Zum Inhalte wechseln

Borussia Dortmund - Zenit St. Petersburg

UEFA Champions League Gruppe F

Borussia Dortmund 2

  • J Sancho 78' (11m)
  • E Haaland 90+1'

Zenit St. Petersburg 0

    Champions League: Borussia Dortmund gewinnt gegen Zenit St. Petersburg

    Sancho-Elfer & später Haaland erlösen BVB gegen Zenit

    Sport-Informations-Dienst (SID)

    29.10.2020 | 11:32 Uhr

    2:59
    Champions League, 2. Spieltag: Dortmund schlägt St. Petersburg mit 2:0 (Videolänge: 2:59 Min).

    Ein Elfmeter von Jadon Sancho hat die einfallslosen Dortmunder in der Champions League wieder auf Kurs gebracht. Das englische Supertalent knackte im Geisterheimspiel den massiven Abwehrbeton des russischen Meisters Zenit St. Petersburg und ebnete den Weg zum 2:0 (0:0)-Sieg.

    Der missratene BVB-Auftakt bei Lazio Rom (1:3) kann durch den ersten Erfolg vorerst als ärgerlicher Ausrutscher abgehakt werden.

    Im ersten Europapokal-Heimspiel der Vereinsgeschichte ohne Zuschauer hatten die Dortmunder sehr hohe Ballbesitzwerte, aber lange viel zu wenige Torchancen. Erst Sancho traf per Elfmeter zum erlösenden 1:0 (78.), das den BVB im Millionenspiel der Königsklasse wieder in eine gute Position bringt. Thorgan Hazard war im Strafraum gefoult worden. Erling Haaland erhöhte in der Nachspielzeit (90.+1).

    So siehst Du die CL-Gruppenphase 20/21 auf Sky - alle Spiele im Überblick

    So siehst Du die CL-Gruppenphase 20/21 auf Sky - alle Spiele im Überblick

    Sky zeigt Dir die Gruppenphase der UEFA Champions League 2020/21 live im TV und Stream. Ein Überblick über alle Konferenzen und exklusiven Einzelspiele.

    Der BVB verliert in der Corona-Pandemie mit jedem Heimspiel mehrere Millionen Euro - auch deshalb ist der Einzug ins Achtelfinale ein Muss. "Das Weiterkommen ist komplett unser Ziel und auch unsere Verantwortung", betonte Sportdirektor Michael Zorc.

    2:09
    BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist nach dem mühsamen Sieg gegen Zenit St. Petersburg erleichtert. (Video, Länge: 02:09 Minuten)

    Trainer Lucien Favre warnte zwar pflichtschuldig vor Zenit, er erhielt aber von oben auch einen klaren Auftrag. "St. Petersburg hat sehr gute Einzelspieler, aber das interessiert mich nicht", sagte Zorc: "Wir müssen gewinnen."

    ZUM DURCHKLICKEN: DIE NOTEN DER BVB-STARS GEGEN ZENIT

    1. ROMAN BÜRKI:
      Image: ROMAN BÜRKI: Bemüht sich zu Beginn der Partie einige Male, das Spiel schnell zu machen. Sieht bei einer Flanke, die der Schweizer unterschätzt, nicht gut aus. Bleibt sonst aber ohne Herausforderungen und Fehler. NOTE: 3 © Getty
    2. THOMAS MEUNIER:
      Image: THOMAS MEUNIER: Versucht sich mehr in die Offensive einzuschalten als zuletzt. Viel Zählbares kommt dabei aber nicht herum. Seine gute Flanke in der 78. Minute führt dann zur Elfmeter-Situation. Hinten bis auf einen Wackler sicher. NOTE: 3 © Getty
    3. MANUEL AKANJI:
      Image: MANUEL AKANJI: Der Fels in der Brandung. Ein erneut souveräner Auftritt des Schweizers, der sich die meisten Bälle unter den Dortmundern vom Gegner schnappt (12). Muss sich über weite Strecken aber auch nicht sonderlich anstrengen. NOTE: 3 © Getty
    4. MATS HUMMELS:
      Image: MATS HUMMELS: Lässt wie sein Defensiv-Partner wenig anbrennen und macht ein souveränes Spiel. Tritt offensiv allerdings nicht in Erscheinung. NOTE: 3 © Getty
    5. RAPHAEL GUERREIRO:
      Image: RAPHAEL GUERREIRO: Nach dem quirligen Auftritt im Revierderby ist gegen Zenit nur wenig vom Portugiesen zu sehen. Verliert hinten 60 Prozent seiner Zweikämpfe, seine Flanken finden selten einen Abnehmer. NOTE: 4 © Getty
    6. AXEL WITSEL:
      Image: AXEL WITSEL: Übernimmt auf der Doppel-Sechs mit Dahoud den defensiveren Part und fängt eine Menge Bälle und Gegner ab. Fehlerloser Auftritt, ohne Ausschläge in irgendeine Richtung. NOTE: 3 © Getty
    7. MAHMOUD DAHOUD:
      Image: MAHMOUD DAHOUD: Ist erneut Ankerpunkt im Spiel der Borussia. Hat mit 119 Aktionen die meisten Ballkontakte bis zu seiner Auswechslung. Leistet sich defensiv keine Fehler, fällt mit Ausnahme eines guten Fernschusses aber auch vorne nicht auf. NOTE: 3 © Getty
    8. JADON SANCHO:
      Image: JADON SANCHO: Rennt immer wieder in Gegner hinein und leistet sich zusätzlich einige unnötige Fehlpässe und Ballverluste (insgesamt 27!). Hat zwei gute Gedanken im ersten Durchgang (39./42.), bleibt beim Elfmeter dann immerhin souverän. NOTE: 4 © Getty
    9. MARCO REUS:
      Image: MARCO REUS: Findet kaum Zugriff auf das Spiel. Tritt erstmals mit einem platzierten Freistoß in Erscheinung (27.) und legt mit einer vergebenen Chance aus spitzem Winkel nach (39.). Bis zur Auswechslung dann wieder blass. NOTE: 4 © Getty
    10. GIOVANNI REYNA:
      Image: GIOVANNI REYNA: Sorgt nicht für die großen Momente und versprüht wenig Esprit. Verliert insgesamt 18 Mal den Ball an die Russen und ist an keiner der wenigen schwarz-gelben Chancen direkt beteiligt. NOTE: 4 © Getty
    11. ERLING HAALAND:
      Image: ERLING HAALAND: Müht sich lange an der Spitze und wartet vergeblich auf Zuspiele. Kommt in der 42. Minute zur vorerst besten Chance der Dortmunder und vergibt deutlich. Macht es in der Nachspielzeit dann besser und trifft trocken. NOTE: 3 © Getty
    12. THORGAN HAZARD: In der 66. Minute für Mahmoud Dahoud eingewechselt. Versucht sofort Vollgas zu geben und bringt sich im Angriffspiel ein. Holt dann den Elfmeter und damit die Erlösung für die Dortmunder heraus. NOTE: 2
      Image: THORGAN HAZARD: In der 66. Minute für Mahmoud Dahoud eingewechselt. Versucht sofort Vollgas zu geben und bringt sich im Angriffspiel ein. Holt dann den Elfmeter und damit die Erlösung für die Dortmunder heraus. NOTE: 2 © Getty
    13. JULIAN BRANDT (Bild), THOMAS DELANEY, JUDE BELLINGHAM: Alle nach der 70. Minute eingewechselt. Keine Bewertung.
      Image: JULIAN BRANDT (Bild), THOMAS DELANEY, JUDE BELLINGHAM: Alle nach der 70. Minute eingewechselt. Keine Bewertung. © Getty
    14. Die BVB-Noten im Überblick.
      Image: Die BVB-Noten im Überblick. © Sky

    Dafür setzte Favre in einem zähen Geduldsspiel auf die Rückkehr seines engagierten Kapitäns Marco Reus in die Startelf, Mahmoud Dahoud hatte sich mit einer starken Leistung im Derby gegen Schalke 04 (3:0) für einen Einsatz empfohlen, er blieb jedoch unauffällig. Roman Bürki, daraus hatte Favre ein Geheimnis gemacht, stand im Tor und ist also doch die Nummer eins.

    preview image 1:01
    BVB-Trainer Lucien Favre zeigt sich im Sky Interview vor dem CL-Duell gegen St. Petersburg von den Fragen zu seiner Torwart-Entscheidung amüsiert. (Video, Länge: 01:01 Minute)

    Der BVB machte in gespenstischer Atmosphäre das Spiel und passte handballartig immer wieder von links nach rechts, um die gegnerischen Ketten auseinanderzuziehen - dann kam der Pass in die Tiefe, der zu selten gelang. Mats Hummels hatte die erste gute Chance (15.).

    Mehr dazu

    Duell entwickelt sich zur Regenschlacht

    Zenit ließ es recht gelassen geschehen und wählte nach Ballgewinn häufig den langen Pass auf den bulligen Stürmer Artjom Dsjuba. Damit hatten die Dortmunder immerhin weit weniger Probleme als in Rom bei den brandgefährlichen Lazio-Pässen auf den einstigen BVB-Transferflop Ciro Immobile.

    preview image 1:44
    Manuel Akanji ist trotz des mühenvollen Sieges gegen Zenit St. Petersburg zufrieden. (Video, Länge: 01:44 Minuten)

    Dafür produzierten sie kaum eigene Abschlüsse, was sich aber nach einer halben Stunde langsam änderte. Reus' Freistoß (27.) parierte der sehr gute Zenit-Torhüter Michail Kerschakow ebenso wie einen Schuss des Kapitäns aus spitzem Winkel (39.). Erling Haaland schoss allein vor Kerschakow neben das Tor (42.) - ein seltener Anblick.

    Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

    Jetzt Push-Nachrichten zu Deinen Lieblingssportarten!

    Du willst personalisierte Sport-Nachrichten als Push auf dein Handy? Dann hol Dir die Sky Sport App und wähle Deine Lieblingssportarten- und wettbewerbe aus. So funktioniert's.

    Für den BVB wäre vieles leichter geworden, der Gegner hätte sich am Spiel selbst aktiv beteiligen müssen. Stattdessen ging die Dortmunder Geduldsprobe bei immer stärkerem Regen in die nächste Runde - mit dem Unterschied, dass sich Zenit nun ab und an in die Hälfte der Gastgeber kombinierte.

    Jetzt wartet Brügge

    Wenn es auf der anderen Seite gefährlich wurde, war meist Reus der Initiator (61.), Sancho spielte schwach. Es schien, als wolle der BVB den Ball ins Tor tragen, es fehlte die Konsequenz. Zenit half dann mit.

    In die kommenden beiden Champions-League-Spiele gegen den FC Brügge (4. und 24. November - live auf Sky) geht der BVB wieder als klarer Favorit. Allerdings hatten die Belgier überraschend in St. Petersburg gewonnen (2:1).

    Sport-Informations-Dienst (SID)

    Weiterempfehlen: