Beim 1. FC Köln läuft es momentan wie am Schnürchen - auch dank Mark Uth. Sky Sport erklärt, weshalb der Offensivspieler in Köln seit seinem Wechsel von Schalke durchstartet.
Vom Abstiegskandidaten zu einer der angesagtesten Mannschaften der Bundesliga: Der 1. FC Köln ist mit acht Siegen aus den letzten zehn Spielen auf der Überholspur. Ein Grund für den Aufschwung in der Domstadt: Rückkehrer Mark Uth.
Seit seinem Wechsel vom FC Schalke 04 zum FC läuft es bei Uth. In sechs Bundesligaspielen für Köln kommt er auf sieben Torbeteiligungen. In 28 Bundesliga-Einsätzen für Schalke waren ihm zuvor nur drei Torbeteiligungen vergönnt.
Uth alle 72 Minuten an einem Tor beteiligt
Runtergebrochen auf Minuten liest es sich noch beeindruckender: Beim 1. FC Köln ist der Offensivspieler alle 72 Minuten an einem Treffer beteiligt, bei Königsblau brauchte er fast achtmal so lange, um an einem Tor mitzuwirken.
Für Uth und den FC steht am Mittwoch ein ganz besonderes Spiel an: Das Nachhol-Derby gegen Borussia Mönchengladbach (LIVE & EXKLUSIV ab 18:00 Uhr auf Sky Sport Bundesliga 1 HD), das erst wegen Sturmtief Sabine verschoben wurde und nun auf Grund des Corona-Virus ohne Fans auskommen muss.
Für den gebürtigen Kölner Uth, der auch die Jugend des FC durchlief, ist es das erste Derby gegen Gladbach. Die Vorfreude ist riesig. "Ich bin sehr heiß.", sagte Uth nach dem jüngsten 2:1-Erfolg gegen den SC Paderborn.
Leidenszeit auf Schalke
Am letzten Freitag stellte der 28-Jährige gegen den Mitaufsteiger einmal mehr seinen Wert für die Kölner unter Beweis - Uth bereitete beide Tore der Geißböcke vor. Da stellt sich die Frage: Weshalb blüht er ausgerechnet beim FC so auf und warum lief es auf Schalke nicht rund?
"Er spielt beim FC eine neue Position. Zwischen bzw. hinter den Spitzen, da kann er seine Dribbelstärke sowie auch seine Torgefahr gut einsetzen", erklärt Sky Reporter Christopher Lymberopoulos.
Neben der neuen Position hilft auch ein Blick in die Krankenakte von Uth, um zu verstehen, weshalb er bei Schalke nicht auf Touren kam. In anderthalb Jahren bei den Knappen kommt der Offensivspieler auf 187 Ausfalltage.
Gisdol baut auf Uth
Ein möglicher Grund für Uths Aufschwung bei seinem neuen Arbeitgeber sitzt auf der Kölner Bank: Markus Gisdol. Die beiden kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim. Gisdol war es, der ihn 2015 aus Heerenveen in den Kraichgau holte. Zwar arbeitete das Gespann Trainer-Spieler nur von Juli bis Oktober zusammen, doch das damals aufgebaute Verhältnis spielte eine wesentliche Rolle bei Uths Wechsel nach Köln.
"Selbst wenn ich mal nicht gespielt habe, hatte ich nicht das Gefühl, außen vor zu sein. Von daher fiel mir der Wechsel nach Köln noch leichter", erklärte der 28-Jährige gegenüber dem Express.
Verbesserte Effizienz
Gisdol, so scheint es, hat mit Uth vor allem Torschusstraining geübt. Hatte er bei Schalke noch eine mickrige Chancenverwertung von fünf Prozent, sind es in Köln 18 Prozent. Zudem verwertet er 50 Prozent seiner Großchancen.
Diese Treffgenauigkeit gilt es auch gegen Gladbach im Derby wieder unter Beweis zu stellen. Denn bei einem Sieg hätte der FC mit 35 Punkten den Klassenerhalt fast schon in der Tasche - ein Unterfangen, zu dem Uth maßgeblich beigetragen hat.