Atletico Madrid - Arsenal; UEFA Champions League Halbfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Atletico Madrid - Arsenal. UEFA Champions League Halbfinale.

Wanda MetropolitanoZuschauer68.421.

Atletico Madrid 1

  • J Álvarez (56. minute 11m)

Arsenal 1

  • V Gyokeres (44. minute 11m)

Live-Kommentar

Für heute aber war es das. Nächste Woche fallen die Entscheidungen und wir lernen das Champions-League-Finale 2026 kennen. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Davor spielt Atletico noch am Samstag beim FC Valencia (16:15 Uhr). Und Arsenal muss quasi direkt im Anschluss (18:30 Uhr) zu Hause gegen den FC Fulham ran und darf sich im Meisterschaftskampf mit ManCity keine Fehler erlauben. Vielleicht könnte auch das noch eine Rolle spielen.

Aufgrund des klaren Chancenverhältnisses pro Atletico (18:11) kann Arsenal ziemlich zufrieden mit diesem Ergebnis sein. Der Gastgeber hätte mit dieser starken zweiten Halbzeit mehr verdient gehabt, so aber überstehen die Gunners im Metropolitano und nehmen ein sehr gutes Ergebnis mit nach Nordlondon. Atletico muss bei dem Team gewinnen, das in der Champions League in dieser Saison noch nicht ein Mal verloren hat. Am Dienstag, 5. Mai, steigt das Rückspiel im Emirates Stadium.

Dieses Halbfinal-Hinspiel war nicht immer richtig toll, doch es hatte ganz, ganz viele Gesichter und Facetten, was es sehr interessant und spannend gemacht hat. Die erste Hälfte war lauwarm, hatte aber den Elfmeter für Arsenal parat. Die zweite war dann 30 Minuten lang eine Machtdemonstration Atleticos, das die Führung verdient gehabt hätte. Es reichte aber nur zum Ausgleich per Strafstoß, weil Griezmann und Lookman beste Chancen liegen ließen. Dann musste der überragende Alvarez ausgewechselt werden und die Rojiblancos fielen wieder ab. Atletico hatte stattdessen sogar Glück, dass ein dritter Elfmeter überraschend zurückgenommen wurde. Und die Schlussphase verstrich.

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Und am Ende müssen beide mit dem 1:1 arbeiten. Das Spiel ist aus! 

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Die letzten Minuten, sie bleiben ruhig. 

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Aber was gibt es hier schon zu prognostizieren. Eze mit dem schnellen Ballverlust in der eigenen Hälfte. Hancko übernimmt, spielt nach halbrechts zu Molina. Der schießt mit dem ersten Kontakt wuchtig in die Tormitte. Und nur einen Meter zu hoch. Vielleicht war Raya sogar noch dran, eine Ecke gibt es aber nicht. 

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Simeone pusht sein Team in jeder Sekunde, sein Team verteidigt aber nur noch. Das immerhin, ohne weitere Abschlüsse zuzulassen. Bei diesem Spielfilm wären wohl beide Teams mit dem 1:1 ganz happy. 

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Sieben Minuten gibts es obendrauf. Arsenal kommt. 

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Wenn nicht Arsenal noch den Lucky Punch setzt. Rice schießt aus 30 Metern zentraler Position aber per Aufsetzer knapp links am Tor vorbei. 

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Mit der Auswechslung von Alvarez kam ein klarer Bruch in Atleticos Spiel. Zumal Sörloth zwar im Kader, aber offenbar keine Option ist, einen anderen Grund, ihn nicht in dieses Spiel zu werfen, kann es nicht geben. Sieht gerade so aus, als würde es beim Remis bleiben. 

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Wechsel bei den Rojiblancos: Cardoso verlässt für Molina das Feld. 

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Und Mosquera hat gleich mal seinen Moment: Tiefer Pass auf Mosquera, der lässt klatsche für Eze, der direkt zurück zum Joker. Mosquera schießt, aber zu zentral. Oblak reißt die Hände hoch und pariert. 

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Letzter Wechsel bei den Gunners: Mosquera kommt für White. 

