Kolumbien - DR Kongo; Fußball WM Gruppe K

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Kolumbien - DR Kongo. Fußball WM Gruppe K.

Estadio ChivasZuschauer45.358.

Kolumbien 1

  • D Muñoz (76. minute)

DR Kongo 0

    Live-Kommentar

    Das wars von dieser Stelle mit unserer Berichterstattung von der Fußballweltmeisterschaft. Der Spielbetrieb ruht jetzt ein paar Stunden, bevor es um 21:00 Uhr mit dem ersten Spielen des letzten Spieltages der Gruppenphase losgeht. Den Auftakt macht Gruppe B mit der Partie Schweiz gegen Kanada. Parallel dazu spielen Bosnien-Herzegowina und Katar. Bis dahin und noch einen schönen Resttag. 

    Die Entscheidung in dieser Gruppe fällt in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag am kommenden Wochenende. Zeitgleich trifft dann Kolumbien auf Portugal in Miami, während DR Kongo und Usbekistan 1.000 Kilometer weiter nördlich in Atlanta aufeinandertreffen. Anstoßzeit ist 1:30 Uhr. Für den Gruppensieg reicht den Südamerikanern jetzt natürlich schon ein Remis gegen Portugal. 

    Durch den Sieg bleibt Kolumbien natürlich an der Spitze der Gruppe K und hat sich für die K.o.-Runde vorzeitig qualifiziert. Portugal liegt zwei Zähler dahinter auf Platz 2. Der Kongo hat nun - dank des Remis gegen Portugal - ein echtes Endspiel am letzten Spieltag. 

    Kolumbien schlägt DR Kongo 1:0, der Sieg war realistischerweise zu erwarten, aber es war ein hartes Stück Arbeit. Der Kongo war hier mit einem Ziel angetreten: hinten die Null zu halten und irgendwann einen entscheidenden Nadelstich zu setzen. Und bis eine Viertelstunde vor Schluss ging dieser Plan auch voll auf. Trotz etlicher guter Chancen konnte Kolumbien die Überlegenheit nicht in ein Tor ummünzen. Wenn die gut eingestellte Defensive nicht griff, war da immer noch Mpasi zwischen den Pfosten. Erst nach dem Rückstand gab der Kongo seine defensive Grundhaltung auf und zeigte, dass es hier auch einen offenen Schlagabtausch hätte geben können. Zu spät. 

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    Kurz darauf ist Schluss.

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    Jefferson Lerma kassiert Gelb nach einem heftigen Einsteigen gegen Mbuku im Mittelfeld. 

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    Charles Pickel, der sich beim Schiedsrichter nach dieser Szene beschwert, wird ebenfalls mit Gelb bedacht.

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    In dieser Schlussphase gibts für Kolumbien keine Entlastung mehr, nach einem Eckstoß von rechts kommt Mbemba per Kopf zum Abschluss, visiert das lange Eck an. Erfolgreich taucht Vargas ab. Das ist hier jetzt eine echte Zitterpartie!

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    Nach einem Freistoß von der Mittellinie für den Kongo wirds chaotisch am kolumbianischen Strafraum, mehrfach kann Kolumbien den Ball erobern und verliert ihn wieder. Schließlich ist Mbuku in Schussposition aus 25 Metern und haut einen raus! Brandgefährlich. Und tatsächlich der erste Abschluss überhaupt vom Kongo, der aufs Tor kommt. Vargas ist gefordert und macht sich lang, verhindert den Einschlag im rechten unteren Eck. 

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    Sechs Minuten gibts obendrauf.

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    Der Kongo wirft nun alles nach vorne. Erstmals ist Kolumbien über längere Zeit in dieser Begegnung tatsächlich mit Defensivarbeit beschäftigt. 

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    Ecke Kolumbien, die Hereingabe von Quintero wird vor den Strafraum geklärt und fällt Puerta vor die Füße. Der setzt einen Monsterschuss ab. Der Ball fliegt durchs Getümmel im Sechzehner - noch aufgrund der Ecke - in einem Wahnsinnstempo aufs Tor zu und irgendwie kommt Mpasi da noch dran. Das wäre die Entscheidung gewesen. 

