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SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Borussia Dortmund - Paris Saint-Germain. UEFA Champions League Halbfinale.

Signal Iduna ParkZuschauer81.365.

Borussia Dortmund 1

  • N Füllkrug (36. minute)

Paris Saint-Germain 0

    Live-Kommentar

    Das wars an dieser Stelle. Nächste Woche ist dann Decisiontime. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal! 

    Am Ende feiert Dortmund also etwas mehr, aber auch Paris wird nicht komplett unzufrieden nach Hause fahren. Die Leistung war in Ordnung, das 0:1 ist meilenweit weg von einer Vorentscheidung. Dortmund erwartet ein ganz heißer Ritt in einer Woche im vollen Parc des Princes. Davor gilt es noch, die unbedeutende Pflicht gegen den FC Augsburg in der Bundesliga zu erfüllen. PSG hat am Wochenende spielfrei.  

    Nicht nur hat sich der BVB eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet, Schwarzgelb hat sich auch selbst in die Königsklasse für die neue Saison geschossen. Durch den Sieg ist der Bundesliga in der Saisonrangliste der Länder Rang 2 und damit der fünfte Champions-League-Platz nicht mehr zu nehmen. Und den wiederum kann der BVB nicht mehr verlieren. 

    Leute, das hat Bock gemacht! Am Ende eines aufregenden CL-Halbfinal-Hinspiels steht ein knappes 1:0 für Dortmund auf der Anzeigetafel, das zwar die Verhältnisse gerecht ausdrückt, das Spielgeschehen aber nicht im Geringsten. Hier waren gefühlt zehn Tore drin. Gerade im zweiten Durchgang überboten sich die zwei stark aufgelegten Teams im Versemmeln der Torchancen. Es ist das einzige, das sich beide Teams ankreiden lassen müssen. Jedem Zuschauer kann es aber nur Spaß gemacht haben. 

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    Schlusspfiff, Dortmund gewinnt das Hinspiel gegen Paris! 

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    Die Nachspielzeit siecht dahin. Sieht so aus, als könnte Dortmund das bis zum Schluss verteidigen. Auch, weil Sabitzer stark spekuliert und einen Querpass am Strafraumrand von Hakimi wegfischt.

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    Als bräuchte es einen Grund, sich Füllkrugs tollen Treffer nochmal anzusehen. Wird aber jetzt geliefert, der Torschütze und Stand jetzt Matchwinner geht raus und wird gefeiert, Moukoko kommt für die letzten Momente noch ins Spiel. 

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    Eine Flanke für Zaire-Emery ist zu hoch, die kann er nicht aufs Tor köpfen. Dann werden uns die vier Minuten Nachspielzeit präsentiert. 

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    Der unermüdliche Sancho holt nochmal einen Eckball und damit auch etwas Zeit raus. Die kann Dortmund erneut nicht nutzen. Wir warten gebannt auf die Nachspielzeit. 

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    Außerdem kommt Nmecha für Brandt. 

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    Doppelwechsel BVB: Wolf kommt für den platten Ryerson. War wohl doch mehr als ein Krampf. 

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    Vitinha ist auch richtig stark heute, initiiert immer wieder mit ganz feinem Füßchen. Jetzt aus dem Stand die Halbfeldflanke von rechts mit der Innenseite. Genau auf den Kopf von Ruiz. Der erweist sich heute aber wahrlich nicht als Kopfballspezialist. 

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    Taktisches Foul von Vitinha an der linken Außenlinie an Ryerson, der das nutzt, um seinen Krampf rauszudrücken und etwas Zeit von der Uhr zu nehmen. Vitinha kommt derweil um die Gelbe Karte herum.

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    Nur noch Action, was für eine phänomenale zweite Halbzeit. Sancho steckt aus dem Zentrum super durch zu Brandt, durch die Beine von Beraldo. Brandt steht frei vor Donnarumma. Denkste, Marquinhos rutscht in den Abschluss und blockt überragend. Im Nachgang flankt Sancho nochmal von rechts. Reus köpft knapp drüber.

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    Adeyemi wird mit Standing Ovations verabschiedet. Ein Spiel fürs Stadion. Reus kommt rein. 

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    Und weiter der Thalys: Wieder über halbrechts, wieder hat Hakimi die Füße im Spiel. Hakimi bleibt im Verkehr stecken, Dembele übernimmt, legt ab für Vitinha, der schießt zentral von der Strafraumlinie links neben das Tor.