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Und lang ist nicht mehr, dann steht es auch in den Büchern. Zumal das Momentum jetzt ein bisschen abgesackt ist, Arsenal hat erstmals seit 40 Minuten wieder ein bisschen Kontrolle inne und kann ein paar Pässe spielen, ohne hemmungslos genervt zu werden. 

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Das alles soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Elfmeter für Arsenal in dieser zweiten Halbzeit ein echter Witz gewesen wäre. Genauso wie der Umstand, dass es hier immer noch unentschieden steht. Atletico ist so viel besser. Arsenal würde das Remis längst auf der Stelle unterschreiben. 

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Puh, das wird Diskussionen nach sich ziehen. Ein undankbarer Arbeitstag für Schiedsrichter Makkelie. Alle drei Elfmeter-Entscheidungen waren echt schwer zu fällen. Und werden von beiden Teams und allen Anhängern in beide Richtungen ausgelegt werden. 

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Makkelie nimmt den Elfmeter zurück. Und das wundert dann doch. Ja, so einen Elfmeter will man nicht gepfiffen haben. Aber nein, zurücknehmen kannst du den eigentlich auch nicht. Denn Eze ist eher am Ball. Und Hancko tritt ihm auf den dicken Zeh. Aber Makkelie reicht das nicht für einen dritten Strafstoß an diesem Abend, der längst so aufregend ist, wie wir uns das erhofft haben.

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Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Makkelie wird an den Monitor gerufen und schaut sich die Szene nochmal selbst an. Was für eine Spannung, was für ein Drama. Was für ein Pfeifkonzert. 

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Hancko, der damit beide Elfmeter verursacht hat, sieht Gelb fürs Meckern.

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Und dann das: Elfmeter für Arsenal! Was für ein Spielfilm. Bei der ALLERERSTEN Strafraumaktion im zweiten Durchgang für Arsenal steigt Hancko auf den Fuß von Eze, der den einen winzigen Tick eher am Pass von Saka dran ist. Das ist schon wieder so wenig. Aber Makkelie zeigt zum dritten Mal an diesem Abend auf den Punkt. 

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Schwieriger Moment und womöglich ein Wermutstropfen für Atletico: Der angeschlagene Alvarez muss runter. Schwer zu sagen, wie hart es den Schlüsselspieler erwischt hat. Könnte auch "nur" ein Schlag gewesen sein. Baena kommt rein. 

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Es könnte noch ein Atletico-Abend werden. Es wird wahrscheinlich kein Lookman-Abend mehr. Der Stürmer lässt einen liegen, der in einem CL-Halbfinale nicht liegen gelassen werden darf. Was für eine Chance. 

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Griezmann stellt den Angriff in Spielmachermanier mit seinem Pass zwischen die Linien scharf. Alvarez nimmt ihn auf und verlagert nach rechts zu Llorente, der gibt schnell nach innen, wo Lookman auf dem Elfmeterpunkt mit etwas Glück White abschüttelt. Der Abschluss ist dann frei, er kann sich die Ecke aussuchen. Scheitert aber mit einem schwachen Versuch an Raya. Da war deutlich mehr drin, aber es fehlte Präzision wie Härte.

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Elf Abschlüsse für Atletico im zweiten Durchgang. Elf! Im gesamten ersten waren es fünf. Und bei den Gunners steht die Null. Null! Kein einziger Torschuss des FC Arsenal im zweiten Durchgang. Die Londoner haben völlig den Zugriff auf dieses Spiel verloren. 

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Wer Halbzeit eins und Halbzeit zwei separat und unabhängig voneinander sieht, kommt nie im Leben darauf, dass es ein und dasselbe Spiel ist. 

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Und dann gibt es einen neuen Stoßstürmer: Gabriel Jesus kommt für Gyökeres. 

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Saka war keine Drohung, sondern ist eine echte Option. Das darf Arsenals bester und wichtigster Offensivmann jetzt 22 Minuten lang beweisen. Madueke geht runter. 

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Jetzt aber. Martinelli betreibt wie gewohnt Arbeitsteilung mit Trossard. 

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Bei Arsenal geht gar nichts. Coaching ist gefragt, gutes Coaching. Ein Dreifachwechsel steht bereit. Der Ball geht aber nicht ins Aus. 