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    Nun kommt Kolumbien auch zu Tempovorstößen, die waren angesichts der massiven Defensive des Kongos lange Zeit gar nicht möglich. Ein erster Versuch über Diaz versandet jedoch.

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    Gute zehn Minuten sind noch zu spielen, es ist jetzt wieder richtig Feuer drin. Und der Kongo wird natürlich jetzt auch etwas aktiver werden müssen. Das eröffnet Räume. 

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    Beim Kongo kommt Nathanael Mbuku für Samuel Moutoussamy. Mbuku spielt in Frankreich beim Zweitligisten Montpellier. 

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    Die Kolumbianer feiern das 2:0, aber die Freude ist nur von kurzer Dauer. Luis Diaz wird durch die linke Halbspur in die Tiefe geschickt und marschiert zum Strafraum, am linken Strafraumeck zieht er dann ins Zentrum, kommt gegen vier Verteidiger zum Abschluss und schlenzt den Ball neben den rechten Pfosten. Aber die Fahne geht hoch! Er war etwas zu früh gestartet. 

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    Unmittelbar nach dem Treffer übernimmt Richard Rios bei Kolumbien für den vor allem in der ersten Hälfte sehr auffälligen Arias. 

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    Für den Verteidiger von Crystal Palace war dies bereits der zweite Treffer bei dieser WM.

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    Tooor! KOLUMBIEN - DR Kongo 1:0. Der Bann ist gebrochen! Kolumbien setzt sich am Strafraum fest und Quintero spitzelt den Ball auf die rechte Strafraumseite. Cordoba blockt den Verteidiger. Und dahinter ist Munoz unbewacht in den Sechzehner gestartet und jagt den Ball mit Übersicht ins kurze Eck. Mpasi kann nicht mehr reagieren. 

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    Vorlage Juan Fernando Quintero

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    Weiter geht die Partie dann gleich mit einer Doppelchance für den Kongo, man höre und staune. Wissa wird im Strafraum in höchster Not von Lucumi geblockt, im Nachsetzen scheitert dann auch Pickel mit einer Flanke. 

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    Außerdem geht Edo Kayembe für Charles Pickel.

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    Bevor das Spiel fortgesetzt wird, nimmt der Kongo zwei Wechsel vor. Arthur Masuaku macht Platz für Joris Kayembe.

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    Nur mal so, bei diesem Break hat bei Kolumbien keiner eine Flasche in der Hand, die Spieler stehen im Kreis um ihren Coach, der frische Anweisungen gibt. 

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    Hydration Break, zweite Ausgabe. Gegen Portugal reichten dem Kongo 25 Prozent Ballbesitz, um ein Remis zu holen. In ähnlichen Bereichen bewegen wir uns auch heute. Ballbesitz Kolumbien 73 Prozent. Aber im Unterschied zur ersten Hälfte nur 2:1 Abschlüsse!

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    Einen Konter konnte der Kongo seit dem Seitenwechsel setzen, nach vorne geht selten was. Kolumbien drückt mit aller Macht auf den Führungstreffer. 

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    Es gab bei diesem Turnier schon einige Helden zwischen den Pfosten. Mpasi könnte der nächste werden. 

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    Mojica kann auf der linken Seite in die Tiefe gehen, flankt zum langen Pfosten, wo sein Gegenüber Munoz eingelaufen ist und nur noch einnicken muss. Aber im Sinkflug kann Mpasi die Hereingabe gerade noch ins Toraus verlängern. Die anschließende Ecke bringt nichts ein. 

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    Aber es bleibt ein Geduldspiel. Und aus Sicht der Südamerikaner stellt sich auch die Frage, ob der Kongo das über 90 Minuten durchhalten kann. Grundsätzlich geht das ja, wie auch die Three Lions heute erfahren durften. 

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    Die Kolumbianer nisten sich wieder in der gegnerischen Hälfte ein. Viele Seitenwechsel, zentimeterweise Bodengewinne. Aber der Kongo verschiebt weiter sehr gut. Und im Zweifelsfalle hat man mit Mpasi ja einen sicheren Rückhalt. Im Angriffsdrittel bleibt das Passspiel der Kolumbianer weiter zu ungenau. 

