Atletico Madrid - Tottenham Hotspur; UEFA Champions League Achtelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Atletico Madrid - Tottenham Hotspur. UEFA Champions League Achtelfinale.

Wanda MetropolitanoZuschauer64.168.

Atletico Madrid 5

  • M Llorente (6. minute)
  • A Griezmann (14. minute)
  • J Álvarez (15. minute, 55. minute)
  • R Le Normand (22. minute)

Tottenham Hotspur 2

  • P Porro (26. minute)
  • D Solanke (76. minute)

Live-Kommentar

Das wars für heute aus der Königsklasse. Morgen gibts dann die restlichen Begegnungen ab 18:45 Uhr mit Leverkusen vs. Arsenal. Später folgen dann Real vs. City, Bodö vs. Sporting und PSG vs. Chelsea. Bis dahin und noch einen schönen Abend.  

Und so gehts für beide Teams weiter: Die Spurs müssen am Sonntag in Liverpool antreten, das Rückspiel in der CL findet nächsten Mittwoch, Anpfiff 21:00 Uhr, statt. Atletico spielt in LaLiga bereits am Samstag, wenn Getafe zu Gast ist.  

Atletico reichte eine durchschnittliche eigene Leistung und eine desaströse der Gäste, um in der Hinspielbegegnung des Achtelfinales der Champions League einen nie gefährdeten 5:2-Sieg gegen die Spurs herauszuspielen. Mit Anpfiff drückten die Spurs auf den Selbstzerstörungsknopf und das Schicksal nahm seinen Lauf. Die Partie war nach katastrophalen Abwehrfehlern der Gäste in der Anfangsviertelstunde, die Atletico für drei Treffer nutzte, bereits entschieden. Eine Resthoffnung mag den Spurs noch bleiben - die sie aber nach diesem Auftritt eigentlich gar nicht verdient haben. 

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Und Gözübüyük hat dann auch ein Einsehen und beendet die Begegnung. In der Nachspielzeit wurde kein Fußball mehr gespielt. 

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Jetzt kniet auch der andere Spieler, der da eben beteiligt war, Romero, auf dem Rasen und geht dann vom Spielfeld. 

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Palhinha scheint auch nicht mehr zurückzukommen. Die Spurs beenden die Partie in Unterzahl.

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Die Partie ist in dieser Nachspielzeit länger unterbrochen, weil zwei Spurs-Spieler bei einer Abwehraktion gegen Sörloth mit den Köpfen zusammengeprallt sind. Vor allem Palhinha bleibt lange auf dem Rasen liegen. 

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Nachspielzeit: drei Minuten. 

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Ob noch ernstlich was passiert? Eher nicht. Atletico verwaltet das, wie praktisch die gesamte zweite Hälfte. Über die Gegentreffer wird Simeone aber sicherlich erbost sein. Insgesamt sind die zweiten 45 Minuten eine ziemlich lahme Angelegenheit. Was hauptsächlich an Atletico liegt. Ein gutes Pferd und so. 

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Romero kassiert Gelb für ein Foul an Simeone. Zu viel Armeinsatz beim Luftduell.

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Bei der nächsten Spielunterbrechung kommt bei den Spurs Xavi Simons für Djed Spence.

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Die kurze Unterbrechung nutzt Simeone für seinen vierten Wechsel. Antoine Griezmann räumt das Feld für Jorge Merodio. Besser bekannt unter seinem Spielernamen Koke.

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Mittels eines taktischen Fouls unterbindet Kevin Danso einen Konter von Atletico und wird als vierter Spurs-Spieler verwarnt. 

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Die Spurs kommen durchs Zentrum, Gray steckt raus auf Spence, der rechts bis zum Strafraum läuft und zum Torraum flankt, wo Gray inzwischen angekommen ist und das Zuspiel grätschend mit dem Spann erwischt, aber nicht aufs Tor bringt. Tja, urplötzlich wäre die Angelegenheit dann halt doch nicht mehr so klar gewesen ...

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Da können die Spurs jetzt aber feiern. Remis in der zweiten Hälfte. 