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    So langsam ist das fahrlässig, was PSG liegenlässt. Toller Ball von Vitinha auf Hakimi, der geht mit dem ersten Kontakt rechts im Strafraum zur Grundlinie, macht den Haken und legt zurück zu Dembele. Der ballert nahe dem Elfmeterpunkt drüber. Das kann sich rächen.

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    Weil gerade Zeit ist, Ruhe vor dem Schlussspurtsturm und so, ein schöner Wert für den eben schon angesprochenen Sancho: Der Engländer hat heute Abend bereits zehn Dribblings komplettiert, so viele wie kein anderer Spieler in einem CL-Halbfinale seit Lionel Messi im April 2008 gegen Man United. Da waren es 16.

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    PSG übrigens mittlerweile bei 0,98 xGoals, da hat sich also ganz schön was getan. Dortmund hat mit 1,07 die Nase aber leicht vorn. Der BVB derweil übrigens noch ohne Wechsel. Der gegen Atletico so gute Bynoe-Gittens oder der genesene Malen fallen ein, um etwa den viel arbeitenden und ständig sprintenden Adeyemi zu befreien. Spart sich Terzic aber noch auf. 

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    Eben der geniale Mbappe, aber auch Dortmunds Dribbler ist gut aufgelegt heute. Sancho mit dem nächsten Auftritt, zwei Haken, dann der Schuss von rechts im Strafraum. Aber zu zentral und so direkt auf Donnarumma. 

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    Schlotterbeck hat Mendes im Kampf um den Ball unglücklich, aber böse am Knöchel getroffen. Mendes muss behandelt werden, Schlotterbeck sieht Gelb. 

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    Vergesst das. Kobel muss den zarten Vorsprung retten. Dembele auf Ruiz, der weiter auf Mbappe, und Showtime. Vier Spieler konzentrieren sich links im Sechzehner auf Mbappe, der durch alle vier Spieler durchlupft zu Kolo Muani. Der scheitert mit seinem Drehschuss aus kurzer Distanz an einer starken Parade von Kobel. 

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    Kolo Muani fügt sich mit einem Fehlpass ins Seitenaus ein, das sorgt nicht unbedingt für eine breite Brust beim Ex-Frankfurter. Die enge Dichte an hochkarätigen Torabschlüssen lässt gerade wieder nach einer bis hierhin ereignisreichen zweiten Halbzeit etwas nach. 

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    Es ist aller Ehren wert, wie Dortmund sich wieder gefangen hat. Schwarzgelb präsentiert sich als der widerspenstige, starke Gegner, an dem schon Newcastle, Milan, PSV und Atletico scheiterten. Das Champions-League-Gesicht ist auf jeden Fall aufgesetzt.

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    Dann aber wieder Abfahrt. Starker Freistoß von Maatsen, vorher gemeinsam mit Brandt drei Mal angetäuscht, da hat der BVB sich was überlegt. Füllkrug mit dem Diver in den Ball. Der freie, aber schwierige Kopfball geht einen Meter über die Querlatte. 

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    Etwas Ruhe kehrt ein in diese vogelwilde Phase, weil Hakimi sich das nächste Foul leistet. Das verschafft Paris Platz zum Wechseln. Barcola kommt für den Spieler, der die Bundesliga im vergangenen Jahr im Alleingang zersetzt hat: Kolo Muani. 

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    Hui, viel Risiko von Mendes, der den in der Luft stehenden Füllkrug nach der Flanke von Brandt in den Rücken stößt, der kann so nicht zum Kopfball kommen. Das Stadion brüllt, die Pfeife bleibt stumm. Für eine VAR-Intervention reicht der Schubser, zart, aber folgenreich, nicht. 

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    Das kommt jetzt etwas unerwartet, wie sich Dortmund mit diesem Hochkaräter wieder freigeschwommen hat. Der nächste Beleg, wie ausgeglichen das Geschehen ist. Hier kann jederzeit jeder treffen. Und das mit den spärlichen Torchancen ist auch längst Geschichte. 

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    Füllkrug, eben noch gelobt, jetzt vergibt er den Hochkaräter. Sancho geht genial an Mendes vorbei, schafft es zur Grundlinie, legt zurück. Alles aus dem Lehrbuch. Doch Füllkrug setzt seinen Direktschuss aus sechs Metern übers Tor. Hat zu viel Rücklage. Das steht auch im Lehrbuch. 

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    Füllkrug reibt sich auf, legt einen starken Auftritt hin. Legt jetzt mithilfe all seiner Körperlichkeit per Kopf für Brandt auf, der schießt von halblinks direkt. Setzt den Flachschuss aber am linken Pfosten vorbei. 