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So viel Druck der Rojiblancos. Arsenal verteidigt erst eine Ecke, dann darf Griezmann aber nochmal von rechts flanken. Hancko hält die Birne rein, verlängert unfreiwillig an den zweiten Pfosten. Wo Lookman volley draufhält. Viel Risiko, deutlich drüber. 

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Und das wars noch nicht: Arsenal kann nicht klären, Atletico setzt nach, der Ball springt links ans Strafraumeck, wo Ruggeri direkt flankt. Wieder bekommt Griezmann den Ball aufgelegt. Diesmal trifft er ihn per Vollspann. Verfehlt mit seinem wuchtigen Schuss aber das linke Kreuzeck haarscharf. 

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Arsenal schwimmt. Arsenal schwimmt ganz gehörig. Hancko mit dem öffnenden Pass auf Lookman, der kann im linken Halbfeld aufdrehen, Fahrt aufnehmen und nach links zu Ruggeri geben. Der flankt nach innen zurück zu Lookman, der fast verstolpert, den Ball aber noch zu Griezmann bringt. Der trifft die Kugel nicht richtig, genau das macht sie aber so gefährlich: Im Bogen segelt der Schuss an die Latte. 

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Alvarez grätscht einem Ball nach, dem auch Rice nachgeht. Am Ende kommt es zum Zusammenstoß, bei dem Rice seinen Gegner unglücklich ans Schienbein tritt. Ein Foul ist das aber nicht, Schmerzen verursacht es trotzdem. Atletico selbst spielt den Ball raus. Und Alvarez kann schnell weitermachen. 

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Zwei dünne Elfmeter sorgen hier für die Musik. Wobei, damit werden wir Atletico im zweiten Durchgang nicht ganz gerecht. Der ist jetzt immerhin schon 15 Minuten alt. Und die Rojiblancos haben das Energielevel nochmal einige Stufen hochgeschraubt. Arsenal bekommt im zweiten Durchgang noch keinen Fuß auf den Boden. Die Atmosphäre tut ihr Übriges. 

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Ödegaard, Arsenals Kapitän und so wichtig fürs Team, aber nie so richtig dauerhaft fit und verletzungsfrei, wird früh ausgewechselt. Eze kommt rein. Das ist gleichzeitig deutlich offensiver. 

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Toooor! ATLETICO MADRID - FC Arsenal 1:1. Alvarez rennt mit viel Schwung an. Und zimmert die Kugel links oben ins Eck. Raya spekuliert auf die Mitte, bleibt einfach stehen. Und kann so nichts ausrichten. 

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Makkelie schaut, dann entscheidet er sich schnell: Er gibt den Elfmeter. Das wäre nach gestern ein Skandal, hätte es den nicht gegeben. Was nicht heißen soll, dass es generell nicht höchst streitbar ist, dass es für sowas überhaupt Strafstoß gibt. 

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Die Ecke gibts aber. Und eine zweite. Nach der kommt Barrios zum Fernschuss. Der springt an den Unterschenkel von White. Und von dort an die abgespreizte Hand. Gestern gabs dafür Elfmeter. Und heute? Der VAR ruft Makkelie zum Monitor.  

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Atletico kommt gut aus der Pause. Und hat den Ausgleich auf dem Fuß. Ein weiter Schlag von Oblak tickt einmal unberührt auf und geht auf die Stirn von Griezmann, der für Alvarez klatschen lässt. Alvarez geht tief und nimmt links Lookman mit. Dessen Schuss ist zu zaghaft, geht direkt auf Raya, der die Hände nach oben reißt. Und den Abstauber lässt Griezmann liegen. 

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Der Torschrei geht durchs Metropolitano, das ist ja irre. Dabei schießt Alvarez diesen Freistoß aus schwieriger Position "nur" ins Außennetz. Aber das sah aus fast jeder Perspektive so aus, als hätte es direkt im Knick eingeschlagen. Also kein Tor, aber trotzdem ein enorm starker Versuch des argentinischen Weltmeisters. 

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Erstmal zahlt es sich für Atletico aus: Le Normand verteidigt nach vorne und gewinnt den Ball, Koke übernimmt, der spielt tief zu Cardoso, der im Zusammenspiel mit Griezmann. Und dann wird Cardoso von Gyökeres von hinten umgelaufen. Das gibt Freistoß aus einer Distanz, die Alvarez im Schuh hat. 