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Tooor! Atletico - TOTTENHAM 5:2. Kein Spiel der Torhüter. Katastrophenpass von Oblak. Unbedrängt in den Raum, einfach irgendwohin. Pedro Porro fängt im rechten Halbfeld ab, steckt dann sofort in die Spitze auf Solanke durch, wieso hat der eigentlich nicht von Anfang an gespielt? Aus zwölf Metern hat der gefährlichste Torschütze der Spurs keine Mühe, mit einem wuchtigen Schuss ins kurze Eck den Rückstand zu verkürzen.

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Vorlage Pedro Porro

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Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen. So ein Spiel ist das jetzt. Ob Griezmann die Haare graugefärbt hat? Oder ist das natürlich?

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Simeone schont weiter essenzielles Personal, Julian Alvarez geht, Nico Gonzalez kommt. 

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Auch an weiteren Zahlen lässt sich ablesen, dass Atletico die Partie schon abgehakt hat. Ballbesitz vor der Pause 70 Prozent. Nach der Pause sind die Spielanteile fast ausgeglichen.

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Die zweite Hälfte bleibt doch ein wenig ereignislos, wenn man sich nicht an Gelben Karten erbauen kann. Nur wenige Abschlüsse, 3:2 aus Sicht der Spurs, kaum Strafraumszenen. Eine Art Waffenstilstand. Wenn noch was vom Laster fällt, wehrt sich sicherlich niemand. Aber erzwingen wills jetzt keiner mehr. 

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Und außerdem hat Marcos Llorente bei Atletico Feierabend, Alexander Sörloth bekommt noch ein paar Minuten.

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Bei den Spurs kommt Palhinha für Richarlison.

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Wenig los in dieser Phase auf dem Feld, wird Zeit, dass Simeone reagiert. Und das macht er jetzt. Ademola Lookman darf runter, Pablo Barrios feiert sein Comeback.

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Nach einem Zweikampf mit Pubill bleibt Richarlison kurz auf dem Rasen liegen, kurz wird die Partie unterbrochen. Aber nur kurz.

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Danach plätschert die Partie ein wenig dahin. Viel spielt sich im Mittelfeld ab, für die Spurs ist das schon ein Erfolg. Die Gäste können eigentlich nur noch hoffen, dass die Zeit schneller vergeht. 

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Foul von Archie Gray im Offensivpressing, er hält seinen Gegenspieler fest. Auch da geht Gelb in Ordnung. 

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Richarlison teilt gegen Llorente aus, da war auch eine Prise Frust dabei. Gelb. 

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Erstmals erzielt Atletico Madrid in der K.o.-Phase der Königsklasse fünf Treffer. Als ob es dabei bliebe.

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Wer beim Zwischenstand einen Klassenunterschied vermutete, läge nicht falsch. Mit dieser Leistung hätten die Spurs auch in der Conference League Probleme. 

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Tooor! ATLETICO - Tottenham 5:1. Das Fiasko nimmt seinen Lauf - aber was ist das bitte für ein Bilderbuchkonter! Die Spurs haben auf der rechten Seite einen Freistoß, der im Zentrum perfekt für Richarlison ankommt. Der Brasilianer scheitert mit seinem Kopfball aus sechs Metern aber an Oblak. Und was Atletico dann macht, ist für die Lehrbücher: Ruggeri schlägt den freien Ball mit dem linken Außenrist volley nach vorne, ob gewollt oder nicht genau zu Griezmann, der Mitte der eigenen Hälfte steht und mit einem gigantischen ersten Kontakt den Ball aus der Luft in den freien Raum in seinem eigenen Rücken abtropfen lässt. Denn dort war Alvarez im Vollsprint durchgestartet, der Argentinier übernimmt die Kugel noch weit in der eigenen Spielfeldhälfte und marschiert los, ist nicht mehr einzufangen für Spence und Porro. Aus halbrechten elf Metern lässt er Vicario keine Chance und schiebt seinen Flachschuss platziert ins lange Eck.

