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Formel 1: Hamilton reagiert auf Sticheleien von Red Bull - gute Performance im Miami-Training

Red-Bull-Sticheleien: Hamilton reagiert - zum Teil auch auf der Strecke

Lewis Hamilton wird im Rahmen des Grand Prix in Miami mit den Sticheleien von Red Bull konfrontiert.
Image: Lewis Hamilton wird im Rahmen des Grand Prix in Miami mit den Sticheleien von Red Bull konfrontiert.  © Imago

Nach dem Herzschlagfinale im vergangenen Jahr ist zwischen den Rivalen Red Bull und Mercedes in dieser Saison eine Kluft entstanden. Weltmeister Max Verstappen und Co. nutzen dies für Sticheleien in Richtung von Lewis Hamilton, der in Miami - nicht nur am Mikrofon - reagiert hat.

Es war wohl einer der dunkelsten Momente in der Sportlerkarriere von Lewis Hamilton. Beim vergangenen Grand Prix in Imola fuhr der siebenmalige Weltmeister das gesamte Wochenende nur hinterher. Der Tiefpunkt folgte am Sonntag beim Rennen, als er erst nicht an AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly vorbeifahren konnte und dann auch noch vom einstigen WM-Rivalen Max Verstappen überrundet wurde - Höchststrafe für den so erfolgsverwöhnten Briten!

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In-Race Video: Demütigung! Verstappen überrundet Hamilton in Imola

Kluft zwischen Hamilton & Red Bull

Am Ende sprang für den Routinier nur Platz 13 heraus, während sein Teamkollege George Russell mit Platz vier erneut ein Top-5-Ergebnis landen konnte. Dies spiegelt auch den derzeit generellen Eindruck wieder, dass der junge Mercedes-Newcomer mit dem neuen W13 besser zurechtkommt als dies bei Hamilton der Fall ist. 21 Punkte liegen nach vier Grands Prix bereits zwischen den beiden Teamkollegen.

Auf Verstappen hat Hamilton bereits einen Rückstand von 31 Zähler und auf den WM-Leader Charles Leclerc sind es satte 58 Punkte. Hamilton hat aufgrund der bisherigen Ergebnisse den Kampf um die WM in diesem Jahr bereits auch schon öffentlich abgeschrieben.

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Das alleine dürfte für den siebenmaligen Weltmeister schon schlimm genug sein. Doch vor allem die Red-Bull-Seite um Verstappen und Motorsportberater Dr. Helmut Marko scheint die aktuell verzwickte Lage von Hamilton zu genießen und lässt in regelmäßigen Abständen auch immer wieder Sticheleien in Richtung des Briten los.

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Dr. Marko mit Seitenhieb gegen Hamilton

Dr. Marko verpasste Hamilton nach der Überrundung durch Verstappen direkt nach dem Rennen in Imola einen verbalen Seitenhieb mit dieser provokanten Aussage: "Er wurde von uns überrundet. Vielleicht hätte er vergangenes Jahr aufhören sollen." Jos Verstappen, Vater des amtierenden Weltmeisters Max Verstappen, legte in seiner Kolumne nach und zeigte in seinen Aussagen so etwas wie Schadenfreude: "Ganz ehrlich, ich habe es genossen, wie Max Hamilton überrundet hat - nach alldem, was vergangenes Jahr geschehen ist."

Und der Weltmeister selbst? Der hielt sich in den vergangenen Tagen mit Aussagen zu dieser Szene zurück. Doch pünktlich zum Miami-Wochenende, an dem Mercedes mit Updates und Änderungen am Auto einen kleine Trendwende einleiten will, stochert Verstappen im Interview mit dem Telegraph - erst noch vorsichtig - in Hamiltons Wunden.

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Verstappen-Stichelei: "So furchtbar kann der W13 nicht sein"

"Um ehrlich zu sein, war das nichts, was ich in dem Moment genossen habe. Ich war einfach auf mein Rennen fokussiert und wollte möglichst sauber durch den Verkehr kommen. Es war nicht so, dass ich dachte: 'Oh, ich überrunde Lewis, was für ein großartiges Gefühl.' Ich hatte tolle Duelle mit ihm im letzten Jahr. Jetzt hat er nun mal einen Wagen, der nicht so gut ist", gab sich Verstappen zunächst noch sanftmütig - nur um dann doch tiefer mit dem verbalen Giftpfeil zu bohren. "Dabei sei natürlich auch gesagt, dass George Russell Vierter wurde. So furchtbar kann der W13 also nicht sein, oder?"

Hamilton schlägt erst verbal zurück - und dann auf der Strecke

Bevor es in Miami sportlich wurde und auf die Strecke ging, wurde Hamilton vor allem auf das Statement von Dr. Marko angesprochen. Dabei gab sich der siebenmalige Weltmeister cool und schlug verbal zurück: "Ich höre nicht auf solche dummen Kommentare." Mit "respektlosen Kommentaren" hätte er in seiner Karriere immer wieder zu tun gehabt, ergänzte der Brite. Wer ihn kenne, der wisse, dass er nicht einfach hinschmeißen werde. "Ich nehme das als Treibstoff und werde stärker zurückkommen."

Deutliche Worte von Hamilton, die der Mercedes-Pilot dann im Anschluss im Miami International Autodrome unterstrich. Mit einem verbesserten Auto zeigte sich Hamilton sicherer auf dem Asphalt. Während die Konkurrenz an der WM-Spitze entweder mit der Strecke (Leclerc, Sainz, Perez) oder mit dem Auto (Verstappen) zumindest temporär Probleme hatte, spulte der Routinier seine Runden und sein Programm souverän ab.

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Carlos Sainz scheidet beim 2. Freien Training vorzeitig aus und fliegt in die Mauer ab, Rote Flagge und Unterbrechung.

Im 1. Freien Training sprang dabei zwar "nur" Platz acht heraus, doch im 2. Freien Training konnte er sich nochmals steigern und landete am Ende auf einem respektablen vierten Rang.

Russell in beiden Trainingssessions vor Hamilton

Somit zeigte nicht nur der Mercedes W13 eine deutliche Leistungssteigerung, sondern auch Hamilton - die passende Antwort auf die jüngsten Red-Bull-Sticheleien. Allerdings muss dabei auch erwähnt werden, dass Teamkollege George Russell in beiden Sessions im Klassement vor dem siebenmaligen Weltmeister auftauchte - Platz zwei im 1. Freien Training, Platz eins im 2. Freien Training.

Somit ist Hamilton zwar noch nicht die volle Rehabilitation gelungen, doch ein gutes Qualifying am Samstag (22:00 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport F1) und ein punktreiches Rennen am Sonntag (ab 20:00 Uhr LIVE und EXKLUSIV auf Sky Sport F1) - wenn möglich vor seinem Teamkollegen - würden ihn weiter in diese Richtung bringen.

Spätestens dann dürften auch die Sticheleien von Seiten Red Bulls ein Ende finden ...

Mehr zum Autor Udo Hutflötz

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