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Pubill rückt auf die rechte Seite, damit Le Normand im Abwehrzentrum agieren kann. Und Atletico spielt jetzt mehr Harakiri, sprich offene Manndeckung, tritt alles und jedem auf die Füße, egal wo auf dem Feld. Das nervt aus Arsenal-Sicht. Schafft aber natürlich auch Räume. 

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Arsenal unverändert. Weiter gehts. 

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Diego Simeone entscheidet sich für einen Wechsel zur Pause. Und der überrascht dann doch. Er nimmt Sohnemann und Außenturbo Giuliano raus. Der spielt eigentlich immer und alles. Und bringt dafür Abwehrmann Le Normand. Da muss eine Idee hinterstecken, es riecht nach Systemänderung.

Ein schmeichelhafter, wahrscheinlich gerade noch so vertretbarer Elfmeter reicht dem FC Arsenal, um die Weichen für ein richtig gutes Auswärtsergebnis zu stellen. Die Gunners ließen nicht viel zu außer Fernschüsse von Alvarez, die in der Regel geblockt wurden. Im eigenen Spiel wurde mit viel Passsicherheit das Tempo immer wieder gedrosselt. So kam Arsenal zwar auch kaum zu Abschlüssen, aber der eine Moment, als Hancko in den Rücken von Gyökeres rannte, ging eben für Arsenal aus. Insgesamt ist es ein ereignisarmes, aber natürlich spannendes und unvorhersehbares Halbfinale. Mit Steigerungspotenzial.

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Pause! 

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Zwei Minuten Nachspielzeit, die sind gleich schon vorbei. Da fehlt die Zeit für Atletico, um unmittelbar eine Antwort finden zu können. 

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Toooor! Atletico Madrid - FC ARSENAL 0:1. Gyökeres tritt selber an. Schießt nicht wirklich platziert. Aber hart. Und so geht der Ball durch die weit auseinanderstehenden Hände von Oblak hindurch ins linke Eck. 

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Elfmeter für Arsenal! Alvarez köpft einen fatalen Fehlpass nach hinten in die Beine von Zubimendi. Über Ödegaard und Zubimendi gelangt der Ball zu Gyökeres zentral in den Sechzehner. Gyökeres stellt den Körper rein und wird von hinten von Hancko über den Haufen gerannt. Der Schwede nimmt das dankend an - und Makkelie zeigt auf den Punkt. Das ist wenig, aber es ist genug. 

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Die Schlussphase der ersten Halbzeit läuft an. Arsenal hätte diesen Spielverlauf und dieses Spiel bis hierhin wahrscheinlich so unterschrieben. Das Duell klein halten, wachsam bleiben, die Null halten. Das gelingt auch, weil Simeone im Zuge eines Gegenzugs mit seinem Pass in die Mitte nur Abwehrbeine findet. Alvarez setzt nach, bleibt aber ebenso hängen. 

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Hincapie setzt mal zu einem langen Ball an, das sehen wir ansonsten äußerst selten, will damit Martinelli auf der linken Angriffsseite hinter Simeone in den Rücken der Abwehr schicken. Der gerät aber zu lang und Martinelli kann ihn nur hinter der Seitenlinie mitnehmen. Da ist Simeone gar nicht erst mitgerannt. 

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Zum Beispiel jetzt, als Hancko schon hinter der Mittellinie attackiert und einen Ball gewinnt. Über drei Stationen gelangt der zu Alvarez, der ist in erster Linie zuständig für Atleticos Abschlüsse. Schießt jetzt wieder von außerhalb der Box. Und wird geblockt. Er stochert dann noch nach, begeht dabei aber das Offensivfoul. 

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Auch die Spielanteile sind komplett ausgeglichen, auch wenn es optisch so wirkt, als würde Arsenal das Geschehen kontrollieren. Aber das täuscht. Atletico ist voll drin im Spiel, lauert, kann sich aber auch mit Ball am Fuß regelmäßig spielerisch befreien. Es ist ein gegenseitiges Beackern. Mit der beiderseitigen Hoffnung, dass irgendwann irgendwo was angeboten wird. 