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Vorlage Antoine Griezmann

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Weil nicht viel passiert, kann man mal eine gelungene Defensivaktion hervorheben. Gray wird durch die rechte Halbspur in die Tiefe geschickt und mit einer sehr feinen Grätsche durch Cardoso vom Ball getrennt. 

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Der Start in die zweite Hälfte verläuft eher gemütlich, unaufgeregt spielt Atletico das jetzt, viel Ballbesitz, die ganze Spielfeldbreite nutzend. Nach einem Doppelpass kommt Lookman links in die Tiefe und verreißt eine Flanke aus guter Position. Stört keinen. 

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Ein Spektakel wie vor der Pause ist jetzt eigentlich nicht zu erwarten. Von einem Team wie Atletico sollte man eigentlich erwarten können, diese Partie jetzt solide zu Ende zu bringen. 

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Bei den Wechseln gings Tudor sicherlich darum, die Siegprämie auf mehr Schultern zu verteilen.

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Die zweite Hälfte hat begonnen. 

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Und für Randal Kolo Muani kommt Dominic Solanke.

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Die Gäste wechseln vor Wiederbeginn doppelt. Gallagher wird mit viel freundlichem Applaus empfangen als Ex-Atletico-Spieler, Mathys Tel muss weichen.

Vielleicht noch eine kleine Ergänzung zu Kinsky, der wirklich zu bemitleiden ist. Denn er ist nicht der einzige auf dem Platz, der große Probleme mit dem Untergrund hatte, aber auf seiner Position werden solchen Probleme mit dem Untergrund natürlich extrem teuer. Es ist zu hoffen, dass es für ihn keine die Karriere verändernde Partie war. Schwer vorstellbar jedenfalls, dass die Begegnung für Tudor keine Konsequenzen hat.

"Denkwürdig" ist der Begriff, der diese ersten 45 Minuten am besten in einem Wort zusammenfasst. Eine Viertelstunde war gespielt und nach drei katastrophalen Fehlern der Spurs-Defensive lag Atletico bereits 3:0 in Führung. Alleine zwei dieser Treffer gingen auf die Kappe von Antonin Kinsky, dem 22-jährigen Tschechen, dem Tudor die ersten Spielminuten überhaupt in dieser Saison gewährte. Das Experiment war nach 17 Minuten beendet, Stammkeeper Vicario übernahm. Doch das Kind war schon in den Brunnen gefallen. Und das Achtelfinalduell zwischen Atletico und den Spurs eigentlich schon entschieden. 

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Nach einer ereignislosen Nachspielzeit schickt Gözübüyük nun beide Teams in die Kabinen.

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Zwei Minuten gibts obendrauf.

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Das hätte das 5:1 sein müssen. Auf normalem Rasen. Atletico lässt den Ball am Strafraum laufen. Lookman schickt Ruggeri links zur Grundlinie, der legt zum Elfmeterpunkt, Griezmann lässt den Ball durchlaufen, nicht ganz klar, ob das Absicht war, dahinter kann Llorente abschließen, rutscht beim Schuss aber weg, so dass der Ball nicht aufs Tor kommt. Unter normalen Umständen hätte ich das als Großchance bezeichnet.

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Eben ein hartes Einsteigen von Van de Ven, das nicht einmal einen Freistoß gab, jetzt stempelt Danso seinen Gegenspieler. Da hat man häufiger auch schon Karten gesehen. 

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Nach der ersten Staffel von Pleiten, Pech und Pannen ist das, was wir jetzt sehen, eher ein normales Fußballspiel, Atletico ist das bessere Team, wenngleich nicht ohne Makel. Tottenham bietet weiter Lücken, das gilt aber auch für die Gegenseite. Viel Mittelfeld wird bei dieser Partie nicht gebraucht. Andererseits wird die Partie langsam ganz schön hart. 

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Die Tel-Hereingabe von der linken Seite setzt Romero am langen Pfosten gegen die Außenseite des Gestänges. Der hätte auch in den Maschen landen können. Die Londoner wehren sich.

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Die Spurs haben sich etwas stabilisiert und kommen jetzt häufiger zu Ballbesitzphasen, durchaus mit Zug zum Tor. Einem geblockten Distanzschuss entspringt so der erste Eckstoß der Gäste. 

