Der FC Chelsea ist in diesem Sommer auf dem Transfermarkt zum Zusehen verdammt - und das, nachdem man mit Eden Hazard seinen Superstar abgeben musste. Ganz unvorbereitet gehen die Blues dennoch nicht in die neue Saison.
Während die Konkurrenz fleißig Spieler verpflichtet, sind Chelsea die Hände gebunden. Die Londoner sitzen derzeit eine Sperre von zwei Transferperioden ab und können daher voraussichtlich erst im Sommer 2020 wieder neue Spieler holen.
Hazard wechselt zu Real
Bis dahin müssen die Blues mit dem vorhandenen Personal auskommen. Genauer gesagt, mit dem Personal, das noch übrig bleibt. Denn den einen oder anderen Spieler musste Chelsea bereits schweren Herzens ziehen lassen.
Am meisten schmerzt wohl der Abgang von Offensiv-Star Eden Hazard, der für die kolportierte Ablösesumme von 100 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte. Außerdem kehren mit Mateo Kovacic (Real Madrid) und Gonzalo Higuain (Juventus Turin) zwei weitere wichtige Stützen durch das Ende ihrer Leihe zu ihren Vereinen zurück.
Ganz kalt wird der FC Chelsea von der Transfersperre allerdings nicht erwischt. Die Blues haben für die neue Saison noch ein paar Asse im Ärmel.
"Neuzugang" Pulisic
Mit Christian Pulisic hat Chelsea seinen Königstransfer nämlich vorsorglich bereits im Winter getätigt. Der Deal mit dem BVB beinhaltete eine Leihe nach Dortmund bis Saisonende, weshalb der US-Nationalspieler sein Engagement an der Stamford Bridge erst nach der Sommerpause antritt.
Der 20-Jährige ist ähnlich wie Hazard in der Offensive variabel einsetzbar und soll so die Lücke schließen, die der Belgier hinterlassen hat. 21 Pflichtspieltore und 17 Assists allein in der vergangenen Saison hinterlassen allerdings große Fußstapfen
Rückkehr von Leihspielern
Neben Pulisic kehren einige weitere Leihspieler nach London zurück: Tiemoue Bakayoko kommt nach einjähriger Leihe vom AC Mailand und auch Michy Batshuayi könnte nach seinen Gastspielen in Dortmund, Valencia und bei Crystal Palace in der kommenden Saison wieder das Chelsea-Trikot tragen. Letztgenannter wäre nach dem Abgang von Higuain neben Olivier Giroud eine zusätzliche Alternative für den Sturm.
Fragezeichen hinter Hudson-Odoi
Ein Fragezeichen steht noch hinter Youngster Callum Hudson-Odoi. Der 18-Jährige, der aktuell noch an einem Achillessehnenriss laboriert, wird heftig vom FC Bayern München umworben. Die Blues wollen mit dem Linksaußen allerdings gerne verlängern. Auch das Chelsea-Eigengewächs könnte mittelfristig als Hazard-Nachfolger fungieren.
Hier könnte eine weitere offene Personalie das Zünglein an der Waage werden. Frank Lampard wird nach dem Wechsel von Maurizio Sarri zu Juventus Turin als heißester Kandidat für die Trainer-Nachfolge gehandelt. Die Chelsea-Ikone hatte sich bereits öffentlich als großer Fan von "CHO" geoutet und ihm von einem Wechsel nach München abgeraten.
So könnte Chelsea 2019/20 spielen
Ein Blick auf die mögliche Aufstellung verrät: Trotz Transfersperre und dem Abgang von Eden Hazard haben die Blues auch für die kommende Saison eine schlagkräftige Truppe aufzubieten. Und dass man auch ohne Transferausgaben das Finale der Champions League erreichen kann, hat ja zuletzt Tottenham Hotspur eindrucksvoll unter Beweis gestellt.