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    Das Spielglück ist bislang klar auf Seiten der Dortmunder. Nicht das schlechteste Argument, um ein Champions-League-Finale zu erreichen. Mit Füllkrugs abgefälschten Fernschuss gewinnst du nämlich keinen Henkelpott. Immerhin aber mal wieder etwas Luft zum Atmen für den BVB. Die folgende Ecke schenken wir uns. Standards sind bislang noch kein Thema in diesem offenen Spiel.

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    Der Einschlag kann theoretisch eigentlich nicht näher sein als bei den beiden Pfostenschüssen, macht er aber praktisch trotzdem. Fantastische, flache, tückische Halbfeldflanke von Marquinhos von rechts mit dem ersten Kontakt. Im Zentrum läuft Ruiz wunderbar ein, hält den Kopf in den Aufsetzer. Und köpft aus vier Metern am Tor vorbei. Der muss rein. 

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    Denn wichtiger ist gerade Paris' Sturmlauf. Nächster Abschluss von Mbappe. Wird von Barcola links im Strafraum stark in Szene gesetzt. Der Winkel ist spitz, der Abschluss in Ordnung. Aber nicht genug, um Kobel im kurzen Eck zu überwinden.

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    Ruiz sieht Gelb für den Textiltest an Adeyemis Trikot. Er verhindert so den Dortmunder Gegenstoß. 

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    Doppelpfosten Paris, Doppelglück BVB! Was für eine Szene. Erst Mbappe, der in unnachahmlicher Art aus eigentlich unmöglicher Position von links im Strafraum an den langen Innenpfosten schlenzt. Der Ball springt zurück zum französischen Superstar, etwas Pingpong, Barcola legt eher zufällig für Hakimi ab. Und der trifft auf der anderen Seite mit seinem Flachschuss aus dem Gewühl heraus das Gestänge.

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    Haariger Fehlpass von Beraldo, den kann Marquinhos ja nie und nimmer erreichen. Adeyemi übernimmt, sprintet den linken Flügel entlang, flankt zu Sancho. Der verheddert sich aber rechts im Strafraum bei der Ballannahme. Immerhin ein Eckball springt bei raus, der führt aber zu nichts.

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    Und siehe da: der erste Pariser Torschuss aufs Tor. Barcola aus 20 Metern. In die Arme von Kobel. Da werden die xGoals jetzt keine Quantensprünge machen. 

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    Wie geht PSG den zweiten Durchgang an? Wirklich schlechter sind die Gäste keineswegs. Es ist eben nur nicht zwingend genug vor dem gegnerischen Tor bzw. gut und vielschichtig verteidigt von den Dortmundern. Paris' xGoals im ersten Durchgang? Schmale 0,1. 

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    Ohne weitere personelle Veränderungen beginnt der zweite Durchgang. 

    Das erste Halbfinalspiel zwischen Dortmund und Paris ist noch nicht durchgehend mitreißend, hat aber viele kleine Momente. Und ist tierisch spannend. Die Teams begegnen sich auf Augenhöhe. Paris kombiniert eigentlich gefälliger, kommt aber nicht zum Abschluss. Dortmund dagegen streut vorne eigentlich zu viele Fehler ein, hat aber das Mehr der wenigen Torchancen auf seiner Seite. Eine davon nutzte Füllkrug, das Tor des Nationalspielers war eine Augenweide. 

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    Die Freistoßflanke von Brandt leitet Sabitzer per Aufsetzer aufs Tor, Donnarumma greift aber zu, wenn auch etwas wacklig. Dann ist Halbzeit. 

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    Eigentlich schade, dass gleich die vierminütige Nachspielzeit rum ist, das Spiel hat gerade richtig Fahrt aufgenommen. Nochmal Freistoß für Maatsen links nahe der Grundlinie. Hakimi hat Glück, dass er für sein Foul nicht Gelb sieht. 

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    Starkes Dribbling von Dembele, der Maatsen rechts mit seinem sagenhaften Antritt einfach stehenlässt. Auch die flache Hereingabe ist gut. Kobel will sich dazwischen schmeißen, kommt nicht ran. Dahinter klärt Schlotterbeck vor dem leeren Tor. 

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    Im Nachgang der großen Sabitzer-Chance hat Marquinhos noch Glück, dass er keinen Elfmeter verursacht. Maatsen war vor ihm am Ball, den aber wohl auch Marquinhos mit seinem Schlag noch trifft. Für den VAR wird es nicht zum Thema.

