TSG Hoffenheim - Borussia Dortmund; Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

TSG Hoffenheim - Borussia Dortmund. Bundesliga.

PreZero ArenaZuschauer30.150.

TSG Hoffenheim 2

  • A Kramaric (42. minute 11m, 98. minute 11m)

Borussia Dortmund 1

  • S Guirassy (87. minute)

Live-Kommentar

Topspiel ist auch das Stichwort hier, um 18:30 Uhr geht das los, Frankfurt spielt gegen Leipzig. An dieser Stelle war es das. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal! 

Dortmund spielt nächste Woche am Sonntag zu Hause gegen Freiburg. Hoffenheim reist für das Topspiel am Samstagabend zum Hamburger SV. 

Dortmund verliert also zum vierten Mal in der Bundesliga und das erste Mal zwei Mal in Folge. Auswirkungen hat das kaum: Auch ohne die Niederlage hätten die Bayern morgen die Meisterschaft perfekt machen können, die Champions League ist angesichts von zehn Punkten Vorsprung auf Rang 5 praktisch gesichert. Jene zehn Punkte hinter dem BVB ist Hoffenheim jetzt Fünfter, die TSG überholt Leverkusen, das zu Hause gegen Augsburg verloren hat. 

Vorneweg: Das war keine gute Leistung des BVB, der keinen Sieg verdient gehabt hätte. Doch das Schicksal meinte es gleichzeitig auch echt nicht gut mit Schwarzgelb. Zwei Handelfmeter, die dem Fußball nicht guttun, sorgen für eine bittere Niederlage, dazu überstrahlt das Unglück des Niklas Süle alles. Hoffenheim legte eine gute erste Hälfte hin, schaltete aber zu früh in den Verwaltungsmodus, was Guirassy spät bestrafte. Das 1:1 wäre das gerechte Ergebnis gewesen. Dann folgte aber der zweite rätselhafte VAR-Elfmeter an diesem Nachmittag. Und mit Kramaric hat die TSG für solche Situationen genau den richtigen Mann. 

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Nach den Abschlag von Baumann ist Schluss, Hoffenheim gewinnt! 

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Zehn Hoffenheimer in der Mauer, davor noch drei Dortmunder. Brandt schießt. Einen Meter über die Mauer. Und der Ball fällt nicht rechtzeitig runter - ein Meter übers Tor. 

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Inacio meckert sich zu Gelb. Auch die Hoffenheimer Bank wird verwarnt, vermutlich trifft es Ilzer, das wird aber nicht ganz deutlich. Alles egal, dieser Freistoß zählt. 

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100. Minute. Nochmal Freistoß für Dortmund unmittelbar vor dem Strafraumrand, mittig im Sechzehnerhalbkreis. So viel so wenig im zweiten Durchgang, und jetzt noch das volle Drama. Kramaric hat Beier umgesenst, der den Ball schön mit der Hacke verschwinden ließ. Das ist DIE Chance für den BVB, mit dem Remis doch noch das gerechte Ergebnis herbeizuführen. 

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Tooooor! TSG HOFFENHEIM - Borussia Dortmund 2:1. Von Kramaric war nicht viel zu sehen. Aber wenns drauf ankommt, ist er da. Aus elf Metern schiebt er auch seinen zweiten Elfmeter sicher ins rechte Eck, diesmal flach. Spielt aber keine Rolle, Kobel ist woanders unterwegs. 

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Ryerson sieht zudem Gelb fürs Meckern. Sein Ärger ist verständlich. 

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Die Entscheidung lässt dann nicht lange auf sich warten. Es gibt den zweiten Handelfmeter für die TSG Hoffenheim. 

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Unglaublich, Schlager wird schon wieder in die Reviewarea geschickt. Ryerson will eine Halbfeldflanke von der linken Seite von Prass blocken, das misslingt, stattdessen streift der Ball seine Hand. 

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Schlager greift sich ans Ohr. Was war? Es war nichts zu erkennen. 

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Hoffenheim schwärmt auch nochmal aus. Prass spielt einen gefährlichen weiten Bogenball von der linken Seite ins Zentrum. Schlotterback klärt als letzter Mann mit dem langen Hals. 