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Jetzt kommt Atletico wieder über die rechte Seite hinter die Kette, Griezmann kann durchbrechen, dem Pass auf Alvarez fehlt aber die Schärfe, die Spurs klären, verlieren den Ball schnell wieder und mit einem Steckpass wird Lookman halblinks in den Strafraum geschickt. Freie Schussbahn, glänzende Fußparade von Vicario. Und Fun Fact, bei seinem Schuss rutschte Lookman auch wieder weg. 

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Allzu solide wirkt übrigens auch Atletico nicht in der Defensive, könnte auch mit dem Rasen zu tun haben, immer wieder rutschen Spieler weg. Das verspricht weitere Treffer ...

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Beste Unterhaltung, frei nach Reich-Ranicki. Viel gelacht, aber unter meinem Niveau.

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Tooor! Atletico - TOTTENHAM 4:1. Was ist das denn für ein Spiel? Vielleicht nimmt Atletico die Partie auch nicht mehr ernst. Richarlison hat auf links nach einem Steilpass von Kolo Muani etwas Platz, dribbelt bis zum Strafraum, dort quer, schiebt den Ball auf Pedro Porro, der noch einen Verteidiger ausspielt und dann aus halbrechten zwölf Metern überlegt ins linke Eck einschießt.

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Vorlage Richarlison de Andrade

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Aus ökologischen Gründen könnte das Rückspiel abgesagt werden. 

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Tooor! ATLETICO - Tottenham 4:0. Unfassbar. Ein Freistoß von Griezmann aus 28 Metern, Vicario kann diesen Schuss, der fast ins Kreuzeck gepasst hätte, mit viel Glück parieren - das Ding war von einem Verteidiger gefährlich verlängert worden -, aber unmittelbar in den Torraum. Und per Kopf trifft Le Normand aus fünf Metern im Nachsetzen. 

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Die Spurs täten gut daran, jetzt schon an Schadensbegrenzung zu denken. Atletico mit einem xG-Wert von 1,85 aus sechs Abschlüssen.

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Kann man sich jetzt schon die Frage stellen, ob Tudor diesen Abend als Coach überlebt.

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Ganz ehrlich, das Spiel ist kaum eine Viertelstunde alt, und Atletico steht praktisch schon im Viertelfinale. Champions League. Achtelfinale. Und so viel Stümperei. Drei Treffer, die sich die Spurs selbst eingeschenkt haben. 

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Tudor reagiert. Und zwar 17 Minuten zu spät. Antonin Kinsky wird von seinem Schicksal erlöst und Guglielmo Vicario übernimmt im Tor der Gäste. 

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Tooor! ATLETICO - Tottenham 3:0. Stichwort: Horrorstart. Das glauben Sie nur, wenn Sie es gesehen haben. Und selbst dann halten Sie es für Fake. Harmlose Rückgabe von der linken Verteidigungsseite auf Kinsky, der will den Ball wegschlagen - und trifft die Kugel überhaupt nicht. Der Querschläger rollt zentrale zehn Meter vor dem leeren Tor vor die Füße von Alvarez, der dankend einschiebt. KA-TAS-TRO-PHAL.

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Tooor! ATLETICO - Tottenham 2:0. Oh my, oh my. Langer Ball der Gastgeber über die rechte Seite, Llorente stochert im Halbfeld nach, kommt tatsächlich an den Ball und die Kugel kullert ins Zentrum. Van de Ven kann dort eigentlich problemlos klären - doch auch er rutscht weg! Und so kann Griezmann, dahinter gerückt, frei auf Kinsky zulaufen. Der Franzose wackelt Danso noch kurz aus und schiebt die Kugel dann staubtrocken ins rechte untere Eck. Was für ein Horrorstart für die Londoner!

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Wieder die Spurs, erneut über die linke Seite mit Spence. Der bricht nach einem Doppelpass mit Richarlison in den Strafraum durch, legt sich dann aber den Ball zu weit vor - Oblak ist rechtzeitig da. 

