Belgien - Iran. Fußball WM Gruppe G.
21:00, Uhr, Sonntag, 21.06.2026.
SoFi Stadium.
Torlos geht es in die Halbzeit.
Ngoye öffnet das Spiel und setzt De Bruyne in Szene, der von der linken Sechzehnergrenze scharf nach innen flankt. Lukaku steht zwar gut, verpasst den Ball per Kopf aber knapp.
Meunier leitet den Ball vor dem Sechzehner direkt in den Lauf von Saelemaekers weiter, der rechts vom Fünfer viel Platz hat und mit seinem Querpass hängenbleibt. Ohnehin kam der Offensivmann von Milan dabei aus dem Abseits.
Mit dem Kopf durch die Wand. Lukaku tankt sich durch das Zentrum irgendwie in die Box durch und übergibt auf engstem Raum auf Saelemaekers. Saelemaekers hat dann aber die falsche Idee und schenkt den Ball her.
Die Belgier haben in den letzten Minuten wieder einen Zahn zugelegt und sich rund um den gegnerischen Sechzehner festgesetzt.
Acht Minuten werden im ersten Durchgang nachgespielt.
Raskin wird nicht angegriffen und hebt den Ball aus dem zentralen Halbfeld an das linke Fünfereck. Dort läuft nämlich De Cuyper ein und profitiert davon, dass sein Gegenspieler per Kopf verpasst. So darf De Cuyper im Rücken der Abwehr abschließen und bringt den Ball direkt aus der Luft per Aufsetzer aufs Tor. Beiranvand ist aber zur Stelle und wehrt im kurzen Eck nach vorne ab.
Trossard jetzt mal mit einer guten Idee. Links nach der Mittellinie sieht er den eingestarteten De Bruyne und hebt den Ball lang in den Strafraum. Zwar läuft De Bruyne auch im richtigen Moment ein, doch trifft er den Ball bei seiner Direktabnahme aus der Luft unter Gegnerdruck nicht voll.
In den letzten Minuten ist das Spiel etwas abgeflacht. Der Iran verteidigt inzwischen diszipliniert und hält Belgien vom eigenen Tor fern.
Rund 30 Meter vor dem iranischen Tor rückt Hajisafi zu spät raus, kommt dabei zu spät gegen De Bruyne und stellt sein langes Bein genau in dessen Lauf. Hajisafi hat Glück, hierfür mit einer mündlichen Ermahnung davonzukommen.
Jetzt aber: Tielemans wird auf dem linken Flügel freigespielt und flankt in die Mitte. Endlich kann sich Lukaku mal von seinen Bewachern lösen, auf Höhe des ersten Pfostens kriegt der Stürmer seinen Kopfball aber nicht nach unten gedrückt. Zuvor stand Tielemans ohnehin im Abseits.
Belgien tut sich in dieser Phase schwer und kann im zweiten Drittel kaum Raumgewinne verzeichnen.
Keine Chance auf den Ball. Kurz nach der Mittellinie will sich Tielemans gegen Ezatolahi aufdrehen und wird dabei zu Boden gerissen. Für dieses taktische Foul sieht Ezatolahi die Gelbe Karte.
Weiter gehts.
Über mangelnde Unterhaltung können sich die Zuschauer bislang nicht beschweren. Wenngleich Belgien mit 75 Prozent Ballbesitz spielbestimmend ist und sich bei 8:2 Abschlüssen mehrfach gefährlich angenähert hat, hatten es vor allem die vereinzelten Nadelstiche der Iraner in sich.
30 Minuten sind bereits ins Land gezogen. Den Ablauf des ersten Spieldrittels nutzt Schiedsrichter Dario Herrera und bittet die Mannschaften zur obligatorischen Trinkpause.
Und tatsächlich, das Tor hält der VAR-Überprüfung nicht stand und wird zurückgenommen. Taremi hatte sich beim Zuspiel von Hajisafi etwas zu früh in der Spielertraube gelöst und kam knapp aus dem Abseits.
Der Underdog geht mit einer tollen Freistoßvariante in Führung! Rund 25 Meter halbrechts vor dem Tor steht Hajisafi bereit und schießt etwa nicht direkt. Stattdessen steckt Hajisafi vertikal auf Taremi durch und legt den Ball dabei geschickt links an der Mauer vorbei. Im Rücken der Abwehr taucht Taremi plötzlich frei vor Courtois auf und trifft aus zwölf Metern platziert ins untere rechte Eck. Aber zählt der Treffer denn auch? Der VAR überprüft im Hintergrund eine mögliche Abseitsstellung.
Nach wie vor scheint Beiranvand Probleme zu haben - offensichtlich mit der Schulter. Der iranische Schlussmann beißt aber auf die Zähne.
Der hätte gepasst! De Bruyne verlagert halbrechts vor den Sechzehner, wo Hajisafi gegen Tielemans nicht in den Zweikampf kommt und die Bahn öffnet. Ein paar schnelle Schritte von Tielemans, gefolgt vom strammen Versuch aus halbrechten 14 Metern. Beiranvand macht aber das kurze Eck zu und entschärft den halbhohen Versuch zur Ecke.
Geduldig suchen die Roten Teufel rund um den Sechzehner nach der entscheidenden Lücke. De Bruyne jetzt mal mit einer Idee, chippt den Ball vom linken Strafraumeck nach innen. Lukaku wird aber gut bearbeitet und kommt im Zentrum mit dem Kopf nicht mehr ran.
Trossard bekommt den Ball vor dem Sechzehner abgelegt, schlägt in halblinker Position noch einen Haken und wird aus 15 Metern auf engstem Raum direkt geblockt. Kurz darauf packt Beiranvand bei einer Meunier-Flanke von rechts sicher zu.
Mit Ablauf der Anfangsviertelstunde dürfte inzwischen also auch Belgien gewarnt sein, jedenfalls erleben wir einen rasanten Beginn.
Die fällige Ecke findet den Kopf von Ezatholahi, der hinter dem langen Pfosten aus anspruchsvollem Winkel rechts vorbeinickt. Dennoch war auch hier mehr drin.
Um ein Haar geht plötzlich der Iran in Führung! Leichtfertig lassen die Belgier eine Flanke von links zu, bei der Lukaku im eigenen Strafraum zunächst mit dem Kopf zur Stelle ist. Lukaku produziert dabei eine Bogenlampe, bei der ein Iraner sein Kopfballduell gewinnt und zugleich an den Elfmeterpunkt ablegt. Dort fackelt Kanani nicht lange und hält gedankenschnell aus der Drehung drauf. Courtois ist im linken Eck aber schnell unten und lenkt den Ball stark um den Pfosten.
Belgien erwischt also einen richtig guten Start und macht in den Anfangsminuten einen entschlossenen Eindruck. Der Iran ist bislang ausschließlich defensiv gefordert und sucht hier noch nach dem Zugriff.
Der nächste Abschluss direkt hinterher. Dieses Mal rutscht ein tiefes Zuspiel mit etwas Glück zu Lukaku durch, der links im Strafraum gut zugestellt und aus spitzem Winkel geblockt wird.
Belgien bleibt am Drücker! Trossard setzt sich auf dem linken Flügel gut durch und legt vor dem Sechzehner flach in die Mitte quer, wo De Bruyne mit seiner Direktabnahme aus halblinken elf Metern zunächst hängenbleibt. Der Abpraller landet jedoch bei De Cuyper, der zu wenig aus dieser Chance macht und aus acht Metern genau in die Arme von Beiranvand abschließt.
Die Belgier unterbinden einen Gegenstoß früh und haben plötzlich Überzahl im letzten Drittel. De Bruyne dringt von links in die Box ein und versucht es aus spitzem Winkel mit einem Schlenzer. Der Schuss zieht jedoch deutlich über das Tor.
Der Ball rollt wieder, auch bei Torwart Beiranvand geht der Daumen hoch.
Nach wie vor ist das Spiel unterbrochen, Beiranvand muss nach dem Einsteigen von Lukaku behandelt werden.
Und schon wird es gefährlich. Die fällige Ecke wird in den Rückraum geklärt, wo De Bruyne die Szene nochmal heiß macht und von rechts halbhoch in den Fünfer flankt. Beiranvand kann den Aufsetzer nur nach vorne abwehren, worauf Lukaku zu spät mit den Stollen voraus angerauscht kommt und den Torwart deutlich am Oberschenkel trifft. Lukaku sieht dafür früh die erste Gelbe Karte.
Von Beginn an um die Spielkontrolle bemüht, wird Saelemaekers auf dem rechten Flügel geblockt und holt damit die erste Ecke für Belgien heraus.
Wir sind so weit, Belgien hat angestoßen!
Spielort ist jedenfalls das Los-Angeles-Stadion in Inglewood, das Platz für knapp über 70.000 Zuschauer bietet. Geleitet wird die Partie vom Argentinier Dario Herrera, der dabei von Cristian Gonzalo Navarro und Gabriel Chade an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Yusuke Araki, vor den Bildschirmen agiert das VAR-Gespann um Hernan Mastrangelo.