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3:3 Abschlüsse, 0,14:0,36 xGoals, macht in Summe ein leistungsgerechtes 0:0 nach etwas über einer halben Stunde. Die Spannung ist allemal drin und packt einen auch. Jedes Team könnte jederzeit zuschlagen. Die Dichte an wichtigen Szenen ist aber nach wie vor dünn. 

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Das war schon gefährlicher. Rice verteidigt nach vorne und gewinnt den Ball, der nach vorne zu Ödegaard springt. Der lässt am rechten Spielfeldrand für Madueke klatschen, der direkt nach innen zieht und aus 25 Metern wuchtig abzieht. Der Ball geht nur einen halben Meter am linken Pfosten vorbei. 

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Cardoso und Griezmann können im Zentrum mit schnellen Pässen das Tempo anziehen, damit Griezmann auf die linke Seite passt, wo Ruggeri diesmal die hohe Flanke ansetzt. Alvarez kommt ran. Köpft aber aus schwieriger Position und unter Bedrängnis mehrere Meter übers Tor. 

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Interessanterweise hat kein Team aus Europas Top-5-Ligen bis hierhin mehr Spiele bestritten in dieser Saison als Atletico Madrid (55) und der FC Arsenal (57). Wie wollen nicht unken, man sieht es. Intensität und Fokus sind natürlich auch enorm. Aber wo ja auch die Formkurve beider Teams zuletzt nach unten ging ... Stellt sich schon die Frage, inwiefern beiden vielleicht die Luft ausgeht. 

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Das hat ganz schön lang gedauert. Nach zwei Minuten schlägt Madueke den Ball von der rechten Seite rein. Und Griezmann köpft die zu flach geratene Hereingabe am ersten Pfosten aus dem Sechzehner. Hat sich das Warten nicht wirklich gelohnt. 

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Dauert aber noch was. Gyökeres hat es etwas fieser erwischt, hat Blut an der Lippe. Er muss behandelt werden. Und wird die Ecke gleich verpassen. 

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Jetzt ist aber erstmal wieder so eine viele-Pässe-kein-Durchkommen-Sequenz. Zwei, drei Minuten lang lassen die Gunners den Ball kreisen. Dann hebelt Zubimendi die Kugel mal von links in den Sechzehner. Dort können sich Gyökeres und Madueke nicht durchsetzen, Gyökeres kriegt sogar noch einen auf die Nase. Die erste Ecke für Arsenal gibt es aber. Die sind immer einen Blick wert.  

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Das waren zwei Szenen, die zeigen, wie viel Tempo hier reinkommen könnte. Noch wird damit hausgehalten, das Spiel nimmt sich immer wieder seine Auszeiten. Das Potential aber ist riesig. Ist immer noch das Halbfinale der Champions League. 

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Auch die folgende Ecke wird gefährlich - für Atletico. Gabriel klärt, der Ball springt vor der Mittellinie auf, wo sich weder Martinelli noch seine zwei Gegenspieler durchsetzen können. Also tankt sich Gyökeres mit Anlauf durch die gegnerische Hälfte und fährt den Konter im Alleingang. Links im Sechzehner legt er quer, findet Ödegaard. Und der wird in letzter Not von Cardoso geblockt. Da hätte Ödegaard direkt schießen sollen, da war mehr drin. 

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Guter Vortrag von Atletico. Und die erste dicke Torchance: Atletico spielt sich auf dem rechten Flügel wunderbar frei, Koke findet dann Hancko in der letzten Linie und über Griezmann geht es auf den linken Flügel zu Ruggeri. Der spielt auf Sechzehnerhöhe Alvarez am Strafraumrand an. Der hat nicht viel Platz, dribbelt sich aber gegen Rice und Gabriel geschickt frei und schießt aus der Drehung. Einen Hauch zu unplatziert. Raya pariert im linken Eck gut. 

