Südafrika - Kanada; Fußball WM Sechzehntelfinale
Südafrika - Kanada. Fußball WM Sechzehntelfinale.
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Kanada ringt Südafrika nieder und zieht ins WM-Achtelfinale ein
Lange Zeit war es ein K.o.-Spiel, das schwer anzusehen war. Am Ende gelingt Kanada aber der Lucky Punch.
28.06.2026 | 23:00 Uhr
In Los Angeles sehen die Zuschauer ein erschreckend schwaches Spiel - mit dem besseren Ende für den Co-Gastgeber.
Nach dem historischen Lucky Punch rief Jesse Marsch seine WM-Achtelfinalisten zusammen und peitschte sie so richtig auf. "Ihr seid kanadische Helden, ihr seid Kinder dieses Landes. Seid stolz", rief der Trainer des Co-Gastgebers im Kreis seiner Spieler nach dem 1:0 (0:0) im WM-Sechzehntelfinale gegen Südafrika.
Nach dem erschreckend niveauarmen ersten K.o.-Spiel der XXL-WM mit dem Last-Minute-Tor durch Stephen Eustaquio geht das Märchen der Kanadier weiter: Auf der größten Fußballbühne waren die "Ahornblätter" zuvor nie über die Vorrunde hinausgekommen. "Wir haben hart gearbeitet für diesen Sieg für alle Kanadier", sagte der Lokalmatador, der im gigantischen SoFi Stadium von Los Angeles in der Nachspielzeit getroffen hatte (90.+2) und bekannte: "Ich kann es noch gar nicht richtig begreifen, ich bin sehr glücklich."
Im Achtelfinale am Samstag in Houston bekommen es die Kanadier mit der Niederlande oder Marokko zu tun bekommen. Bayern-Profi Alphonso Davies kam in der 75. Minute ins Spiel und feierte sein umjubeltes Comeback. Für "Bafana Bafana" ist die Endrunde trotz des Ausscheidens ein Erfolg, der WM-Gastgeber von 2010 hatte sich bei seiner vierten Teilnahme ebenfalls erstmals für die K.o.-Runde qualifiziert. Am Sonntag fehlten den Südafrikanern die spielerischen Mittel, um Kanada ernsthaft gefährlich zu werden.
Davies zunächst auf der Bank
Durch die Niederlage gegen die Schweiz (1:2) am letzten Gruppenspieltag mussten die Kanadier von Vancouver nach Kalifornien umziehen, vor dem ersten Spiel auf US-Boden hatte Trainer Jesse Marsch einmal mehr ein Comeback von Hoffnungsträger Davies in Aussicht gestellt. Der Kapitän, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel seit Anfang Mai kein Spiel absolviert hatte, sei in "großartiger Form und hervorragender Verfassung" - saß zu Beginn aber mal wieder auf der Bank.
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Zur Mittagszeit in Los Angeles entwickelte sich zunächst eine zähe Partie, die Kanadier pressten hoch und zwangen die Südafrikaner zu vielen langen Bällen. Erst ab Mitte der ersten Hälfte übernahm der Favorit zunehmend das Kommando und kam zu Chancen. Erst schoss Jonathan David nach einer Ecke freistehend vorbei (17.), dann köpfte Derek Cornelius nach einer Freistoßflanke aus bester Position in die Arme von Südafrikas Keeper Ronwen Williams (22.).
Spiel auf ganz schwachem Niveau
Die Südafrikaner ließen den Ball viel in den eigenen Reihen laufen, auf den Tribünen machte sich angesichts des langsamen Tempos der Partie Unmut breit. Es blieb bis zur Pause ein Spiel auf ganz schwachem Niveau - auch wenn Kanada der Führung ganz nah war: Einen Kopfball von Moise Bombito nach einer Ecke klärte Südafrikas Aubrey Modiba auf der Linie, den Nachschuss von Tajon Buchanan parierte Williams stark (44.). Die Kanadier forderten wenig später Elfmeter (45.), als Richie Laryea im Strafraum zu Boden ging - Schiedsrichter Joao Pinheiro ließ zu Recht weiterlaufen.
Nach dem Seitenwechsel ergab sich das gleiche Bild. Kanada war engagiert, aber ungefährlich. Südafrika baute äußerst behäbig auf. Dann ergab sich für Kanada erneut die große Chance zur Führung: Der steil geschickte Tani Oluwaseyi scheiterte an Williams, David verpasste den Abpraller knapp (65.). Für die Entscheidung sorgte Eustaquio, der für den Los Angeles FC spielt.
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