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    Vielmehr verhindert Donnarumma Schlimmeres. Adeyemi mit der Halbfeldflanke von links, die rutscht durch, Füllkrug macht sie stark fest. Er legt im Sechzehner umsichtig für Sabitzer ab, der kommt aus zehn Metern zum Drehschuss mit dem ersten Kontakt. Und scheitert an Donnarumma im linken Eck.

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    Sechs Minuten ist das Tor schon her. Das hat jetzt ganz schön lange gedauert mit Hernandez. Das Spiel befand sich währenddessen im kompletten Leerlauf. Keine Chance für PSG, so eine direkte Antwort zu finden.

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    Der 20-jährige Beraldo, erst seit Januar im Team, kommt für den erfahrenen, aber verletzten Hernandez. Interessanter Wechsel, denn Haudegen Skriniar hätte auch bereitgestanden ... 

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    Und schon sinkt Hernandez wieder dahin. Es geht nicht weiter für den Franzosen. Das linke Bein, mit dem er Füllkrugs Schuss blocken wollte, ist lädiert. 

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    Dauert fast drei Minuten, bis Paris den Anstoß nach dem Gegentreffer ausführen darf. Dann gehts weiter. Mit Hernandez, der aber nicht wirklich rund läuft.

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    Dieser erste Kontakt von Füllkrug: Zucker. Der zweite war dann schon der nicht minder starke Abschluss. Bei dem sich Hernandez aber wehgetan hat. Der Ex-Bundesligakicker muss im Pariser Strafraum behandelt werden. Wird da schon das Zeichen für Wechsel gegeben? 

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    Toooor! BORUSSIA DORTMUND - Paris St.-Germain 1:0. Ein langer Ball als Dosenöffner! Schlotterbeck kurz vor der Mittellinie, wird angelaufen, schlägt ihn trotzdem präzise zu Füllkrug. Paris' Abseitsfalle geht voll in die Hose. Füllkrug pflückt den Ball blitzsauber aus der Luft. Und schickt ihn mit einem starken Schuss aus halblinker Position und zwölf Metern Entfernung flach ins kurze Eck. 

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    Vorlage Nico Cedric Schlotterbeck

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    Und nochmal genau die gleiche Situation, diesmal gegen Hakimi. Da geht das Herz eines jeden Trainers auf, wenn er seinen Flügelstürmer so leidenschaftlich verteidigen sieht. Adeyemis Einsatz wird von der Südkurve und seinen Kollegen honoriert. 

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    Adeyemi wurde beim 1:4 gegen RB am Wochenende noch in der Halbzeit ausgewechselt. Jetzt sammelt er zum dritten Mal Szenenapplaus, als er wieder hinten links aushilft und im Strafraum Dembele abläuft. 

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    Aber Dortmund bleibt in der Aktion. Halbfeldflanke Schlotterbeck, Querschläger Hakimi, der so den ersten Eckball für Dortmund verschuldet. Der geht aber gründlich schief. Hummels köpft aus Versehen zurück zum Flankengeber Brandt, der im Abseits steht.

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    Taylor muss im Zentrum ein bisschen sortieren und schlichten, dann darf Brandt ran. Er findet aber nur die Rübe von Vitinha. Der zweite Ball landet aber beim BVB, für den Sancho rechts in den Strafraum dribbelt. Er verheddert sich, kann aber noch für Brandt ablegen, dessen Schuss von halblinks aus 20 Metern wird geblockt. 

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    Vielleicht die Befreiung via Standard? Adeyemi schiebt gegen Hakimi clever den Körper zwischen Ball und Gegner und zieht den Freistoß vier Meter vor der linken Eckfahne. 

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    Das Spiel hat sich so klar in Dortmunds Hälfte verschoben. Fast jeder zweite Pass im Angriffsdrittel der Dortmunder landet beim Gegner (57 Prozent, um es ganz genau zu nehmen), so kommst du niemals in Abschlusspositionen. Nächstes Beispiel liefert Ryerson, der sich halbrechts mit Hummels und Sancho zwar aufreibt, dann aber ins Seitenaus dribbelt. 

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    Zwei schöne Beispiele dafür: Paris kombiniert sich mit drei schnellen Pässen in den Strafraum, wo Mbappe unter Druck abgelaufen werden muss, damit Kobel den Ball aufnehmen kann. Und Dortmund spielt im Gegenangriff kurz hinter der Mittellinie in Person von Sancho den Fehlpass. Nicht zu Sabitzer, sondern direkt zu Vitinha. Paris ist gerade das bessere Team. 