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    Und anstelle von James Rodriguez ist nun Juan Fernando Quintero im Spiel.

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    Kolumbien nutzt die Unterbrechung für gleich zwei Wechsel. Für Luis Suarez ist nun Jhon Cordoba in der Partie.

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    Dem schließt sich der zweite Wechsel beim Kongo an: Simon Banza kommt für Cedric Bakambu.

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    Es gibt die erste Verwarnung der Partie. Wieder eine Umschaltsituation für den Kongo auf der rechten Seite. Lucumi verhindert mit einem taktischen Block, dass Wissa durchbrechen kann und sieht Gelb. 

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    Die Szene hat allerdings auch gezeigt, woher die Bedrohung durch die Afrikaner herkommt. Solche Umschaltsituationen etwas besser ausgespielt, und hier könnte sogar eine Überraschung gelingen. 

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    Wan-Bissaka erobert an der Mittellinie auf der rechten Seite den Ball gegen Diaz und marschiert, nimmt einen klugen Seitenwechsel vor auf Wissa, der - jetzt bereits am Strafraum - kurz für Moutoussamy auflegt. Der nimmt Maß und schlenzt dann aus 20 Metern zwei, drei Meter über den Kasten. Etwas kläglich, dieser Abschluss, viele Chancen wird der Kongo hier schließlich nicht bekommen. 

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    Riesenchance für Kolumbien. Nach einer geklärten Ecke kommt die Gefahr über den zweiten Ball, eine Hereingabe von Rodriguez von der rechten Seite fällt am langen Pfosten bei Luis Diaz runter, der mit einem schnellen Schritt seinen Bewacher abschüttelt und aus sechs Metern aufs lange Eck zielt. Mpasi fährt den linken Fuß aus und kann gerade noch so den Schuss blocken. Was für eine Chance! Diaz hätte den Ball wahrscheinlich nur leicht anheben müssen. 

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    Zunächst gehts weiter mit druckvollen Kolumbianern. Bei Ballgewinn sucht der Kongo sofort lange Bälle. Einer lauert immer an der Mittellinie. 

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    Bei Weltmeisterschaften blieben Spiele von Kolumbien noch nie torlos, gibts heute eine Premiere?

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    Während der Kongo also einen frischen Mann gebracht hat für die zweiten 45 Minuten, lässt Nestor Lorenzo seine Mannschaft zunächst unverändert. 

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    Das zweite Hälfte hat begonnen.

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    Beim Kongo kommt Noah Sadiki, der sein Brötchen in der Premier League bei Sunderland verdient, kommt für Ngal'ayel Mukau ins Spiel.

    Es war eine Hälfte von zwei Hälften. Eine FIFA-Konstruktion, an die wir uns gewöhnen werden müssen. Nach leichten Orientierungsproblemen entwickelte Kolumbien immer mehr Druck und es entwickelte sich ein Spiel Kolumbien gegen Mpasi. Mit mehreren guten Paraden verhinderte der Torsteher des Kongos, dass sein Team hier unter die Räder geriet. Nach der Trinkpause verlor Kolumbien etwas den Faden, die Begegnung wurde offener, dem Kongo gelang es besser, sich aus dem Druck Kolumbiens zu lösen, die Räume zuzustellen. Erst gegen Ende der ersten Hälfte gewannen die Südamerikaner wieder die Oberhand. Fazit: Aus kolumbianischer Sicht muss der Trinkpause Teufelswerk sein, aus kongolesischer ein Geschenk des Fußballgottes. 

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    Pause in Guadalajara.

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    Arias über die linke Seite, dribbelt am Strafraum, legt quer, Suarez leitet auf Puerta weiter, der halbrechts am Strafraum ausholt ... und wieder geblockt wird. Kurz vor der Pause scheinen sich die Kolumbianer vom Hydration Break doch wieder zu erholen. 

