Zum Inhalte wechseln

Hamburger SV - VfB Stuttgart

DFB-Pokal 2. Runde

Hamburger SV 1

  • A Hunt 16' (11m)

VfB Stuttgart 2

  • N González 2' (11m)
  • H Al Ghaddioui 113'

VfB Stuttgart wirft Hamburger SV nach Verlängerung aus dem DFB-Pokal

Revanche nach Klatsche in der 2. Liga geglückt

Sport-Informations-Dienst (SID)

30.10.2019 | 11:08 Uhr

3:35
DFB-Pokal, 2. Runde: Krimi statt Spektakel: Stuttgart hat sich dank Hamadi Al Ghaddioui für das 2:6-Debakel in der Liga revanchiert und den HSV nach einem packenden Thriller aus dem Pokal geschmissen.

Der VfB Stuttgart hat sich erfolgreich für die 2:6-Klatsche gegen den Hamburger SV in der 2. Bundesliga revanchiert. Drei Tage nach der Blamage setzte sich die Schwaben im DFB-Pokal in der Verlängerung mit 2:1 (1:1, 1:1) gegen den HSV durch und zogen damit verdient ins Achtelfinale ein.

"Wir wollten unbedingt eine Reaktion und ein anderes Gesicht zeigen, das ist uns über 120 Minuten gelungen", sagte Stuttgarts Ex-Nationalspieler Gonzalo Castro: "Ich bin sehr froh, dass wir nach drei Spielen ohne Sieg wieder gewonnen haben, das gibt uns einen Schub."

"Ich bin sehr froh, dass wir nach drei Spielen ohne Sieg wieder gewonnen haben, das gibt uns einen Schub", sagte Castro, während die Hamburger - im Vorjahr immerhin Pokal-Halbfinalist - zähneknirschend aus dem eigenen Stadion trotteten. "Es ist immer bitter, ein so spätes Gegentor zu kassieren", sagte HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes: "Jetzt schauen wir aber wieder nach vorne und auf die Liga."

Nicolas Gonzalez per Foulelfmeter (2.) und kurz vor Schluss dann der erst in der Verlängerung eingewechselte Al Ghaddioui (113.) trafen für die diesmal viel entschlossener auftretenden Stuttgarter zum umjubelten Weiterkommen, für den HSV war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Aaron Hunt (16./Foulelfmeter) im Duell der beiden Top-Teams der 2. Liga zu wenig.

Stuttgart zog wie von Trainer Tim Walter angekündigt die nötigen "Lehren" aus der Liga-Pleite und setzte sich im fünften Pokal-Duell mit dem Rivalen aus dem Norden zum fünften Mal durch. Der HSV fand hingegen im Vergleich zum Triumph am Samstag diesmal kaum Lösungen gegen die giftigen Gäste - und so platzte nach dem Halbfinal-Einzug im Vorjahr der Traum auf einen ähnlichen Pokal-Coup schon in der 2. Runde.

Elfmeter nach 37 Sekunden

Vor 45.503 Zuschauern im Volksparkstadion entwickelte sich sofort wieder eine unterhaltsame Partie. Schon 37 Sekunden nach Anpfiff gab es den ersten Aufreger, als sich Gideon Jung tölpelhaft anstellte und Philipp Förster zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Gonzalez sicher. Ebenso lässig vom Punkt zeigte sich auch Hamburgs Hunt nur wenige Minuten später. Der zurückgekehrte HSV-Kapitän nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich, nachdem Schiedsrichter Bastian Dankert schon wieder auf Foulelfmeter entschieden hatte. Diesmal war Santiago Ascacibar gegen David Kinsombi der Übeltäter.

Den besten Fußball live streamen

Den besten Fußball live streamen

Mit Sky Ticket streamst du die Bundesliga, 2. Bundesliga, Premier League, DFB-Pokal und die UEFA Champions League live. Einfach monatlich kündbar.

Auch nach diesem wilden Beginn ging es weiter hin und her. Die jeweils vier Veränderungen auf beiden Seiten nach dem "Hinspiel" am Samstag machten sich nicht negativ bemerkbar, sowohl die Hausherren, bei denen Lukas Hinterseer kurzfristig den den verletzten Martin Harnik ersetzte, als auch Stuttgart spielten mutig nach vorne. In der 29. Minute hätte Gonzalez per Kopf fast erneut zur Führung getroffen.

Mehr Fußball

Stuttgart mit deutlicher Leistungssteigerung

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit nahmen beide Teams etwas das Tempo raus. Doch die Verschnaufpause auf dem Rasen hielt nicht lange an, gleich nach Wiederanpfiff setzte Badstuber einen Kopfball nur knapp neben das Tor von Daniel Heuer Fernandes. Der HSV überließ Stuttgart in der Folge seltsam viel Raum und Spielanteile, lauerte im eigenen Stadion vor allem auf Konter. Doch die Walter-Elf stellte die Räume diesmal sehr viel besser zu als noch vor drei Tagen und spielte zudem konsequenter nach vorne. In der 65. Minute vergaben die Gäste eine weitere gute Möglichkeit, Ascacibar zielte aus rund 16 Metern knapp über den Kasten.

Mit zunehmender Spieldauer und dann auch in der Verlängerung, in der Philipp Klement und Atakan Karazor eine Doppelchance (101.) für Stuttgart hatten, waren sowohl der HSV als auch Stuttgart vor allem darauf bedacht, nicht den alles entscheidenden Fehler zu machen. Und so sahen die Zuschauer nicht so ein Spektakel wie in der Liga am Samstag, aber einen stets unterhaltsamen und spannenden Pokal-Krimi.

Sport-Informations-Dienst (SID)

Weiterempfehlen: