Watzke über DFB-Chaos: Da hilft keine Strategie der Welt

BVB-Boss spricht auf der Pressekonferenz

Von Sky Sport

Watze zu DFB-Chaos: Da kannst du machen was du willst

Vor dem Testspiel gegen Austria Wien stellte sich Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stellte den Fragen der Journalisten - und heraus kam ein bunter Blumenstrauß an Antworten zu den verschiedensten Themen rund um den BVB, die Bundesliga und die deutsche Nationalmannschaft. Sky hat für Euch die wichtigsten Antworten zusammengefasst.

Hans-Joachim Watzke über das Wiedersehen mit Peter Stöger: "Peter Stöger ist ein fantastischer Mensch und ein sehr guter Trainer. Als Peter gekommen ist waren wir Achter, er hat uns um vier Plätze verbessert und in die Champions League gebracht. Er hat das, was wir erhofft und erwartet haben, erfüllt. Ganz davon abgesehen ist er auch ein Freund geworden. Das wird auch immer so bleiben."

...über den Abgang von Ousmane Dembele: "Fakt ist, die nächste Aktion wird andersherum laufen. Der nächste Spieler, der das versucht, wird auf Granit beißen und sich über einen sehr langen Zeitraum auf der Tribüne wiederfinden. Jetzt ist es aber auch einfacher, weil wir es angekündigt haben, da darf sich kein Aktionär oder Mitglied beschweren. Man kann es also auch umdrehen. Nur am Ende geht es im Fußball auch um Geld. Bis jetzt sind 115 Millionen Euro geflossen, es ist aber noch Luft nach oben. Ich würde es wieder tun. Die Begleitumstände waren aber sehr übel."

Watze über Dembele-Wechsel: Der nächste beißt auf Granit

...über das Niveau in der Bundesliga: "Ich hatte auch 2013 oder 2014 nicht das Gefühl, dass der deutsche Fußball die Welt regiert. Wir müssen periodischer und in längeren Linien denken. Der deutsche Fußball ist besser, als er jetzt aktuell vielleicht rüberkommt. Dass es für einen deutschen Klub immer schwieriger sein wird, die Champions League zu gewinnen oder ins Finale zu kommen, ist auch klar. Aber es wird auch wieder so sein, dass ein deutscher Klub im Finale steht."

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"DFB konnte nur verlieren"

...über den Unterschied zwischen Favre und Stöger: "Peter Stöger konnte keine ganze Saisonvorbereitung machen. Wir sind ihm unendlich dankbar, dass er im Dezember auf den fahrenden Zug aufgesprungen ist und den auch relativ sicher in den Bahnhof gebracht hat. Aber es ist eine völlig andere Situation. Lucien kann jetzt sechs, sieben Wochen mit der Mannschaft arbeiten. Er macht einen sehr fokussierten Eindruck. Man merkt richtig, wie er auflebt, wenn er auf dem Platz steht. Das ist ein Trainer, der sich sehr intensiv mit seinem Team beschäftigt. Aber ein Quervergleich zwischen den beiden verbietet sich zu diesem Zeitpunkt sowieso."

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Favre gewinnt BVB-Debüt

Sky Sport fasst die Tests der Bundesligisten zusammen.

...über das Krisenmanagement des DFB nach dem WM-Aus: "Da kannst du machen, was du willst. Egal was du machst, du hast immer die Hälfte der Leute die sagt: 'Was ist das denn für ein Idiot?' [...] Mit Gündogan und Özil konntest du, egal was du machst, nicht gewinnen. Man hätte die Kommunikation sicherlich etwas eleganter gestalten können und nicht erst nach der WM. Wenn du in so einer Situation dann vierter in der WM-Gruppe wirst, dann hast du verloren. Wenn wir mit dem BVB absteigen würden, würde mir keine Kommunikationsstrategie der Welt helfen. Das war auch das DFB-Problem. Es ist einfach zu viel schief gelaufen."

Weltmeister 2018? Watzke tippt auf Frankreich

...über seinen Weltmeister-Tipp: "Kroatien hat das sensationell gemacht, sie haben wirklich außergewöhnliche Spieler. Aber die Franzosen haben natürlich 20 klasse Spieler. Vielleicht wird die Frische entscheiden, wenn ich sehe, wie oft Kroatien jetzt schon in die Verlängerung musste. Ich bleibe bei meinem Frankreich-Tipp."

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Voting: Wer ist Euer Newcomer der WM?

ei dieser WM sind wieder einige neue Talente entdeckt worden, andere Youngsters bestätigen ihre enorme Klasse.

...über die USA-Reise des BVB: "Wir haben vor Jahren für uns zwei Kernmärkte identifiziert: Fernost und Amerika. Wir machen das einerseits für uns, aber auch für den deutschen Fußball. Die TV-Gelder kommen ja nicht nur dem BVB zugute. Es geht um Internationalität und darum die Zuschauer zu animieren, die deutsche Bundesliga zu verfolgen. Wir haben auch Fanclubs in den USA. Es wird honoriert, wenn du vor Ort bist. Insofern hat das sowohl Image-Gründe als auch ökonomische Gründe."