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    Die Klasse eines Champions-League-Halbfinals zeigt sich nicht immer, hier und da sind ein paar Abspielfehler und Missverständnisse dabei, aber meistens. Mit welcher Geschwindigkeit und Präzision Paris im Angriffsdrittel den Ball laufen lässt, ist schon beeindruckend. Dortmund verteidigt aber vielbeinig und steht meistens noch rechtzeitig im Weg, ehe PSG in wirklich gefährliche Abschlussposition kommt. 

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    Die folgende Freistoßflanke kommt von Dembele. Wird auf Höhe des ersten Pfostens aber von Füllkrug abgewehrt. Auch die folgende Halbfeldflanke von Ruiz wird nicht gefährlich abgenommen. 

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    Verteidiger gewinnen die entscheidenden Zweikämpfe, genau. Vielleicht auch nicht. Zaire-Emery zieht stark an Maatsen vorbei. Der muss an der rechten Seitenlinie zur Grätsche greifen und holt sich Gelb ab. 

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    Bisschen zu viel Platz für Dembele unweit des rechten Strafraumecks. Das nutzt der Ex-Dortmunder für einen Schlenzer. Der das Gehäuse aber deutlich verfehlt. 

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    Wer macht den ersten Fehler? Das scheint die entscheidende Frage zu werden. Die Teams schenken sich nichts, das Geschehen ist komplett ausgeglichen. Beide verteidigen aufmerksam und engagiert. Die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen bislang immer die Defensivleute. 

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    Genau in dieser Phase aber die erste echte Chance des Spiels- und die hat der BVB. Sancho gewinnt gegen Mendes an der rechten Seitenlinie den Ball nach seinem eigenen Fehlpass zurück, nimmt Brandt mit, der schickt den einlaufenden Sabitzer rechts in den Strafraum. Der scheitert aus spitzem Winkel am stabil stehenden Donnarumma.

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    PSG hat jetzt deutlich besser ins Spiel gefunden. Hummels muss im Strafraum in höchster Not gegen Mbappe klären, danach schafft es Dortmund zwei Mal nicht, sich aus der Umklammerung zu befreien, der lange Befreiungsschlag wird vermieden. So aber muss Can einen wackligen Rückpass zu Kobel spielen, der den Ball nur noch ins Seitenaus schlagen kann. 

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    Auf den ersten Torschuss müssen wir offenbar noch ein bisschen warten. Das Spiel findet hauptsächlich zwischen den Boxen statt. Wo Paris sich langsam eingroovt, den Rhythmus findet. Und just beim Tippen dieser Zeilen hat das Warten dann auch ein Ende: Dembele schießt von halbrechts aus 18 Metern. Flach links vorbei. Halb so wild, trotzdem der erste konkrete Torversuch. 

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    Starker, mutiger Ballgewinn von Maatsen an der Mittellinie, wo der Außenverteidiger erfolgreich nach vorne verteidigt. Brandt bekommt den Ball daraufhin zu Sabitzer gespitzelt, der könnte den Angriff scharf stellen, sein Pass nach links zu Maatsen geht aber in dessen Rücken. So geht das Tempo verloren und die Szene versandet. 

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    Vor den Umschaltmomenten der Gäste sollte der BVB aber natürlich gewarnt sein. Fehlpässe wie von Sancho in den Fuß von Vitinha sollten also vermieden werden. Mbappe dreht daraufhin im Mittelkreis auf, schickt Hakimi durchs rechte Halbfeld. Der wird aber stark vom nach hinten arbeitenden Adeyemi abgelaufen. 

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    Dortmund kommt ganz gut rein in den Abend. Die ersten Momente des Spiels finden gesammelt in der Hälfte der Gäste statt. Füllkrug etwa leitet einen weiten Einwurf im Zentrum weiter, findet keinen Mitspieler, Brandt will das Spiel gut verlagern, da steht Referee Taylor im Weg. Paris positioniert sich zunächst mal und lässt den BVB kommen. 

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    Wir sprachen im Vorfeld vom personellen Wandel bei PSG. Weg von der einzigartigen Spitze, hin zur breiten Klasse. Zeigt sich auch sehr schön darin, dass mit Paris erstmals seit 2012 ein CL-Halbfinalist keinen einzigen Spieler in seiner Startelf stellt, der die 30 Lebensjahre geknackt hat. Selbst der ewige Marquinhos ist ja erst 29 Jahre jung. 

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    Los gehts! 

    Atemberaubende Atmosphäre, makelloser Rasen, Wetter wie gemalt, perfekte Bedingungen - es knistert in Dortmund! Die Spieler laufen ein. Angeführt von Referee Anthony Taylor aus England. 

    Nach zwei enttäuschenden Jahren, als gegen Real und Bayern schon im Achtelfinale Schluss war, ist die Chance auf den ersten Henkelpott auf einmal wieder groß. Und das ausgerechnet in dem ersten Jahr, in dem das Superstarniveau um drei Viertel verkleinert wurde, verließen doch mit Neymar, Messi und Ramos drei Schwergewichte das Team im Sommer. Trainer Enrique wählte stattdessen mit Anführer Mbappe an der Spitze einen Weg, bei dem eine mannschaftliche Geschlossenheit und ein gesundes Gefüge oberste Priorität hat. Bislang geht der Plan auf. 

    Paris ist dem Henkelpott erstmals seit 2021 wieder so nah, als das Halbfinale gegen ManCity verloren ging. Am Wochenende sackte Paris die französische Meisterschaft im Vorbeigehen ein, ärgerlicherweise nicht aus eigener Kraft, dafür reichte das 3:3 gegen Außenseiter Le Havre nicht, sondern auf der Couch, weil Monaco einen Tag später in Lyon verlor. Die zehnte Meisterschaft aus den vergangenen zwölf Jahren ist aber mal wieder nebensächlich. In Paris steht und fällt die Bewertung der Saison wie immer mit dem Abschneiden in der Königsklasse. 

    Mit der deutlichen Pleite ausgerechnet beim unbeliebten RB-Projekt war Schwarzgelb am Ende sogar noch gut bedient. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass mit Can, Maatsen und vor allem dem zuletzt so überragenden und wichtigen Sabitzer drei prägende Spieler in Leipzig nicht mitwirken konnten. Auch Malen und Haller sind nach ihren Verletzungen ins Training zurückgekehrt und sind zumindest wieder Optionen für Trainer Terzic. 

    Dortmund steht erstmals seit 2013 in der Vorschlussrunde der Königsklasse und braucht sein Champions-League-Gesicht, um gegen das auf dem Papier klar favorisierte PSG in zwei Spielen zu bestehen. Und keinesfalls das aus der Bundesliga, welches der BVB national viel zu oft zeigte, zuletzt beim schwachen 1:4 bei RB Leipzig. Da war Dortmund schmale 20 Minuten im Spiel, legte dann aber den Schongang ein, während RB heiß lief und Dortmunds Defizite klar aufzeigte.

    Dortmund gegen Paris im Halbfinale der Champions League - das ist für beide Teams die so große Chance, zahlreiche Sehnsüchte zu erfüllen. Wer hätte den Dortmundern schon so eine bedeutende Rolle in der Königsklasse zugetraut nach der Auslosung der sogenannten Todesgruppe F, gepaart mit einer äußerst durchwachsenen Bundesliga- und Pokalsaison? Und wer hätte gedacht, dass PSG ausgerechnet im ersten Jahr nach Messi und Neymar so einen Schulterschluss findet, um dem Ziel, dem die Vereinsführung seit über einem Jahrzehnt alles unterordnet, ein weiteres Mal so nah zu kommen?

    Paris spielte zuletzt nur 3:3 bei Le Havre. Trainer Enrique tauscht seine Startelf auf fünf Positionen heute aus: Navas, Pereira, Beraldo, Asensio und Kolo Muani rücken alle auf die Bank. Dafür beginnen Stammkeeper Donnarumma, Hernandez, Mendes, Ruiz und Mbappe.

    Das ist die Aufstellung von PSG: Donnarumma - Hakimi, Marquinhos, Hernandez, Mendes - Zaire-Emery, Ruiz, Vitinha - Dembele, Mbappe, Barcola. 

    Die Generalprobe ging gründlich schief: Am vergangenen Wochenende holte sich der BVB bei RB Leipzig eine 1:4-Klatsche ab. Da noch ohne die gesperrten Maatsen und Can und den kränkelnden Sabitzer. Die kehren alle drei nun zurück. Wolf, Özcan und Nmecha rücken dafür wieder ins zweite Glied. 

    So spielt Borussia Dortmund: Kobel - Ryerson, Hummels, Schlotterbeck, Maatsen - Sabitzer, Can - Sancho, Brandt, Adeyemi - Füllkrug. 

    Herzlich willkommen zum Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain.