmt den Schritt, den wir auch schon in Miami gemacht haben. Vielleicht sind wir etwas näher dran, es geht in die richtige Richtung. Aber es ist noch nicht genug. Wir sind uns sehr bewusst, dass die nächsten paar Zehntel sehr schwierig zu finden sind. Jeder gibt natürlich alles, um noch mehr neue Teile ans Auto zu bringen und das Auto weiterzuentwickeln."
… zur schwankenden Performance: "Wir haben immer noch Probleme, Konstanz in unserer Performance zu finden, manchmal sogar innerhalb einer Session. Das ist etwas, an dem wir sehr stark arbeiten. Das war auch während der ersten paar Rennen ein Problem, aber da müssen wir mehr machen."
… zur Reifenwahl am Start: "Für Max, Isack und das Team war klar, was zu tun war. Aber klar: Man weiß nie, wie viel Regen in den nächsten Minuten noch kommt. Aber sowohl Max als auch Isack und auch das Team waren alle von dieser Richtung überzeugt."
… zu Verstappens Kritik und dem weiteren Entwicklungsweg: „Wir werden weiterhin Risiken eingehen, um so schnell wie möglich wieder an die Spitze zu kommen. Da ist Max voll mit an Bord. Dann ist es ganz normal, dass man auch diese Emotionen bekommt, dass es diese Höhen und Tiefen im Qualifying gibt. Aber es ist nun einmal notwendig, dass wir alles erforschen und Lösungen am Auto finden. Manchmal funktioniert es, manchmal funktioniert es nicht. Das ist sehr unterschiedlich im Bezug zu den Problemen, die wir zum Ende der letzten Saison hatten."
Andrea Stella (Teamchef McLaren) ...
… zur Entscheidung, auf Intermediates zu starten: "Man muss sich fünf Minuten vor dem Rennstart für die Reifen entscheiden. Vor dem Rennstart war die Strecke noch rutschig, es tröpfelte noch. Aber der Regen hat dann aufgehört und die Strecke ist sehr schnell getrocknet. Die doppelte Formationsrunde hat auch die ganzen Gummiteile auf der Strecke weggeräumt. Das wäre nochmal anders gewesen, wenn der Start zum normalen Zeitpunkt stattgefunden hätte."
… zu den Folgen der falschen Reifenwahl: "Auf der trockenen Strecke, nachdem der Regen aufgehört hatte, waren die Intermediates ganz klar nicht die richtige Reifenentscheidung. Wir haben zu Beginn des Rennens den Preis bezahlt."
… zu den weiteren Problemen bei McLaren: "Abgesehen davon gab es auch ein paar andere Situationen, die unseren Sonntag kaputt gemacht haben. Mit Lando konnten wir das Rennen wegen eines mechanischen Problems nicht einmal beenden. Dann hatten wir zwei weitere Stopps bei Oscar wegen des Kühlsystems, wir mussten den Kühler reinigen. Dann hatten wir noch eine Strafe, das Auto war beschädigt. Also eine Summierung von einigen Dingen. Wir müssen uns jetzt einiges anschauen, aber wir werden uns sammeln und zurückkommen. In Monaco werden wir wieder angreifen."
Fred Vasseur (Teamchef Ferrari) ...
… zum Wochenende: "Es war ein ordentliches Wochenende. Mit den Upgrades von Mercedes und McLaren hier in Kanada dachten wir, wir wären etwas weiter weg. Aber von Beginn an waren wir da. Lewis hatte von Beginn des Wochenendes an eine starke Pace. Unter diesen extremen Bedingungen, wenn man Vertrauen hat und mehr Energie in die Reifen bringt, dann hat man die Pace. Das war vielleicht der Unterschied zwischen Lewis und Charles dieses Wochenende."
… zu den Forderungen von Hamilton nach mehr Power: "Mit diesem Reglement wird die Energie manchmal etwas anders ausgegeben. Wenn man im Auto sitzt und gegen die Konkurrenz kämpft, dann spürt man das vielleicht etwas mehr als die anderen. Aber insgesamt war die Pace da."
… zur Reifenwahl: "Wir haben etwas gezögert mit den Slicks und dann noch, ob Soft oder Medium. Wir hatten Angst vor zu viel Graining auf den Soft-Reifen. Man weiß nie, welche Situationen im Rennen aufkommen. Aber insgesamt war es einfach so schwierig, die Energie in die Reifen zu bekommen, dass der Soft die richtige Wahl war."
George Russell (Ausgefallen, Mercedes) ...
… zum technischen Defekt (während des Rennens): "Der Motor ging auf dem Weg in die Kurve plötzlich aus. Der Motor hat aufgehört, es gab keine Elektrik und keine Bremse mehr. Mir fehlen ein wenig die Worte, viel mehr kann ich gerade nicht sagen."
… zur Enttäuschung nach dem starken Wochenende (während des Rennens): "Es war ein gutes Wochenende. Ich habe den Sprint gewonnen, die Pole im Qualifying geholt, war da, wenn ich da sein musste und hatte gute Zweikämpfe mit Kimi. Von meiner Seite fühlt es sich so an, als hätte ich an diesem Wochenende nicht mehr machen können. Klar bin ich jetzt nicht zufrieden, sondern ziemlich niedergeschlagen und frustriert mit dem, was passiert ist. Aber was kann ich machen?"
… zum Zweikampf mit Kimi Antonelli (während des Rennens): "Es war großartig, ich habe es geliebt. Wir hatten keinen Kontakt, es war hart, es war eng. Genau darum geht es beim Rennfahren. Es wäre schön gewesen, wenn das noch 30 Runden so weitergegangen wäre."
Sky Sport F1-Experte Ralf Schumacher ...
… zum Duell zwischen Kimi Antonelli und George Russell: "Es war ein episches Duell. Aber man muss auch sagen: Kimi macht das extrem abgeklärt. Er hat George wirklich immer wieder zu Fehlern getrieben. Er selbst hat natürlich auch einen gemacht, aber klar: Er war der schnellere Mann. Das muss man erst mal so schaffen in so jungen Jahren, die Situation so im Griff zu haben und aus seinen Fehlern zu lernen. Wenn es so weitergeht, haben wir da wirklich einen Nachfolger vielleicht auch von Max Verstappen irgendwann mal."
… zu Verstappens Einfluss auf Red Bull: "Das ist schon geprägt durch Max Verstappen, das ganze Team. Aber so einen Fahrer muss man erst mal finden. Die Ansprüche kann er auch stellen, weil er es am Ende umsetzt. Schön natürlich, wenn man mehr auf ihn hört. Das war bei meinem Bruder schon so. Es gibt einfach diese Fahrer, die können das, und das muss man dann auch tun."
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