Frauen EM: Gewaltige Bayern-Powern im EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Österreich

So viel Bayern steckt im deutsch-österreichischen EM-Viertelfinale

Von Sky Sport

Die DFB-Frauen treffen am Donnerstag im EM-Viertelfinale auf Österreich. Nach drei starken Vorrundenspielen stellt sich die Mannschaft von selbst auf. ''Never change a winning team''.

Das EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Österreich ist nicht nur ein Spieler zweier Nachbarländer, sondern auch das Duell der Bayern-Spielerinnen. Sowohl im deutschen als auch im österreichischen Kader tummeln sich einige aktuelle und ehemalige Bayern-Spielerinnen.

In London-Brentford steht am Donnerstag das erste K.o.-Spiel für die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg an (21:00 Uhr auf ARD). Die Mehrheit beider Kader sind dabei für Klubs in der Bundesliga unterwegs und kennen sich besonders gut. Vor allem sticht jedoch der FC Bayern heraus. Gleich sieben Spielerinnen der beiden Mannschaften sind Teil des aktuellen Bayern-Kaders und neun weitere haben in der Vergangenheit das Trikot der Münchnerinnen getragen.

Image: Das sind alle Spielerinnen des Viertelfinal-Duells, die je für den FC Bayern gespielt haben.

Wenninger: das Bayern-Urgestein

Eine Personalie, die auf Seiten der Österreicherinnen dabei besonders hervorsticht, ist Carina Wenninger. Die 31-Jährige unterschrieb 2007 ihren ersten Vertrag bei den Bayern und gilt als FCB-Urgestein. Nach 15 Jahren wird sie die bayerische Landeshauptstadt nun aber wieder verlassen, sie zieht es in die Serie A zur AS Rom. Auf dem Platz fällt die großgewachsene Verteidigerin besonders durch ihre Führungsqualitäten auf. Sie trägt in der Nationalmannschaft die Kapitänsbinde und hält das Team zusammen.

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Wenninger weiß daher ganz genau, worauf sie bei den Deutschen achten müssen: "Sie haben eine extrem hohe Qualität und viel Geschwindigkeit." Kein Wunder, denn die deutsche Flügelflitzerin Klara Bühl und die schnelle Außenbahnspielerin Giulia Gwinn werden diese Geschwindigkeit der Österreicherin im Bayern-Training oft präsentiert haben.

Bayern-Spielerinnen dominieren deutsches Spiel

Neben dem eben genannten Bayern-Duo Bühl und Gwinn sind in der DFB-Auswahl noch Magull, Lohmann, Dallmann und Schüller im Kader. Zu den ehemaligen FCB-Spielerinnen gehören Sara Däbritz (2015-2019), Kathy Hendrich (2018-2020) und Marina Hegering (2020-2022). Auffällig: in den deutschen Vorrundenspielen wurde jedes Mal eine Bayern- bzw. Ex-Bayern-Spielerin zur "Player of the Match" gewählt. Im ersten Spiel gegen Dänemark erhielt Magull die Trophäe, gegen Spanien war es Hegering und Dallmann zuletzt gegen Finnland.

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Österreichische Innenverteidigung keine Unbekannte

Neben Wenninger hat auch Viktoria Schnaderbeck eine beachtliche Zeit im FCB-Dress verbracht. Elf Jahre bildete sie zusammen mit Nationalmannschaftskollegin Wenninger die Innenverteidigung beim FC Bayern und weiß sich gegen die ein oder andere deutsche Gegnerin im Viertelfinale gewiss zu behaupten. Andererseits kennt das deutsche Offensivspiel rund um Magull, Bühl und Schüller vermutlich auch die Schwächen der ihnen so vertrauten Innenverteidigung.

Zadrazil auch mit starken Leistungen bei EM

Die derzeit einzige noch aktiv bei Bayern spielende Österreicherin ist Sarah Zadrazil. Genau wie auf Klubebene überzeugte die 29-Jährige bei der EM bis jetzt mit eindrucksvollen und kämpferischen Leistungen im defensiven Mittelfeld.

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Zinsberger glänzt in der Gruppenphase

Zwischen den Pfosten treffen die Deutschen auf die ehemalige FCB-Torfrau Manuela Zinsberger. Von 2014 bis 2019 stand sie für die Bayern auf dem Platz und ist mittlerweile die Nummer eins beim FC Arsenal. Dennoch hat sie mit einigen deutschen Spielerinnen noch zusammengespielt oder ist ihnen zumindest in der Liga des Öfteren begegnet. Die 26-Jährige ist ein großer Rückhalt für die Österreicherinnen und glänzte während des Turniers schon mit einigen Paraden.

Am Donnerstag kämpfen die DFB-Frauen um den Einzug ins Viertelfinale gegen Österreich. Bundestrainerin Martina Voß-Tecklenburg erwartet ein ''wahnsinnig intensives Spiel''.

Alles in allem lässt sich festhalten, dass sich die Spielerinnen beider Mannschaften bestens kennen und es unter den EM-Teilnehmern wohl keine zwei Teams gibt, die sich näher stehen. Wer diesen Vorteil besser nutzen kann, wird sehr wahrscheinlich das Halbfinal-Ticket buchen.

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