Zur Einordnung: Das Spiel wird um 12:00 Uhr Ortszeit in L.A. angepfiffen. Gezwungenermaßen im mexikanischen Tijuana einquartiert, durfte die iranische Mannschaft auch dieses Mal erst am Spieltag in die USA einreisen. Ein offizieller Antrag auf eine frühere Anreise blieb erfolglos. Inwieweit unter diesen Voraussetzungen eine vernünftige Spielvorbereitung im Sinne der Fairness überhaupt möglich ist, beantwortet sich praktisch von selbst.
Der Blick auf die vorangegangenen Begegnungen zwischen Belgien und dem Iran erübrigt sich - es gab schließlich noch keine. Von ihren bisherigen zehn WM-Duellen gegen eine europäische Mannschaft konnten die Iraner nur eine gewinnen (2U, 7N) - das 2:0 vor vier Jahren gegen Wales war immerhin das letzte dieser Spiele. Belgien machte seine bislang einzige Erfahrung gegen einen asiatischen Vertreter aus Vorderasien bei der WM 1986 und setzte sich damals in der Vorrunde gegen den Irak 2:1 durch.
Einen ähnlichen Ton schlug auch Rudi Garcia an, der nach dem Remis gegen den vermeintlich stärksten Gruppengegner Ägypten zufrieden war und die Moral seiner Truppe in den Vordergrund stellte. Trotz Leistungssteigerung nach der Pause war der Auftritt der Roten Teufel dennoch nicht mehr als mittelmäßig, zeitweise war Ägypten dem 2:0 gar näher als Belgien dem Ausgleich. Immerhin ist Belgien seit 14 Länderspielen ungeschlagen und verlor unter Garcia einzig bei dessen Debüt im März des Vorjahres.
Nicht nur neben dem Platz muss die iranische Mannschaft bei dieser WM gegen massive Widrigkeiten ankämpfen. Zum Auftakt gegen Neuseeland bewies "Team Melli" auch auf dem Rasen Kampfgeist und kam zweimal nach einem Rückstand zurück. Defensiv vor allem durch das Zentrum anfällig, präsentierte man sich dafür offensiv angriffslustig und mutig. Dass der Mannschaft zum Ende etwas die Luft ausging, liegt ob der Reisestrapazen auf der Hand. Dennoch sah Trainer Ghalenoei eine "gute Leistung" und will darauf aufbauen.
Vor den Toren von Los Angeles läuten Belgien und der Iran heute den 2. Spieltag in Gruppe G ein. Zum Auftakt endeten beide Gruppenspiele mit einem Unentschieden, womit die Lage in dieser Gruppe auch weiterhin komplett offen ist. Zwar gelten die Belgier ob der individuellen Klasse nach wie vor als Favorit auf den 1. Platz, doch bleibt nach dem 1:1 gegen Ägypten noch viel Luft nach oben. Nach dem 2:2 im Außenseiterduell gegen Neuseeland hat auch der Iran den ersten Punkt eingefahren und will heute für eine Überraschung sorgen.
In der Nacht zum vergangenen Dienstag startete der Iran gegen Neuseeland ins Turnier und holte beim unterhaltsamen 2:2-Remis immerhin einen Punkt. Trainer Amir Ghalenoei nimmt heute drei Wechsel vor und beordert Hardani, Hajisafi sowie Kanani neu in seine Startelf. Dafür müssen Yousefi, Moghanloo und Mohammadi vorerst auf der Bank Platz nehmen. Durchschnittlich ist die Startelf 32 Jahre und 181 Tage alt - seit offizieller Datenerfassung 1966 läuft der Iran damit mit der ältesten Mannschaft der WM-Historie auf.
Und hier die Aufstellung des Iran: Beiranvand - Hardani, Kanani, Khalilzadeh, Nemati, Hajisafi - Rezaeian, Ghoddos, Ezatolahi, Mohebbi - Taremi.
In ihrem Auftaktspiel trafen die Belgier am Montag auf Ägypten und kamen dabei nicht über ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden hinaus. Im Vergleich dazu nimmt Rudi Garcia heute gleich vier personelle Änderungen vor: Während Doku mit einer Atemwegsinfektion ausfällt und durch Saelemaekers ersetzt wird, sitzen Castagne, Onana und De Ketelaere auf der Bank. An ihrer Stelle beginnen De Cuyper, Raskin und auch Sturmtank Lukaku, der gegen Ägypten als Joker entscheidend am Ausgleich beteiligt gewesen ist.
Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Aufstellung von Belgien: Courtois - Meunier, Ngoy, Mechele, De Cuyper - Raskin, Tielemans - Saelemaekers, De Bruyne, Trossard - Lukaku.
Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Gruppenspiel zwischen Belgien und dem Iran.