Paris Saint-Germain: Alle Fragen & Antworten zum Theater um Kylian Mbappe

PSG unter Druck! Die wichtigsten Antworten zum Mbappe-Theater

Von Nico Ditter

Kylian Mbappe bleibt weiterhin das Gesprächs-Thema bei Paris Saint-Germain. Spieler und Verein dementieren zwar die nachgesagten Wechselabsichten, das Tischtuch scheint dennoch zerschnitten. Sky Sport beantwortet alle Fragen zum Wechsel-Hickhack um den Weltmeister von 2018.

Wie sieht Mbappes aktuelle vertragliche Situation aus?

Kylian Mbappe hat seinen Vertrag bei Paris Saint-Germain erst im Mai bis 2025 verlängert und Real Madrid eine Absage erteilt. Dieser Schritt kam für viele überraschend. Allerdings ist der Weltmeister von 2018 dadurch in neue finanzielle Sphären aufgestiegen. Nach Sky Informationen strich Mbappe ein Handgeld von 125 Millionen Euro ein, zudem soll er mit Boni rund 100 Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen.

Was ist seit der umstrittenen Vertragsverlängerung passiert?

"Nichts Gutes", betonte Sky Reporter und Transfer Experte Florian Plettenberg bei Transfer Update - die Show und ergänzte. "Mbappe ist definitiv so richtig unzufrieden." Das Tischtuch scheint zerschnitten, der Franzose fühlt sich hintergangen.

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Warum fühlt er sich betrogen?

Mbappe wurde eine hochkarätige Verstärkung auf der Neuner-Position versprochen, am Ende entschied sich PSG jedoch "nur" für den talentierten Hugo Ekitike von Stade Reims. Der 20-Jährige kam bisher siebenmal in der Liga zum Einsatz, wartet aber noch immer auf seinen ersten Scorerpunkt. Nicht die Verstärkung, die sich Mbappe gewünscht hatte. Der französische Superstar sieht sich nicht als Neuner, möchte unbedingt auf dem linken Flügel spielen. Dort agiert jedoch auch Neymar, zu dem das Verhältnis ebenfalls angespannt ist.

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Will Mbappe den Verein verlassen?

Es war der große Knall! Nach übereinstimmenden Medienberichten plane der Superstar seinen vorzeitigen Abschied aus der französischen Hauptstadt. Nach übereinstimmenden Informationen von Le Parisien, RMC Sport, Marca und EPSN liebäugele er mit einem Abgang im Januar-Transferfenster. Mbappe dementierte die Meldungen jedoch. "Ich habe nie darum gebeten, im Januar zu gehen", sagte der Weltmeister am Sonntag nach dem 1:0-Sieg im Spitzenspiel der Ligue 1 gegen Olympique Marseille. Er sei "sehr glücklich" in Paris, behauptete er. "Die Informationen, die an dem Tag des Spiels gegen Benfica rauskamen, habe ich nicht verstanden. Ich bin darin nicht involviert."

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Welchen Fehler gibt der Verein zu?

"Wir haben in der Vergangenheit den Fehler gemacht, zwei Spieler für dieselbe Position zu verpflichten. (…) Wir haben Mbappe die Zusammenstellung eines großartigen Teams versprochen", sagte Sportdirektor Luis Campos gegenüber RMC Sport und machte deutlich: "Mit einer Neun, die wir nicht gebracht haben."

Ist ein Verkauf ein Thema?

Auch vom Verein gab es ein klares Dementi. Ein vorzeitiger Abgang sei laut Campos kein Thema. "Er hat mir nie gesagt, und ich weiß, dass er es auch nie dem Präsidenten gesagt hat, dass er im Januar gehen will", betonte er gegenüber RMC Sport. Nach Sky Informationen gab es zuletzt mehrere klärende Gespräche - auch mit Mbappe. Ein Verkauf im Winter scheint nahezu ausgeschlossen.

Kylian Mbappe will PSG verlassen - Verein hat kein Interesse an einem Transfer. Frankreich-Expertin Margot Dumont schätzt die Lage um den Superstar ein.

Wie wird das Thema in Frankreich wahrgenommen?

"In Frankreich spricht wirklich jeder über Mbappe", erklärte Sky Reporter und Transfer Experte Marc Behrenbeck am Rande der Ballon d'Or-Vergabe in Paris. Das Gesprächsthema sei sogar größer als die bevorstehende "Krönung" von Karim Benzema gewesen.

Welche Optionen hat Mbappe?

Eigentlich gibt es für den Franzosen nach seiner Vertragsverlängerungen keine Optionen. Der 23-Jährige ist viel zu teuer. "Natürlich gibt es United, die einen Neuner suchen, wenn Ronaldo im Winter ginge und den FC Chelsea, die mit Aubameyang spielen, aber keinen klassischen Stoßstürmer haben und auch über die Außen flexibler agieren wollen", sagte Behrenbeck. Doch wäre das wirklich der ersehnte nächste große Schritt für Mbappe? Mehr als fraglich.

Die internationale Konkurrenz ist auf der Position verhältnismäßig gut besetzt. Real hat Benzema, schielt danach eher auf Erling Haaland. Auch Barca, ManCity, Liverpool, Bayern und italienische Klubs sind aktuell nach Sky Informationen keine Optionen.

Könnte Mbappe seinen Vertrag kündigen?

Nach Informationen der L'Equipe prüfe Mbappe alle Optionen, den Vertrag zu kündigen. Ist das überhaupt möglich? Schwierig - aber nicht unmöglich. "Es gebe wie auch in jedem anderen Bereich die Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis zu kündigen, wenn ein außerordentlicher Kündigungsgrund vorliegt", erklärte Sportrechtler Dr. Paul Lambertz gegenüber Sky. "Die FIFA spricht in der deutschen Übersetzung von einem triftigen Grund." Den Parisern wurde unter anderem in einem Bericht des investigativen Nachrichtenportals Mediapart vorgeworfen, mit Fake Accounts in sozialen Netzwerken unliebsame Medien, Persönlichkeiten und eigene Spieler wie Mbappe und Neymar diskreditiert zu haben. Diesen Vorwurf hat der Klub allerdings zurückgewiesen. Sollten sich die Beschuldigungen jedoch bewahrheiten, könnte die Spielerseite zumindest prüfen, daraus einen außerordentlichen Kündigungsgrund zu stricken.

Medienberichte: Kylian Mbappe will PSG im Winter verlassen - eine Vertragskündigung ist schwierig.

Welches Szenario ist wahrscheinlich?

"PSG ist definitiv unter Druck und das ist aktuell auch das Problem", betonte Behrenbeck. Es scheint wahrscheinlich, dass die Pariser ihr Versprechen einlösen und einen neuen Stürmer präsentieren. Danach dürfte Mbappe erst einmal gehalten werden - auch wenn die Konflikte mit Neymar weiter bestehen. "Momentan kann man aber nicht davon ausgehen, dass Mbappe schnell wechselt", fügte der Sky Reporter hinzu.

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79 Prozent der Sky User halten Mbappes Reaktion für übertrieben, nur 21 Prozent können es nachvollziehen.

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