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Stark von Beier, der eine abgefälschte Flanke links im Strafraum gut kontrolliert und abschließt. Leicht abgefälscht, muss sich Baumann lang machen, um den aus dem kurzen Eck zu kratzen. Stark pariert, auch wenn der womöglich knapp am Tor vorbeigegangen wäre. 

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Nochmal sechs Minuten drauf. Siegtor nicht ausgeschlossen. Nur für wen? Gerade würden wir unser Geld auf den BVB wetten. 

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Ein Schuss, der nur für 0,032 xGoals anschreibt. Das war ganz große Klasse von Dortmunds Topstürmer, der in diesem Jahr, verglichen mit seinen beiden Vorjahren, etwas zu viel Stürmer und zu wenig top war. Was nicht heißt, dass es nicht in ihm drinsteckt. 

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Toooor! TSG Hoffenheim - BORUSSIA DORTMUND 1:1. Aber eben nur kurz. Guirassy schlägt zu! Das sind einige Pässe, die meisten unspektakulär. Dann erkennt Bensebaini aber, dass sich Guirassy etwas im Rücken von Kabak freigestohlen hat. Da spielt er hin, scharf und flach. Guirassy nimmt den Ball 20 Meter vor dem Tor sauber an, legt ihn sich vor. Und diesmal kommt Kabak zu spät. Der Fernschuss schlägt unhaltbar links im Eck ein. 

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Vorlage Ramy Bensebaini

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Aber Dortmund spielt sich einen Krampf. Und Hoffenheim übt sich jetzt auch gut darin, Time Management zu betreiben. Ziehen oder verursachen immer wieder Freistöße und kleine Unterbrechungen. Die Sinsheimer stehen kurz davor, sich im Champions-League-Kampf zurückzumelden. 

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Man wünscht Niklas Süle echt, dass sein Handelfmeter hier nicht der alles ausschlaggebende Faktor über drei Punkte haben oder nicht haben wird. Irgendetwas muss bitte noch passieren. 

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Moerstedt lässt direkt mal Schlotterbeck mit einer schönen Finte ins Leere grätschen. Schlotterbeck zieht dann noch gerade eben das Bein hoch, sonst ist der 20 Jahre junge Stürmer auf und davon. Das bringt ihm Gelb ein. 

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Lemperle ist 83 Minuten alles angelaufen, was sich bewegt. Jetzt geht er auf eigenen Wunsch hin entkräftet vom Feld. Moerstedt übernimmt für die finalen Minuten. 

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Acht Spiele hat Dortmund in dieser Saison wettbewerbsübergreifend nur verloren. Nur ein Mal, gegen Bergamo und Bayern, hintereinander. Das droht gerade zum zweiten Mal. Zumindest das achte Unentschieden in der Bundesliga sollte eigentlich noch drin sein. Hoffenheim ist in dieser längst müde und lästig verkommenen Partie auch nicht mehr besser. 

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Baumann muss mal einen Ball aufnehmen. Inacio schlägt ihn von der rechten Seite flach in die Mitte, ein Abwehrzeh ist dazwischen und lenkt ihn direkt in die Arme des Nationalkeepers. Gut, dass er da ist. 

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Kernig. Prass grätscht Bensebaini im Mittelkreis um und sieht dafür die Gelbe Karte. 

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Finstere Mienen in der Führungsriege des BVB rund um Watzke. Dieser schwarzgelbe Arbeitstag macht echt keinen Spaß. 

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Dann ist auch für den verletzten Bernardo Schluss. Schon die dritte verletzungsbedingte Auswechslung in diesem Spiel. Ein bisschen Saison ist noch! Hranac kommt rein. 

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Gleichzeitig wird Svensson von Brandt ersetzt, was auf eine Umstellung zur Viererkette hindeutet. 

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Doppelwechsel beim BVB: Die 18 Jahre alte Nachwuchskraft Samuele Inacio kommt zu seinem dritten Bundesligaspiel und rückt für Sabitzer neu in den Sturm. Das ist deutlich offensiver. 

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Das sind hier heute echt zwei verschiedene Spiele. Ein Spiel vor Süle. Eins nach Süle. Nach Süle geht kaum mehr was zusammen. Jetzt sackt Bernardo in sich zusammen. Auch er deutet muskuläre Probleme an. Erneut Trubel auf der Bank und im medizinischen Personal. Und natürlich eine Spielunterbrechung. 

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Da muss Svensson viel mehr draus machen. Gerade angesichts der großen Schwierigkeiten, sich überhaupt mal Torchancen, ach was, Torschüsse zu erspielen, sind solche Szenen elementar. Kabak dagegen steigt wie so häufig zum Hidden Hero auf. 

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Jetzt auch Dortmund: Guirassy ist direkt als Wandspieler gefragt, macht einen Ball 30 Meter vor dem Tor fest und kann ihn zu Sabitzer ablegen. Der findet Svensson mit einem klugen Zuspiel links in den Sechzehner. Dort braucht Svensson aber viel zu lang. Er war mal frei, bis er dann mal schießt, kommt Kabak längst angeflogen. Und stellt den starken Block. Erneut sind Baumanns Dienste nicht gefragt. 

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Mal was vor einem Tor: Kabak setzt sich bei einem Eckball hinter dem langen Pfosten ab, genau dort fällt der Ball runter. Aus spitzem Winkel köpft er aufs kurze Eck. Kobel pariert zur nächsten Ecke. 

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Ein Wechsel auch beim BVB: Bei Guirassy reicht es für 30 Minuten, Fabio Silva macht Platz. 

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Ilzer nutzt das Wechselfenster doppelt und bringt gleichzeitig Prass für den heute eher blassen Toure. 

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Das geht dann angenehm schnell, Burger macht kein großes Buhei um seine verletzungsbedingte Auswechslung, lässt sich von Schlotterbeck aufhelfen und schreitet genervt hinaus. Prömel ist längst bereit. 

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Auch das tut dem Spielfluss natürlich nicht gut: Burger rennt einem Ball hinterher, dann war es das. Der linke Oberschenkel ist jetzt vollends zu, der Niederländer ist frustriert und muss ausgewechselt werden. 

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Noch keine Torchance im zweiten Durchgang, nicht mal ein Torschuss. Doch, einen, Chukwuemeka, rechter Fuß im Strafraum unten zentral geblockt, ein Dank an das Statistiktool. Der BVB tut sich enorm schwer. 0,3 xGoals hat sich Schwarzgelb erst herausgespielt. Svensson hat eine Kopfballchance, der Rest waren Halbchancen und Ansätze. Baumann ist bislang beschäftigungslos. 

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Tatsächlich. Die Adduktoren scheinen okay zu sein. Aber das hat jetzt ewig gedauert. Diese Verletzungspause war über zwei Minuten lang. Burger kommt zurück. 

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Erstmal rennt hier aber keiner. Burger hat sich bei einem Zweikampf mit Svensson im Mittelfeld verletzt. Prömel macht sich schon bereit. Da geht der Daumen aber doch noch hoch. Sieht nach einer Blitzheilung aus. 

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Hoffenheim gefällt sich jetzt in der Rolle des lauernden Führenden. Steht tiefer, fokussiert sich auf die Verteidigungsarbeit. Und hat mit Asllani einen Funkturm vorne stehen, der die Bälle im Konter wunderbar verteilen kann. Dortmund kann sich für ein Anrennen einrichten.  

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Das wird spannend jetzt, wie Dortmund aus der Kabine kommt. Ihr verletzter und geschätzter Teamkollege wird da ja vermutlich auch gelegen haben. Gibt es die Trotzreaktion? Play for Süle? Erstmal das Play für Silva, der von einem schönen scharfen Ball von Ryerson rechts in den Strafraum geschickt wird. Mit dem ersten Kontakt verliert Silva aber den Kurs zum Tor und lässt sich abdrängen. 

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Ohne weitere Wechsel beginnt der zweite Durchgang. 

Die gesamte Grausamkeit des Fußballs hat sich gerade in einer einzigen Aktion entladen. In einer harmlosen Allerweltssituation ist Süle mit dem linken Knie weggeknickt, im Sturz hat er den ungefährlichen Fernschuss von Kramaric an den Arm bekommen, Kramaric versenkte den vom VAR verhängten Elfmeter. Und die Partie steht seitdem still. Dortmund ist geschockt, Hoffenheim auf einem guten Weg, den Heimsieg einzufahren. Bis zu diesem Schicksalsschlag war es ein gutes und schwungvolles Duell auf Augenhöhe, wobei die Hoffenheimer leichte Vorteile hatten, weswegen die Führung nicht unverdient daherkommt. Aber die Entstehung wünschst du echt keinem. 