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Immerhin jetzt der erste Abschluss der Gäste, die nach einer hohen Balleroberung über das Zentrum gehen. Der Distanzschuss von Tel ist aber dann doch nicht mehr als eine etwas schärfere Rückgabe. 

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Die Spurs waren die ersten 60 Sekunden wirklich munter. Doch jetzt übernimmt Atletico die Kontrolle. Viel Arbeit gegen den Ball für die Spurs. 

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Ein absoluter Katastrophenstart für die Spurs. Und definitiv keine Szene, aus der der 22-jährige Tscheche im Kasten der Londoner viel Selbstvertrauen ziehen kann. 

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Tooor! ATLETICO - Tottenham 1:0. Was für ein bitteres Saisondebüt von Spurs-Keeper Kinsky! Im Spielaufbau will der Tscheche den Ball nach dem Abstoß weiterspielen, rutscht dabei aber aus und schusselt die Kugel direkt in die Füße von Lookman, der links im Sechzehnereck auf eine Pressinggelegenheit gelauert hatte. Der Engländer guckt, spielt quer, Alvarez guckt, spielt quer. Und aus zentralen 16 Metern schiebt Llorente gaaanz überlegt ins linke untere Eck.

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Vorlage Julián Alvarez

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Und dann der erste Vorstoß der Gastgeber. Lookman hat auf linksaußen etwas Platz, geht bis Höhe Elfmeterpunkt und flankt dann zum Tor. Griezmann ist eingelaufen und verpasst knapp ...

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Huh, hartes Einsteigen von Djed Spence an der Mittellinie gegen Griezmann, völlig unnötig. Und früh zückt Gözübüyük die erste Gelbe. 

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Erster Vorstoß der Spurs über die linke Seite, sieht kaum gefährlich aus, wie die Spence-Flanke da in den Strafraum fliegt, aber dann sind sich Oblak und zwei seiner Vorderleute nicht einig und der Ball liegt kurz frei am Torraum. Aber weil auch Kolo Muani nicht so den Durchblick hat, passiert nichts weiter. 

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Die Partie steht unter der Obhut eines Offiziellenteams aus den Niederlanden. Spielleiter ist Serdar Gözübüyük. Und der hat soeben angepfiffen.

Mit einer Ganzstadionchoreo werden die beiden Teams empfangen. Sieht imposant aus. Das ganze Rund in Rot und Weiß und Blau getaucht.

Angesichts der Leistungen in der PL scheint es geradezu absurd, dass die Spurs die Ligaphase in der CL nach Siegen gegen Villarreal, Kopenhagen, Slavia, den BVB und die Eintracht, zwei Remis und einer einzigen Niederlage - gegen PSG - auf Platz 4 beenden konnten und sich direkt fürs Achtelfinale qualifizierten. In der gesamten PL-Saison hat Tottenham nur zwei Siege mehr geholt als in der deutlich kürzeren Ligaphase der Königsklasse!

International allerdings zeigten die Spurs dagegen ein völlig anderes Gesicht. Die Mannschaft schien die Spiele in der Königsklasse als hochwillkommene Abwechslung vom überaus tristen Ligaalltag wahrzunehmen und auch so zu nutzen. 

Nahtlos knüpfte Tottenham unter ihm an die Leistungen unter Frank an, die ersten drei Partien gingen verloren. Die Leistungen spotteten jeder Beschreibung. Bei Juventus war Tudor im Oktober nach acht sieglosen Spielen gefeuert worden. Bei den Spurs könnte das noch schneller gehen. 

Vor gut drei Wochen wurde Coach Thomas Frank gefeuert. Als Feuerwehrmann wurde der als "harter Hund" beschriebene Igor Tudor verpflichtet - der mittlerweile von der schwersten Aufgabe seines Lebens sprach. Eine Mannschaft am Boden versuchte er mit Worten aufzubauen wie: "Sie können nicht laufen, sie können nicht schießen, sie können nicht verteidigen."

