BVB-Boss Carsten Cramer fordert große Transfer-Wende
Borussia Dortmund plant eine Neuausrichtung seiner Transferpolitik. Vorstandssprecher Carsten Cramer kündigt an, dass der BVB künftig wieder verstärkt auf junge Entwicklungsspieler setzen will.
13.07.2026 | 12:04 Uhr
Der BVB bereitet weitere Transferaktivitäten vor und will wirtschaftlich unabhängiger von Ausnahmeverkäufen werden. Gleichzeitig setzt der Klub auf einen verjüngten Kader.
Borussia Dortmund arbeitet nach Aussage von Vorstandssprecher Carsten Cramer intensiv an den nächsten Schritten auf dem Transfermarkt. Konkrete Saisonziele wollte der 57-Jährige im Gespräch mit dem kicker zwar nicht formulieren, kündigte aber Bewegung bei den Personalplanungen an.
"Aktuell wird eine Menge vorbereitet. Wenn der erste Dominostein umfällt, dann kommt garantiert Bewegung rein", verspricht der 57-Jährige. So steht der Transfer von Karim Adeyemi zum FC Barcelona kurz bevor, nachdem jüngst Barca-Präsident Joan Laporta selbst den Wechsel des Angreifers bestätigt hat. Außerdem ist mittlerweile der Abgang von Mittelfeldspieler Kjell Wätjen zum FC Midtjylland nach Dänemark fix.
BVB will stärker auf junge Spieler setzen
Dabei verfolgt Borussia Dortmund eine klare strategische Ausrichtung. Der Bundesligist will künftig wieder stärker auf junge Spieler mit Entwicklungspotenzial setzen und damit zu einem zentralen Teil seiner Identität zurückkehren.
"Wir sind ein Verein, der Potenziale hebt und Fantasie weckt, das muss sich auch in der Transferpolitik widerspiegeln. Da war es kein Zufall, dass wir Ole Book als Sportdirektor geholt haben", so Cramer, der für den Ex-Elversberger eine klare Aufgabe formuliert: "Wir werden wieder mehr in Werte investieren müssen, das ergibt sich aus unserer DNA. Wir sind der Verein, der entwickelt, die Spieler besser macht, und damit müssen wir einen anderen Marktwert generieren als aktuell."
Talente länger an den Verein binden
Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, erfolgreiche Talente länger an den Verein zu binden. Dortmund möchte wirtschaftliche Ziele künftig häufiger durch reguläre Transfererlöse erreichen und weniger von einzelnen Millionenverkäufen abhängig sein.
"Wir sollten es schaffen, auch mal durch normale Transfers unser wirtschaftliches Ziel zu erreichen, nicht durch außergewöhnliche. Wir wollen nicht immer nur junge Spieler entwickeln, damit wir sie morgen verkaufen, sondern sie auch mal bis übermorgen oder überübermorgen bei uns behalten."
Trotz der finanziellen Herausforderungen bleibt für den BVB der sportliche Erfolg die oberste Priorität.
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