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    Arias erobert den Ball im Mittelfeld und schickt sofort Diaz auf der linken Seite in die Tiefe, der Münchner läuft bis zum Strafraum und versucht, den Ball ins Zentrum zu Suarez durchzuspitzeln, der in vollem Lauf ist, aber ein Verteidiger bringt noch einen Fuß dazwischen. 

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    Fünf Minuten gibts obendrauf. 

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    Ja, Kolumbien hat tatsächlich die Kontrolle etwas verloren, wieder kommt der Kongo über die linke Seite, Kayembe holt zur Flanke aus, wird von Munoz geblockt und holt so eine Ecke heraus. Und auch die sorgt für Gefahr, Bakambu kommt zum Kopfball, der Abschluss ist jedoch etwas unkontrolliert. 

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    Erstmals nach der Anfangsminute wird der Kongo gefährlich, Masuaku hat auf links etwas Platz und flankt sofort scharf zum Tor, Bakambu ist in den Strafraum eingelaufen, kommt aber einen Tick zu spät gegen Vargas, der die gefährliche Flanke sicher abfangen kann. Ein Lebenszeichen!

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    Einen missglückten Rückpass aus dem Mittelfeld des Kongos kann Luis Suarez abfangen und ein paar Meter machen. Als er am linken Strafraumeck in Schussposition ist, wird er jedoch geblockt. Glück für den Kongo, dass sich an der Vorwärtsbewegung nicht alle beteiligten. 

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    Nach einem Foul von Kayembe an James Rodriguez bekommt Kolumbien einen Freistoß im zentralen Halbfeld zugesprochen. Rodriguez führt selbst aus und schlägt den Ball nah zum Tor, Diaz kann den Ball nicht mehr vor Mpasi erreichen. 

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    Die Partie ist nach dem Hydration Break einen Tick offener geworden. Der Megadruck aus der Phase davor ist etwas verpufft, das Spielgeschehen hat sich, obschon Kolumbien weiter dominiert, etwas weiter weg vom kongolesischen Strafraum verlagert. Und DR Kongo taucht jetzt auch schon mal in der gegnerischen Hälfte auf. 

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    Und hervorheben muss man auch die kolumbianischen Fans, die quasi durchsingen und jede Szene "kommentieren". Im Unterschied zu manch anderem Spiel, wo das Feuer von den Rängen doch nicht immer wirklich deutlich wird. 

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    Hauptsächlich durch Distanzschüsse sind die Kolumbianer bisher auffällig geworden, in den Strafraum kommen sie noch nicht richtig gefährlich. Zwar ist die Annäherung sehr flüssig, aber meist scheitert es am letzten Pass. Vor allem die linke Seite mit Arias und Diaz ist sehr dominant. 

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    Kolumbien jetzt mit ein bisschen Ballbesitz in der eigenen Spielhälfte, sicherlich versucht man so, den Gegner etwas aus seinem Schneckenhäuschen zu locken. DR Kongo lässt sich durchaus auf dieses Spielchen ein und beginnt zu pressen. 

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    Und weiter gehts. 

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    Hydration Break. Es ist nach dem offenen Beginn, der vielleicht 120 Sekunden dauerte, eine sehr einseitige Partie geworden. Die Kolumbianer haben mittlerweile 75 Prozent Ballbesitz und 9:1 Torschüsse. Und immerhin haben sie schon ein Abseitstor erzielt. 

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    Kolumbien setzt sich nun über längere Zeit am Strafraum fest, bis dahin war die Partie etwas offener in dem Sinne, dass der Kongo immer wieder winzige Ballbesitzphasen hatte, sich bis an die Mittellinie vorarbeiten durfte, was den Vorstößen der Kolumbianer mehr Raum verschaffte. Aber jetzt wirds am Strafraum ziemlich massiv. Und dann nimmt auch ein wenig Tempo raus. 

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    Alle zwei Minuten ein Abschluss von Kolumbien, das wird sich kaum über 90 Minuten durchhalten lassen. Mpasi müssen jetzt schon die Hände glühen. Bisher sind es seine Paraden, die seine Mannschaft im Spiel halten. Kurze Unterbrechung, weil Musuaku nach einem Zweikampf mit Munoz eine kurze Behandlung braucht. 