Und jetzt geht es also gegen die Trümmertruppe von der Insel. Was kann da schon schiefgehen? Doch Vorsicht! Die Spurs sind eine Mannschaft mit zwei Gesichtern. Die Leistungen in der heimischen Liga sind zweifelsohne unterirdisch. Der Klub befindet sich nach zuletzt fünf Niederlagen am Stück mitten im Abstiegsrennen. Gerade einmal einen Zähler mehr als West Ham, der Achtzehnte, haben die Spurs auf dem Konto. 

Aus den letzten sechs Pflichtspielen holte Atletico vier Siege, ein Remis und kassierte gegen Barcelona im Pokalrückspiel eine irrelevante Niederlage, der Vorsprung aus dem Hinspiel reichte aus. Die Ligaphase beendete Atletico auf Platz 14, in den Playoffs fürs Achtelfinale warf man Brügge (3:3, 4:1) aus dem Rennen.

Doch das Team von Simeone hat eigentlich jetzt schon eine weitere Saison in der Königsklasse gesichert mit elf Punkten Vorsprung vor dem ersten Nicht-CL-Platz, steht im nationalen Pokal im Finale und hat mit der Champions League noch eine weitere Titelchance.

Eigentlich sind die Ausgangsbedingungen ziemlich eindeutig. Der "Club Atletico de Madrid" geht als haushoher Favorit in dieses Duell - auch wenn Simeone das ganz anders sieht. Der Hauptstadtklub aus Spanien spielt zwar in der Meisterschaft in dieser Saison nur die dritte Geige, Barcelona und Real sind im Titelrennen mit 13 bzw. neun Punkten praktisch nicht mehr einzuholen.

Die Tiefe des Kaders bei den Spurs entspricht der eines Planschbeckens. Bei den Spurs fehlt fast eine komplette Elf verletzt, als da wären Maddison, Bentancur, Kulusevski, Davies, Odobert, Bergvall, Udogie und Kudus. Immerhin steht Dragusin wieder zur Verfügung, der mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen muss. Ein besonderes Spiel ist es für einen weiteren Banksitzer, Gallagher, der im Januar von Atletico zu den Spurs wechselte. Tudor, der die Partie als "nice to have", aber sekundär einstufte, die Priorität läge auf dem Abstiegskampf, hat vier Veränderungen nach der Niederlage gegen Palace (1:3) vorgenommen. Für Vicario (Bank) steht Kinsky zwischen den Pfosten, sein erstes Saisonspiel überhaupt. Außerdem beginnen Rückkehrer Romero, Spence und Richarlison für Joao Palhinha (Bank), Souza und Solanke (Bank). 

Igor Tudor setzt auf diese Auswahl: Kinsky - Romero, Danso, Van den Ven - Pedro Porro, Sarr, Gray, Spence - Kolo Muani, Richarlison, Tel. 

Nach dem letzten Ligaspiel gegen Real Sociedad (3:2) rotiert Simeone ordentlich und nimmt gleich sechs Umstellungen vor. In der Verteidigung beginnen Pubill und Le Normand für Molina und Gimenez. In Mittelfeld und Angriff beginnen Llorente, Cardoso, Alvarez und Griezmann für Mendoza, Koke, Almada und Sörloth. Simeone kann auf den kompletten Kader zurückgreifen, denn Pablo Barrios, der in den acht Partien der Ligaphase immer spielte, fehlte verletzungsbedingt in der Playoffrunde gegen Brügge, sitzt heute aber immerhin auf der Bank.

So hat Diego Simeone aufgestellt: Oblak - Pubill, Le Normand, Hancko, Ruggeri - Simeone, Llorente, Cardoso, Lookman - Alvarez, Griezmann. 

Über 62 Jahre nach dem letzten und bisher einzigen Aufeinandertreffen - damals im Finale des Europapokals der Pokalsieger selig - kommt es zum erst zweiten Spiel zwischen Atletico und den Spurs. Angesichts zweier doch sehr prominenter Namen im internationalen Geschäft ein höchst kurioses Phänomen. Bevor wir näher auf die Rollenverteilung eingehen, zunächst ein Blick auf die Startformationen.

Herzlich willkommen zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Atletico Madrid und Tottenham Hotspur.