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CR7 in neuer Rolle und de Ligt - Juve plant den Großangriff

Alte Dame will den CL-Titel

Leon Kottmann

23.06.2019 | 15:42 Uhr

Juventus peilt kommende Saison den Triumph in der Champions League an.
Image: Juventus peilt kommende Saison den Triumph in der Champions League an. © Getty

Juventus hat wieder eine Strahlkraft für die großen Stars entwickelt. Vergangene Saison wechselte Cristiano Ronaldo zur Alten Dame. Diesen Sommer setzte sich der italienische Meister mehrfach gegen namhafte Konkurrenz durch und bläst mit Top-Talent Mathjis de Ligt zum Großangriff.

Der 19-jährige de Ligt ist einer der gefragtesten Spieler Europas. Der FC Barcelona, Paris St. Germain und zahlreiche weitere Top-Klubs hätten den Innenverteidiger gerne verpflichtet. Der Ajax-Kapitän hat sich nun aber offenbar für einen Wechsel zu Juventus entschieden.

Wie Sky Italia berichtet, überweist die Alte Dame 70 Millionen Euro auf das Konto von Ajax Amsterdam und sichert sich die Dienste des Top-Talents. Laut unseren Informationen hat Paris St. Germain zwar noch nicht ganz aufgegeben, doch die Tendenz geht klar in Richtung Juve.

Letzter internationaler Titel vor 23 Jahren

Mit dem Niederländer will der 35-malige italienische Meister die große Sehnsucht nach dem Henkelpott stillen. In der vergangenen Saison war im Viertelfinale gegen Ajax Schluss und der letzte Triumph in der Champions League liegt bereits 23 Jahre zurück. 1996 besiegte Juve im Finale ausgerechnet Ajax. De Ligt war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal geboren.

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Beim Angriff auf Europas Thron wird es neben dem neuen Abwehrchef vor allem auf Cristiano Ronaldo ankommen. Der Weltstar machte de Ligt einen Wechsel in die Serie A erst schmackhaft und soll kommende Saison in neuer Rolle für die nötigen Tore sorgen.

Aus CR7 wird "CR9"

Laut der spanischen AS plant der neue Coach Maurizio Sarri, den Portugiesen ausschließlich als Mittelstürmer einzusetzen und hat den Superstar auf dessen Yacht angeblich schon von seinen Plänen begeistert.

"Es ist fantastisch, Ronaldo trainieren zu können, nachdem ich bei Chelsea viele tolle Spieler gecoacht habe. Ich hoffe, dass Ronaldo mit mir eine Rekordzahl an Treffern schaffen wird", so der 60-Jährige.

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Unter Vorgänger Massimiliano Allegri musste Ronaldo oft auf den Flügel ausweichen und erzielte somit "nur" 21 Treffer in seiner ersten Spielzeit in Italien. Sarri spekuliert darauf, dass die Torgefährlichkeit und Kopfballstärke des Europameisters im Zentrum noch besser zur Geltung kommt.

Der fünfmalige Weltfußballer soll als "CR9" einen neuen Serie-A-Torrekord aufstellen. Die Bestmarke hält aktuell Gonzalo Higuain mit 36 Toren für den SSC Neapel in der Saison 2015/16. Trainer damals: Maurizio Sarri.

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Ronaldo soll Torrekord aufstellen

Kurios: Der Argentinier wechselte anschließend für 90 Millionen Euro zu Juventus und flüchtete letzten Sommer vor Ronaldo. Nach Leihen zum AC Mailand und dem FC Chelsea kehrt Higuain nun wieder nach Turin zurück, hat allerdings wohl auch unter seinem Förderer Sarri keine Zukunft bei Juventus.

Der Coach machte auf seiner Antritts-PK deutlich, dass er im Sturmzentrum voll auf Ronaldo setzen will. Als Backup steht zudem Moise Kean bereit, der in der Rückrunde mit einer beachtlichen Trefferquote auf sich aufmerksam machte.

Mit Pässen füttern soll Ronaldo ein weiterer Neuzugang: Bereits im Februar machte Juventus das Rennen um den ablösefreien Aaron Ramsey vom FC Arsenal. Am begehrten Mittelfeldspieler war unter anderem auch der FC Bayern interessiert.

Mit Adrien Rabiot von Paris St. Germain könnte zudem ein weiterer Top-Mann zum Nulltarif nach Turin wechseln. Juve hat laut Medienberichten sehr gute Karten im Rennen um die Dienste des zentralen Mittelfeldspielers. Sportdirektor Fabio Paratici betonte am Donnerstag aber, dass der Deal noch nicht sicher sei.

Pogba will zurück

Ob auch Paul Pogba, der bei Juve zum Weltstar reifte, nächstes Jahr wieder in Turin spielt, steht dagegen in den Sternen. Der Weltmeister will zwar zurück zur Alten Dame und soll laut Tuttosport Sarri sogar angerufen und angefleht haben, ihn zu Juve zurück zu holen. Die Italiener haben nach den wahrscheinlichen Deals mit de Ligt und Rabiot aber weder das nötige Kleingeld noch den Platz im Team für Pogba.

Manchester United will den Franzosen nämlich behalten und ist wohl nur bei einem dreistelligen Millionenangebot gesprächsbereit. Mit Miralem Pjanic, Emre Can und Blaise Matuidi stehen zudem zahlreiche Topleute für die Position im zentralen Mittelfeld bereit. Und auch der vielversprechende Rodrigo Bentancur, der seinen Vertrag bei Juventus erst am Samstag verlängerte, fühlt sich in der Zentrale zu Hause.

Offen ist in diesem Zusammenhang auch die Zukunft von Sami Khedira, der eine Seuchen-Saison mit verschiedenen Verletzungen hinter sich hat und sich bei Juve in einem mit Stars gespickten Mittelfeld behaupten müsste oder den Verein verlassen könnte.

Ebenfalls wechseln könnte Rechtsverteidiger Joao Cancelo, der erst im letzten Sommer vom FC Valencia kam. Der 25-Jährige soll ein Wunschkandidat von Pep Guardiola bei Manchester City sein. Kieran Trippier von Tottenham Hotspur könnte laut dem Telegraph dessen Rolle einnehmen.

Mit Costa, CR7 und Dybala - so könnte Juve spielen

So könnte Juventus in der Saison 2019/20 spielen.
Image: So könnte Juventus in der Saison 2019/20 spielen. © Sky

Douglas Costa und Paulo Dybala - zwei Namen, die zuletzt immer wieder als mögliche Abgänge galten - stehen dagegen nicht zum Verkauf. Sarri machte deutlich, dass er die beiden Südamerikaner als optimale Nebenleute zu Ronaldo in einem 4-3-3-System sieht.

Klar ist: Für Juve zählt nächstes Jahr nur der Champions-League-Titel. Nur wenige Teams in Europa verfügen über einen derartigen Luxuskader. Jede Position ist herausragend doppelt besetzt und wenn Sarris Plan mit Ronaldo aufgeht, könnte die Alte Dame im Juni 2020 tatsächlich zum ersten Mal seit 1996 wieder den europäischen Fußballthron besteigen.

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