Atalanta Bergamo - Borussia Dortmund; UEFA Champions League Knockout Play-offs

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Atalanta Bergamo - Borussia Dortmund. UEFA Champions League Knockout Play-offs.

Gewiss StadiumZuschauer21.234.

Atalanta Bergamo 4

  • G Scamacca (5. minute)
  • D Zappacosta (45. minute)
  • M Pasalic (57. minute)
  • L Samardzic (98. minute 11m)

Borussia Dortmund 1

  • K Adeyemi (75. minute)
  • N Schlotterbeck (s/o 97. minute)
  • R Bensebaini (s/o 97. minute)

4-3

BVB scheidet gegen Atalanta in der Champions League aus

Borussia Dortmund hat ein fürchterliches Debakel erlebt und ist in der Champions League bereits in den Playoffs gescheitert.

bvb
Image: Der BVB scheitert dramatisch an Atalanta.  © Imago

Der ganz schwache BVB verlor sein Rückspiel bei Atalanta Bergamo mit 1:4 (0:2) und gab das 2:0 aus dem Hinspiel noch leichtfertig aus der Hand.

"Am Ende sehr unglücklich, aber auch verdient, nicht weiterzukommen", sagte Kapitän Emre Can bei DAZN: "Es waren schon Kacktore. Das darf nicht passieren. Kein Vorwurf an irgendeinen Spieler, aber wenn du so viele individuelle Fehler machst, dann wird es schwer."

Die bedenklich schlechte Leistung dürfte den Dortmundern mit Blick auf den Bundesliga-Kracher am Samstag (18.30 Uhr/Sky Sport) gegen Bayern München große Sorgen bereiten.

Auch in der Königsklasse wäre der deutsche Rekordmeister ein möglicher Gegner im Achtelfinale gewesen. Am Freitag (12 Uhr) wird in Nyon ausgelost, doch nun bekommt es Bergamo mit den Münchnern oder dem FC Arsenal zu tun. Dortmund hingegen droht eine weitere titellose Saison, in der Liga beträgt der Rückstand auf die Münchner acht Punkte. Im Pokal war ebenfalls früh Schluss - nun folgte die große Enttäuschung in Italien.

Schlotterbeck sieht auf der Bank Rot

Gianluca Scamacca (5.), Davide Zappacosta (45.) und Mario Pasalic (57.) brachten Atalanta hochverdient auf die Siegerstraße. Der eingewechselte Karim Adeyemi (75.) verkürzte, bei diesem Stand hätte es Verlängerung gegeben - doch Lazar Samardzic traf per Foulelfmeter noch in der regulären Spielzeit zur Entscheidung. Ramy Bensebaini sah für das Foul an Nikola Krstovic die Gelb-Rote Karte, auf der Bank sah Nico Schlotterbeck zudem glatt Rot (90.+8). In der Entstehung war Gregor Kobel ein schlimmer Fehlpass unterlaufen.

"Das war mein Fehler am Ende", sagte Kobel. "Es tut mir leid für die Jungs." Ein solches Aus war den Dortmundern im Europacup zuvor nur im Dezember 1987 gegen den FC Brügge passiert. Damals scheiterte der BVB nach einem 3:0 im Hinspiel durch ein 0:5 nach Verlängerung. "Es war unnötig. Unterm Strich haben wir heute aber kein gutes Spiel gemacht", so Niko Kovac.

Vom ganz frühen Schock durch Scamacca erholte sich der BVB nicht. Atalanta witterte seine Chance, angefeuert von seinen lauten Fans in diesem kleinen und engen Stadion warf sich Bergamo leidenschaftlich in die Zweikämpfe und dominierte das Spiel. Dortmund musste hingegen mit deutlich weniger Unterstützung als sonst auskommen. Wegen der scharfen Sicherheitsvorkehrungen und harter polizeilicher Maßnahmen hatten die organisierten Fans auf die Reise in den Norden Italiens verzichtet.

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Schwaches Can-Comeback

Kapitän Emre Can war wieder fit und rückte in die Startelf. Schlotterbeck, der zuletzt zwei Spiele verletzt verpasst hatte, saß auf der Bank. Doch trotz der Rückkehr der beiden Führungsspieler war der BVB mit der Wucht Atalantas überfordert. Ramy Bensebaini sah früh Gelb und musste fortan gemäßigt in die Zweikämpfe gehen, Can wirkte nicht dynamisch und wurde öfter überlaufen.

Gregor Kobel (24.) verhinderte mit einem starken Reflex gegen Nicola Zalewski den zweiten Gegentreffer. Dortmund hingegen hatte erst nach 27 Minuten seinen ersten Abschluss. Der Kopfball von Serhou Guirassy ging aber deutlich vorbei. Atalanta blieb besser und gefährlicher. Unmittelbar vor der Pause erhöhte Zappacosta, dessen Schuss Bensebaini unglücklich abfälschte.

Adeyemi trifft sehenswert

Nach der Pause vergab Maximilian Beier (53.) die große Chance auf den Anschluss, dann köpfte Pasalic den Ball freistehend ins Tor. Bensebaini hatte sich bei der Flanke verschätzt.

Kovac brachte Fabio Silva, Carney Chukwuemeka und wenig später auch Adeyemi, um endlich mehr Wucht ins Offensivspiel zu bekommen. Adeyemi traf kurz darauf sehenswert. Als alles auf eine Verlängerung hindeutete, traf Bensebaini Krstovic im Gesicht.

SID

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