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    Viertelstunde gespielt, Kolumbien mit sieben Abschlüssen, vier aufs Tor, drei waren Großchancen. Kann man kaum meckern. Der Führungstreffer für die Südamerikaner liegt in der Luft. Gut, dass gleich der Hydration Break kommt, um einen Momentumshift herbeiführt, werden sich die Kongolesen denken. Mpasi muss den nächsten Distanzschuss abwehren, diesmal von Puertas. Nächste Flugeinlage. Bärenstarke Anfangsphase der Kolumbianer. Die schießen wirklich aus allen Richtungen. 

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    Keine Atempause. Diaz kommt über seine linke Seite, schüttelt seinen Gegenspieler ab und zieht in den Sechzehner. Verdeckt schließt er aus zwölf Metern ab. Und diesmal hat Mpasi Glück, dass der an der genau richtigen Stelle steht. Vor seinem Körper prallt der Ball ins Toraus. 

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    James kommt durchs rechte Halbfeld und nimmt einen flachen Seitenwechsel vor, Mojica übernimmt den Ball 30 Meter vor dem Sechzehner und versucht es ebenfalls aus der Distanz. Auch wieder ein sehr gefährlicher Schuss, wieder muss Mpasi fliegen und kann parieren. Wow.

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    Es geht hier also richtig zur Sache. Und die Kongolesen jetzt eigentlich nur noch im Rückwärtsgang. Kolumbien dominiert das Mittelfeld. Dabei stellt sich der Kongo eigentlich nicht einfach hinten rein. Aber bisher fehlen, sehen wir vor den allerersten Szenen mal ab, die Mittel, sich etwas Luft zu verschaffen. Weiter als bis zur Mittellinie geht es kaum noch. 

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    Wieder Kolumbien, James Rodriguez hat im rechten Halbfeld etwas Platz, wird nicht gestört und nähert sich dem Strafraum, aus 25 Metern nimmt er dann Maß. Und auch der hätte gepasst, Mpasi muss sich mächtig strecken, um den Ball am rechten Pfosten noch um selbigen zu lenken. 

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    Die Kolumbianer haben ein bisschen gebraucht, sind jetzt aber ebenfalls voll im Spiel. Und die hat es in dieser Anfangsphase durchaus in sich. Die zahlreichen Anhänger Kolumbiens sorgen für eine feurige Atmosphäre.

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    Nächste Großchance! Aber die Fahne geht hoch, gleich mal als Entwarnung. Munoz kommt am Torraum nach einer Halbfeldflanke von Arias von rechts frei vor Mpasi zum Abschluss per Kopf, mit einer großartigen Parade verhindert Mpasi erneut den Einschlag, kann den Ball aber nur als Kerze abwehren. Und im Nachsetzen drückt Munoz den Ball doch noch über die Linie. Die halbautomatische Abseitserkennung bestätigt dann schnell den Fahnenwinker. Knapp war das. Verdammt gutes Auge. 

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    Die Kongolesen erwischen hier den besseren Beginn, haben etwas mehr Ballbesitz, vor allem auch in der gegnerischen Hälfte. Als sich dann aber Kolumbien aus dem Pressing spielerisch löst, wirds gleich gefährlich. Gute Seitenverlagerung auf die linke Seite, Diaz läuft neben dem Strafraum fast zur Grundlinie und steckt durch vor den Torraum, Arias schießt sofort, mit einer Glanzparade wehrt Mpasi zur rechten Seite ab, wo dann aber Munoz nachsetzt und aus guter Position den Ball ins Außennetz setzt!

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    Den ersten Akzent setzt der Außenseiter. Nach vorsichtiger Vorwärtsbewegung wähnt Edo Kayembe eine Lücke in der kolumbianischen Deckung, fasst sich aus 25 Metern ein Herz und hält einfach mal drauf. Und der Versuch war gar nicht so verkehrt, der Ball fliegt nur knapp am linken Kreuzeck vorbei. Frühe Schrecksekunde für Kolumbien.

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    Für die Kolumbianer ist das hier praktisch ein Heimspiel, die gesamte Gegengerade ist in Gelb gehüllt. Und wer es nicht sehen kann, kanns hören ...

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    Spielleiter der Begegnung im Estadio Guadalaja ist der Italiener Maurizio Mariani. Er gibt das Spiel nun frei. 

    Und nach dem Sieg Portugals vom frühen Abend gegen Usbekistan kommt es am letzten Spieltag in Gruppe K zu einem echten Endspiel um den Platz ganz oben. Und Kolumbien täte gut daran, mit einem Sieg im zweiten Gruppenspiel mit einem großen Vorteil in den letzten Spieltag zu gehen. Der Kongo kann sich, egal wie die Partie endet, heute nicht für die K.o.-Phase qualifizieren, kann aber auch noch nicht aus dem Turnier ausscheiden. 

    Die Kolumbianer dominierten den WM-Neuling nach Belieben, kassierten in einer Phase, in der sie sich zu sicher fühlten, den ziemlich überraschenden Ausgleich, bevor sie die Partie souverän und vor allem erfolgreich zu Ende spielten. Und die Ausgangslage ist natürlich klar. Gewinnen die Kolumbianer auch ihre zweite Partie, stehen sie sicher in der K.o.-Runde.

    Gegner Kolumbien erwischte einen fast perfekten Start ins Turnier mit dem 3:1-Sieg gegen Außenseiter Usbekistan. Der Dritte der Südamerika-Qualifikation hätte sich gegen die Auswahl aus Asien nur selber schlagen können, wie sich im Nachhinein festhalten lässt.

    In der Qualifikation belegte der Kongo hinter dem Senegal Platz 2 in der Gruppenphase, musste so den Umweg über die Playoffs bestreiten, in denen man zunächst Kamerun schlug, sich dann über einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Nigeria für die Internationalen Playoffs qualifizierte, bei denen dann auch noch der letzte Stolperstein Jamaika genommen wurde. Langer Rede kurzer Sinn: Wie sich der Kongo für die WM qualifizierte, sollte jedem Gegner als Warnung dienen.

    Gegen die defensiv eingestellten Kongolesen brachte es Portugal trotz des hochdekorierten Mittelfeldes lediglich auf einen einzigen echten Torschuss auf den Kasten von Lionel Mpasi, der war allerdings auch drin. Die kleine Teams trumpfen bei dieser WM groß auf - das Team aus der DR Kongo, wie Haiti praktisch eines ohne Heimat, weil Heimspiele zu gefährlich sind, ist nicht mehr wie bei der WM 1974 einfach nur Staffage.

    Das Ergebnis des Kongos gegen Portugal gehörte zu den großen Überraschungen des ersten Spieltages bei diesem Turnier. Mit dem 1:1 hatten die Wenigsten gerechnet. Fast noch interessanter als das Ergebnis ist aber vielleicht die Art und Weise, wie das Ergebnis zustande kam.

    Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig, auch Desabre setzt auf eine unveränderte Startelf, lässt dasselbe Team auflaufen, das gegen Portugal für eine der frühen Sensationen gesorgt hat.

    Und so hat Sebastien Desabre aufgestellt nach dem überraschenden Remis gegen Portugal: Mpasi - Mbemba, Tuanzebe, Kapuadi - Wan-Bissaka, Masuaku, Mukau, Moutoussamy, Edo Kayembe - Bakambu, Wissa.

    Nestor Lorenzo sieht nach dem Auftaktsieg gegen Usbekistan (3:1) keine Veranlassung, an seiner Startelf etwas zu verändern und lässt sie ohne Umbaumaßnahmen ins zweite Gruppenspiel gehen.

    So laufen die Kolumbianer auf: Vargas - Munoz, Sanchez, Lucumi, Mojica - Puerta, Lerma, Arias - Rodriguez, Suarez, Diaz.

    Zweiter Spieltag in Gruppe K, und es treffen aufeinander Kolumbien und der Kongo. Zufall? Erstmals messen diese beiden Auswahlen ihre Kräfte - Weltpremiere! Wir werfen einen Blick auf die Formationen.

    Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Gruppenspiel zwischen Kolumbien und der DR Kongo.