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Pause. 

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Die Nachspielzeit verstreicht ereignislos und ist schwer zu greifen. Es ist der Knick schlechthin im Spiel. 

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Sechs Minuten Nachspielzeit. Die Szene eben hallt nach, es herrscht Konsterniertheit. Dortmund ist um eine Reaktion bemüht, es geht aber nicht viel zusammen. 

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Also da kommt echt Mitleid auf. Da kam jetzt alles zusammen für den BVB und vor allem für Süle, der wirkte, als wüsste er genau, was gerade in seinem Knie passierte. Wie sich ein Kreuzbandriss anfühlt, weiß er ja. Aus zweifacher Erfahrung. Der Elfmeter ist übrigens so ein typischer VAR-Elfmeter. Den will keiner sehen, den will keiner geben. Falsch ist es aber scheinbar auch nicht. 

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Bensebaini ersetzt den vermutlich schwer am Knie verletzten Süle. 

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Toooor! TSG HOFFENHEIM - Borussia Dortmund 1:0. Kramaric kann für dieses niederschmetternde Schicksal natürlich nichts. Der macht nur seinen Job. Und haut den Handelfmeter humorlos und unhaltbar ins rechte Eck. 

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Während Süle mit gesenktem Haupt in die Katakomben humpelt, verkündet Siebert, dass er den Elfmeter gegen Dortmund verhängt. Ist das seelenlos. Ein grauenhafter Moment für Niklas Süle, mit dem seine Zeit im schwarzgelben Trikot womöglich endet. Der Vertrag des Verteidigers läuft ja im Sommer aus. 

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Süle wird lange behandelt. Und mittendrin meldet sich plötzlich der VAR: Der schmerzverzerrt zu Boden sinkende Süle hat Kramarics Schuss an die Hand bekommen. Siebert schaut sich das am Videomonitor an. 

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Oh oh, was ist Süle da passiert? Kramaric zieht von rechts nach innen und will schießen, Süle muss seine Laufrichtung ändern und knickt dann mit dem linken Bein weg. Süle stürzt, Kramaric schießt ihn ab. Und Süle hält sich das linke Knie. 

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Ecke Hoffenheim, Konter Dortmund: Bellingham und Chukwuemeka leiten das mit einer guten spielerischen Lösung am eigenen Sechzehner ein. Dann spielt Chukwuemeka zurück zu Bellingham, statt rechts Silva mitzunehmen. Der stand besser. Bellingham verliert sich im Kleinklein, Hoffenheim ist wieder positioniert. Und Svensson hebt den Ball ungefährlich hinter den zweiten Pfosten. 

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Warum das ein Faktor ist? Weil Burger einer von nur wenigen Profis ist, die nicht mehr von einer Sperre bedroht sind bei den Sinsheimern. Avdullahu, Hranac, Prömel und Coufal stehen allesamt bei vier, Hajdari sogar neun Gelben Karten. Da wird noch das ein oder andere mal gepuzzelt werden müssen von Coach Ilzer. 

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Burger kommt gerade erst aus einer Gelbsperre. Und holt sich jetzt fürs Meckern seine sechste Verwarnung der Saison ab. Die zehnte könnte er erst am 34. Spieltag gegen Gladbach sammeln, da gilt es also nichts mehr zu befürchten. 

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Ein Torschuss erst für den BVB, das trügt, gänzlich ungefährlich ist Schwarzgelb hier nicht. Sechs Versuche dagegen bei den Hoffenheimern, die aber denselben xG-Wert hervorbringen: 0,26. 

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Aber dieser gefühlvolle Heber-Chipp-Flugball von Coufal, das war allererste Sahne. Ein technisch herausragender Assists des starken Tschechen. Kaum zu verteidigen. 

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Wir sind wieder drin: Toller Flugball von Coufal von der rechten Seite, über drei Dortmunder hinweg und so getimt, dass er genau bei Kramaric runterkommt. Der schießt aus 15 Metern erstaunlich zaghaft, das kann der Dauerbrenner viel besser. Und immer noch muss Kobel all sein Können aufbieten, um den etwas zu laschen Ball links vor der Torlinie zu parieren. Toure will die Szene dann nochmal scharfstellen, findet aber nur den Kopf von Schlotterbeck. 