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Die Spielkontrolle wechselt eifrig hin und her. Gerade als der Eindruck erweckt wurde, Atletico würde die Feldvorteile übernehmen, verzeichnet Arsenal eine lange Ballbesitzphase. Und die Rojiblancos ziehen sich zurück. Arsenal tut dem Gegner aber nicht den Gefallen, mit offenem Visier ins Verderben zu rennen, sondern bringt viel Geduld mit. Wie wir, die noch warten, dass dieses Halbfinale nicht nur atmosphärisch, sondern auch spielerisch Feuer fängt. 

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Atletico hatte nach wenigen Sekunden einen geblockten Schuss von Alvarez, jetzt taucht Griezmann rechts im Strafraum auf, will Simeone bedienen, der wird aber von Gabriel sauber abgelaufen. Das sind ganz gute erste Anzeichen, wie man sich an der Arsenal-Defensive die Zähne ausbeißen kann. Da geht bislang noch nichts durch. 

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Und so verlaufen dann auch die ersten Minuten. Es wird sortiert, es wird getastet, es wird taktiert. Dann setzt Madueke mit seinem Sprint rechts durch zwei Mann durch das erste Ausrufezeichen. Die Hereingabe geht an den langen Pfosten. Dort springt Martinelli unter dem Ball her. Und Hincapie legt seinen Abschluss übers Außennetz. 

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Aber nüchterner und sachlicher Fußball, das liegt dem FC Arsenal Gunners zum Glück ja ganz gut. Das Spektakel wurde längst ausgeschaltet. Ähnlich wie Atletico, definieren sich die Gunners durch stabile und solide Defensivarbeit. Und einer einzigartigen Standardstärke. Wer heute ein Spektakel erwartet, sollte sich lieber das Replay von gestern ansehen. 

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Die Stimmung im Metropolitano ist gigantisch. Es ist irre laut, keiner macht nicht mit, alles in rot-weiß, das ist kaum in Worte zu fassen. Das Gefühl sagt, Atletico muss heute was reißen, um ins Finale einzuziehen. Mit einem 0:0 oder 1:1 oder so gehts nicht weiter. Und Arsenal muss das hier nüchtern und sachlich überstehen, dann wiederum stehen die Chancen für die Gunners gut. 

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Anpfiff vom niederländischen Referee Danny Makkelie, das zweite Champions-League-Halbfinale läuft! 

Die Rojiblancos hatten kurz Probleme mit Brügge in der Zwischenrunde und profitierten dann vom tiefen Loch der Tottenham Hotspur. Und erwiesen sich dann mal wieder als Stein im Schuh des FC Barcelona. Der Klub steht heute zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte in der Vorschlussrunde der Champions League, wie wir sie heute kennen. Arsenal auch. Beide Klubs haben die Königsklasse noch nie gewonnen. 

Atletico gegen Arsenal gab es in der Ligaphase schon, damals noch in der angedeuteten richtig, richtig guten Arsenal-Saisonphase. Mit 4:0 schickten die Gunners die Rojiblancos mit eingezogenem Schwanz aus ihrer Stadt. Arsenal gewann anschließend die Ligaphase und verdiente sich Duelle gegen Bayer 04 und Sporting, die ziemlich schadlos überstanden wurden. Atletico wird den Gunners mehr abverlangen.

Nach dem viermaligen Scheitern in Folge zwischen 2014 und 2017 ausgerechnet gegen Stadtrivale Real Madrid, darunter zwei Mal im Finale fernab der regulären Spielzeit, will der ewige Außenseiter endlich die Champions League gewinnen. Mit Antoine Griezmann, der den Verein im Sommer verlässt, mit Jose Gimenez, mit Koke, die allesamt mehr oder weniger damals schon dabei waren. Und natürlich mit El Loco, Diego Simeone, die Identifikationsfigur schlechthin dieses großen und faszinierenden Vereins. 

Sieben der vergangenen neun Spiele gingen verloren, darunter das Pokalfinale gegen Real Sociedad im Elfmeterschießen und das Achtelfinal-Rückspiel zu Hause gegen Barca, als ein 2:0-Auswärts-Vorsprung fast noch verspielt wurde. Souverän läuft es also auch hier nicht. Aber da ist eben dieser Traum der Rojiblancos, der das Feuer lodern lässt. 

Dort wartet mit Atletico Madrid ein Gegner, der im Pokalwettbewerb ein Gigant und in der Liga ein laues Lüftchen ist. Obwohl eindrucksvoll bewiesen wurde, dass vor allem der FC Barcelona (Aus im Pokal, Aus im CL-Viertelfinale) nicht besser ist und auch Real Madrid zu Hause deutlich (5:2) besiegt werden konnte, ist Atletico in LaLiga unerklärlicherweise nur Vierter und hat mit der Meisterschaft als einziger CL-Halbfinalist rein gar nichts zu tun. 

Ein unerklärlicher Leistungseinbruch, Probleme beim Toreschießen, fahrige und zitterige Auftritte. Wie auch beim 1:0-Erfolg gegen Newcastle am Wochenende. Der erste Sieg nach drei sieglosen Spielen, die das Meisterschaftsrennen in England neu entfacht haben. Und in dieser Form geht es nun ins Metropolitano. 

In diesem Jahr sah es lange so aus, als würden die Prognosen, endlich titelfähig zu sein, zutreffen. Vor allem in der ersten Saisonhälfte dominierte Arsenal jeden Gegner, schlug die Bayern, demontierte auch schon den heutigen Gegner, führte die Premier League mit massig Vorsprung an. Und dann kamen doch wieder diese Arsenal-Dinge zutage. 

Dieses Jahr sei man aber viel stärker, versicherte Arsenal-Kapitän Ödegaard. Und löste damit bei manchem sicherlich ein Deja vu aus. Drei Mal in Folge ist Arsenal in England Vizemeister geworden, im EFL Cup ging dieses Jahr das Finale, letztes Jahr das Halbfinale verloren, in der Königsklasse waren die Bayern im Viertel- und PSG im Halbfinale eine Nummer zu groß. Jedes Jahr war Arsenal stärker als im Jahr zuvor. Der letzte gewonnene Pokal heißt trotzdem FA Cup. Und da wurde das Finale auch seit 2020 nicht mehr erreicht. 

Die Fußballwelt ist im PSG-gegen-Bayern-Fieber. Nicht erst, aber vor allem seit gestern. Da gerät fast in Vergessenheit, dass es ja noch dieses andere Matchup der Königsklasse gibt. Und wir ja "erst" im Halbfinale sind. Das hat Atletico Madrid das erste Mal seit 2017 wieder erreicht. Die Rojiblancos wollen ihre verpasste Mission Henkelpott endlich nachholen. Die Gunners sind zum zweiten Mal in Folge dabei und sind titelhungrig. Letztes Jahr gab es ein ernüchternden Aus gegen Europas Champions von PSG. 

Mit äußerst schwankenden Leistungen und Ergebnissen hat sich der FC Arsenal in der Premier League doch noch einen anstrengenden Meisterschaftskampf eingebrockt, entsprechend gerät die Kräfteeinteilung im Saisonendspurt zum Drahtseilakt. Im Vergleich zum immens wichtigen 1:0-Sieg gegen Newcastle United spielen heute Gyökeres und Gabriel Martinelli von Anfang an. Vor allem, weil sich die dadurch ersetzten Eze und Havertz im Spiel verletzten. Beide fehlen auch heute. Genauso wie der so wichtige Saka - der immerhin auf der Bank sitzt. 

So beginnt der FC Arsenal: Raya - White, Saliba, Gabriel, Hincapie - Ödegaard, Zubimendi, Rice - Madueke, Gyökeres, Gabriel Martinelli. 

Atletico Madrid gibt nicht mehr allzu viel auf den Ligabetrieb und konzentrierte sich die letzten Wochen schon vermehrt auf das mittlerweile verlorene Finale der Copa del Rey und die Königsklasse. Beim 3:2-Sieg gegen Athletic Bilbao standen trotzdem immerhin sieben Startelfspieler von heute von Anfang an auf dem Platz. Lenglet, Barrios, Alex Baena, und Sörloth werden dagegen von Hancko, Cardoso, Lookman und Alvarez ersetzt.  

So spielt Atletico Madrid: Oblak - Llorente, Pubill, Hancko, Ruggeri - Simeone, Koke, Cardoso, Lookman - Griezmann, Alvarez. 

Herzlich willkommen zum Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Atletico Madrid und dem FC Arsenal.