Wie Real Madrid ihre offensive Transfer-Phase finanziert
Real Madrid investiert auf dem Transfermarkt kräftig und schreibt trotzdem Schwarze Zahlen. Hinter der finanziellen Stärke der Königlichen steckt eine Strategie, die dem Klub regelmäßig Millionen einbringt.
30.07.2026 | 20:50 Uhr
Rund 90 Millionen Euro hat Real Madrid in diesem Transfersommer bereits für Neuzugänge wie Marc Cucurella oder Denzel Dumfries ausgegeben.
Mit Yan Diomande könnte schon bald der nächste Millionen-Transfer folgen. Doch trotz der hohen Ausgaben steht bei den Königlichen ein Transferplus zu Buche.
Auf den ersten Blick scheint das kaum erklärbar. Durch die Verkäufe von Fran Garcia an Real Betis und Mario Martin zum FC Getafe nahm Real Madrid bislang lediglich rund 7,5 Millionen Euro ein. Woher stammt also das Geld für den kostspieligen Shopping-Trip auf dem Transfermarkt?
Der Schlüssel liegt in einer Strategie, die die Madrilenen seit Jahren konsequent verfolgen: Bei zahlreichen Verkäufen sichert sich der Klub hohe Weiterverkaufsbeteiligungen in Höhe von satten 50 Prozent.
WM-Spieler bringt 20 Millionen
Wie lukrativ dieses Modell sein kann, zeigt das Beispiel von Victor Munoz. Der Offensivspieler wechselte einst aus der Jugend des FC Barcelona zu Real Madrid, schaffte dort jedoch nicht den endgültigen Durchbruch und wurde deshalb später an CA Osasuna abgegeben. Dort entwickelte sich der Spanier zu einem herausragenden Spieler, erzielte in der vergangenen LaLiga-Saison sechs Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.
Seine starken Leistungen brachten ihm nicht nur die WM-Nominierung für Spanien ein, sondern auch das Interesse des PL-Klubs FC Liverpool. Die Reds zahlten schließlich rund 40 Millionen Euro für den Angreifer. Dank der vereinbarten Weiterverkaufsbeteiligung flossen davon 20 Millionen Euro direkt an Real Madrid.
Insgesamt sind auf diesem Weg zuletzt rund 110 Millionen Euro auf das Konto der Königlichen gewandert. Einnahmen, die auf den ersten Blick kaum auffallen, dem Verein aber enorme finanzielle Spielräume verschaffen.
Und die nächste Zahlung könnte bereits folgen. Auch Sergio Arribas, den Real Madrid einst an UD Almeria verkaufte, überzeugte zuletzt mit starken Leistungen. Sollte der Offensivspieler erneut transferiert werden, würden die Königlichen aufgrund ihrer Beteiligung erneut kräftig mitverdienen. Die passive Einnahmequelle der Madrilenen scheint damit noch lange nicht ausgeschöpft zu sein.
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