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Ryerson gewinnt den Ball gegen Toure an der linken Eckfahne, dann geht es schnell in die andere Richtung: Bellingham behauptet sich gut gegen das von drei Gegenspielern ausgelöste Pressing und bekommt den Ball zu Sabitzer gespielt, der hat so Platz für den tiefen Ball zu Silva. Der gibt von der rechten Seite nach ins Zentrum. Und dort verpasst Beier direkt vor Baumann nur haarscharf. 

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Dazu ein paar kleinere Fouls und Unterbrechungen. Das lässt unsere Szenendichte sinken. Ein bisschen haben wir den Flow verloren. Die Teams neutralisieren sich gerade und erregen wenig Aufsehen. 

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Dann doch das erste Mal: Leerlauf. Etwas Leerlauf. Mit den Ball haltenden Hoffenheimern ohne zündende Idee und fehlerfrei und konzentriert verteidigenden Dortmundern ohne großes Risiko. 

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1:1 entspräche dem Spiel eher als 0:0. Ein echt munteres Treiben hier, ohne Leerlauf, auf einem guten spielerischen Niveau. Und das vor ausverkauftem Haus bei zarten Sonnenschein. Es gibt schlechtere Orte gerade. 

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Das ist fein gespielt von den Dortmundern, das bestätigt das gute Niveau nochmal: Chukwuemeka, Beier und Silva haben im rechten Halbfeld genau die richtigen Lauf- und Passwege, um Silva rechts den Flügel entlangzuschicken. Von dort kommt der Ball flach ins Zentrum, Kabak kann nicht nachhaltig klären und dahinter köpft der eingerückte Svensson den auftickenden Ball aus wenigen Metern knapp übers Tor. 

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Ryerson wollte den Ball gegen Toure abgrätschen, hat dann gesehen, dass sein Keeper rechtzeitig da ist, und rutschte beim Versuch, die Grätsche abzubrechen aus und rutscht voll in Kobel rein. Eine sehr unglückliche Aktion. Ersatztorwart Meyer macht sich sofort warm. Nach zweiminütiger Spielunterbrechung kann Kobel aber weitermachen. 

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Asllani in seiner längst nicht mehr nur in der Bundesliga geschätzten Fähigkeit als Spielgestalter, steckt links in den Strafraum durch, wo Toure angerauscht kommt. Kobel und Ryerson haben die Lage aber im Griff. Oder? Die zwei Dortmund rauschen ineinander, das ist schmerzhaft für Kobel, der sich noch gerade so auf den freien Ball stürzt, um die Szene zu sichern. Und dann behandelt werden muss. 

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Viel Schwung also in dieser Anfangsphase, und das gilt für beide Seiten. Wobei die Hoffenheimer schon den Tick aktiver sind. Der BVB lauert mehr auf die Momente, als sie sich selbst zu erspielen. Hoffenheim arbeitet mit dem Ball am Fuß. 

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Das ging hier direkt auf volle Betriebstemperatur. Lemperle an die Latte! Nach einem Einwurf auf der linken Seite und etwas Geflipper kommt Burger an der Grundlinie zum Ball und hebt ihn ins Zentrum. Hinter dem zweiten Pfosten hat Dortmund Lemperle übersehen, der seinen Volley nicht richtig trifft, genau dadurch wird er aber gefährlich: Der Ball tickt auf, steigt über Kobel hinweg und landet am Gebälk. 

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Dann die Dortmunder: Beier bringt nach dem Kampf um den Ball Struktur rein mit seinem Pass auf Chukwuemeka, der kann auf den Sechzehner zudribbeln und nach rechts zum mitstürmenden Ryerson ablegen. Ryerson gibt fast direkt wieder zurück auf Chukwuemeka. Zehn Meter vor dem Tor wird der noch gerade so am Abschluss gehindert.  

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Ganz schön stürmischer Beginn der Hoffenheimer. Nach zehn Sekunden hebt Kabak den Ball rechts in den Strafraum, wo Asllani freistehend querlegt. Im Zentrum muss Süle klären. Die frühe erste Ecke wird kurz ausgeführt. Und in die Arme von Kobel geflankt. Nach dessen Abwurf der schnelle Ballverlust. Und ein Fernschuss von Asllani, der geblockt wird. 

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Daniel Siebert leitet diese Partie und gibt das Spiel in diesem Moment frei. 

Noch ist der Kampf aber nicht verloren. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf die Leipziger auf Rang 4. Und wer weiß, wie sich das mit den Bayern und den Freiburgern in den Europapokalen ausgeht, vielleicht reicht ja schon eine noch etwas schwächere Endplatzierung. Gegen den BVB muss aber erstmal ein Bann gebrochen werden: Die letzten fünf Heimspiele gegen Dortmund gingen allesamt verloren. 

Jene Formstärke, mit der das spielstarke und offensivfreudige Hoffenheim eigentlich auch in die Königsklasse stürmen wollte, ist bei der TSG längst auf der Strecke geblieben. Das bittere 1:5 beim FC Bayern am 21. Spieltag sorgte für einen Knacks. Danach gab es zwar noch den Sieg gegen Freiburg, dann aber nur noch einen weiterer Dreier gegen Schlusslicht Heidenheim aus den folgenden sieben Spielen bei drei Niederlagen. Und das waren bis auf Leipzig keine Gegner aus der Spitzengruppe. Viel zu wenig, um die Top 4 zu halten. 

Gegen Hamburg und gegen Stuttgart habe das schon ganz geklappt, berichtete Kovac, gegen Leverkusen ging der BVB dann leer aus. Trotzdem muss schon viel zusammenkommen, um an fünf Spieltagen noch zwölf Punkte Vorsprung auf Bayer 04 auf Rang 5 zu verlieren. Ein Sieg heute gegen Hoffenheim, und die Champions League wäre praktisch abgesichert. Vielleicht ja so wie im Hinspiel. Da stellte Dortmund eine immens formstarke TSG kalt und gewann souverän mit 2:0. 

Dass beim BVB angesichts einer früh auslaufenden Saison ordentlich die Luft raus ist, ist nämlich nicht von der Hand zu weisen. Ohne sportliche Ziele, die noch ernsthaft auf dem Spiel stehen, sind die Ergebnisse zwar nach wie vor absolut okay. Der Fokus der allgemeinen Betrachtung liegt aber ganz klar auf den anderen Teams in der Bundesliga. Das hat auch der BVB längst erkannt und sich daher der Planung fürs nächste Jahr verschrieben. Trainer Kovac muss sogar schon freie Tage ausrufen, die sein Team gewinnen kann, um es zu motivieren. 

Die Spieltagsplaner könnten sich etwas dabei gedacht haben, als sie die Dortmunder erst gegen Stuttgart, dann gegen Leverkusen und nun gegen Hoffenheim auf den Rasen beorderten. Allesamt Konkurrenten um einen Champions-League-Platz, den der BVB nach dem glücklichen Sieg gegen Stuttgart und der verdienten Niederlage gegen die Werkself absichern will. Gegen Hoffenheim braucht es dafür wieder eine Leistungssteigerung. 

BVB-Trainer Kovac muss heute auf Adeyemi verzichten, der mit muskulären Problemen ausfällt. Auch Guirassy ist angeschlagen, aber an Bord, jedoch erneut nicht von Anfang an. Im Vergleich zum 0:1 gegen Bayer 04 Leverkusen vor einer Woche spielen stattdessen Fabio Silva, Süle und Chukwuemeka für Bensebaini, Brandt und eben Adeyemi. 

So spielt Borussia Dortmund: Kobel - Ryerson, Süle, Anton, Schlotterbeck, Svensson - Bellingham - Sabitzer, Chukwuemeka, Beier - Fabio Silva. 

Hoffenheim spielte zuletzt 2:2 beim Augsburg. Trainer Ilzer bietet heute wieder seinen wichtigen Dauerläufer Burger auf, der bei den Fuggerstädtern gelbgesperrt vermisst wurde. Auch Bernardo erhält ein Startelfmandat. Dafür müssen Prömel, dessen Wechsel im Sommer zum VfB Stuttgart angeblich beschlossen ist, und Hranac weichen. 

So startet die TSG Hoffenheim: Baumann - Coufal, Kabak, Hajdari, Bernardo - Avdullahu - Kramaric, Burger - Lemperle, Asllani, Toure. 

Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 30. Spieltages zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund.